{"Signatur": "SH_OG_001", "Spider": "SH_OG", "Datum": "2003-03-14", "PDF": {"Datei": "SH_OG/SH_OG_001_40-2002-32_2003-03-14.pdf", "URL": "https://obergerichtsentscheide.sh.ch/CMS/get/file/7f2ef4e8-8ca7-46c2-a0c8-844c23fc65a5", "Checksum": "abac057a7da7ca82944ba699ac42be63"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["40/2002/32"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schaffhausen Obergericht 14.03.2003 40/2002/32"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schaffhouse Obergericht 14.03.2003 40/2002/32"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Sciaffusa Obergericht 14.03.2003 40/2002/32"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schaffhausen Obergericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schaffhouse Obergericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Sciaffusa Obergericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Art. 271 Abs. 1 Ziff. 2 und Abs. 2 sowie Art. 274 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG. | Verarrestierung k&uuml;nftiger Unterhaltsbeitr&auml;ge beim Fluchtarrest"}], "ScrapyJob": "446973/57/1887", "Zeit UTC": "24.07.2025 02:16:30", "Checksum": "1fa41bd312e6579afddc0faf4d0a405b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schaffhausen Obergericht 14.03.2003 40/2002/32\nRegeste:\nArt. 271 Abs. 1 Ziff. 2 und Abs. 2 sowie Art. 274 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG. | Verarrestierung k&uuml;nftiger Unterhaltsbeitr&auml;ge beim Fluchtarrest\n\nkurseröffnung, die gegenüber der Konkursmasse ebenfalls die Fälligkeit der\nSchuldverpflichtungen des Schuldners bewirkt [Art. 208 Abs. 1 SchKG],\nnicht nur den erwähnten BGE 40 III 457 f., sondern auch die neuere Lehre:\nAmonn/Gasser, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 6. A.,\nBern 1997, § 42 N. 22, S. 336; Renate Schwob in: Staehelin/Bauer/Staehelin\n[Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs,\nSchKG II, Basel/Genf/München 1998, Art. 210 N. 5, S. 1988, mit Hinweis;\nJaeger/Walder/Kull/Kottmann, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und\nKonkurs, 4. A., Zürich 1997/99, Band II, Art. 210 N. 1, S. 231, N. 10, S. 233).\nDie Verarrestierung von Unterhaltbeiträgen ist daher – soweit es die künftigen Beiträge betrifft – insbesondere mit Blick auf die neueren und spezielleren einschlägigen Bestimmungen des Zivilrechts (wie Art. 132 Abs. 2 ZGB)\nnur, aber immerhin als ein Spezialfall vorsorglicher Sicherstellung zu betrachten; der insoweit eingeschränkte Anspruch der Rekurrentin wird als \"minus\"\nvon deren Begehren erfasst (vgl. Sutter/Freiburghaus, Kommentar zum neuen\nScheidungsrecht, Zürich 1999, Art. 132 N. 41, S. 372; ZR 1990 Nr. 113 E. 2;\nzum Verhältnis zwischen Betreibungsrecht und Zivilrecht: Peter Breitschmid,\nSicherstellung künftiger Unterhaltsbeiträge [Art. 292 ZGB], ZVW 1990, S. 3,\nmit Hinweisen). Die für einen Arrest vorausgesetzte Forderung kann denn\nauch ein auf Sicherheitsleistung in Geld gerichteter Anspruch sein (Amonn/\nGasser, § 51 N. 5, S. 407). Dies ist im Arrestbefehl anzugeben, auch wenn\ndies aus dem Gesetzeswortlaut nicht ohne weiteres hervorgeht (vgl. Art. 274\nAbs. 2 Ziff. 2 SchKG; vgl. jedoch BGE 93 III 79 mit Hinweis auf Art. 67\nAbs. 1 Ziff. 3 und Art. 69 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG; vgl. auch ZR 1990 Nr. 113\nE. 2b und c). Der Arrest ist sodann bezüglich der künftigen Beiträge nicht auf\ndirekte Zahlung, sondern auf Sicherheitsleistung zu prosequieren (vgl. Sutter/Freiburghaus, Art. 132 N. 44, S. 373, mit Hinweis; Breitschmid, S. 6).\nIn diesem eingeschränkten Sinn umfasst die hier in Frage stehende Arrestforderung auch die künftigen Unterhaltsbeiträge. Es spricht grundsätzlich\nnichts dagegen, für die mutmassliche Dauer der Unterhaltspflicht auf die mittlere Lebenserwartung des Gesuchsgegners abzustellen ...\nf) ...\ng) Der Rekurs erweist sich nach dem Gesagten als teilweise begründet;\ndie angefochtene Verfügung ist aufzuheben, und der Arrestbefehl ist im genannten Sinn und Umfang zu erteilen (Art. 362 ZPO i.V.m. Art. 274 SchKG).\n\n3\n"}