{"Signatur": "SG_VSG_001", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2012-05-15", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_VSG_001_AHV-2011-11-KZL-2011_2012-05-15.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=672&type=1563347022&cHash=962c7ee6d5123f284570eeedc6bcaaee", "Checksum": "0290d3e3a28976ab2580527465e03109"}, "Scrapedate": "2026-05-12", "Scrapetime": "20:20:56", "Num": ["AHV 2011/11+KZL 2011/3"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Versicherungsgericht 15.05.2012 AHV 2011/11+KZL 2011/3"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Versicherungsgericht 15.05.2012 AHV 2011/11+KZL 2011/3"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Versicherungsgericht 15.05.2012 AHV 2011/11+KZL 2011/3"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "AHV - Alters- und Hinterlassenenversicherung"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Art. 52 AHVG. Schadenersatzpflicht eines Gesellschafters und Geschäftsführers einer GmbH. Prüfung der Frage, welcher massgebende Lohn der Schadenersatzberechnung zugrunde zu legen ist (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Mai 2012, AHV 2011/11 und KZL 2011/3).Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Miriam Lendfers und Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Walter SchmidEntscheid vom 15. Mai 2012in SachenA.___,Beschwerdeführer,gegenAHV-Ausgleichskasse Metzger, Wyttenbachstrasse 24,3000 Bern 25,Beschwerdegegnerin,betreffendSchadenersatzforderung (i.S. A.___ GmbH in Konkurs)bundesrechtlicher Streitwert Fr. 63'502.05kantonalrechtlicher Streitwert Fr. 9'757.95Sachverhalt:"}], "ScrapyJob": "446973/61/2140", "Zeit UTC": "12.05.2026 20:20:56", "Checksum": "c33c7744908ec2d936d52f38c3fe222b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Versicherungsgericht 15.05.2012 AHV 2011/11+KZL 2011/3\nRegeste:\nArt. 52 AHVG. Schadenersatzpflicht eines Gesellschafters und Geschäftsführers einer GmbH. Prüfung der Frage, welcher massgebende Lohn der Schadenersatzberechnung zugrunde zu legen ist (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Mai 2012, AHV 2011/11 und KZL 2011/3).Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Miriam Lendfers und Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Walter SchmidEntscheid vom 15. Mai 2012in SachenA.___,Beschwerdeführer,gegenAHV-Ausgleichskasse Metzger, Wyttenbachstrasse 24,3000 Bern 25,Beschwerdegegnerin,betreffendSchadenersatzforderung (i.S. A.___ GmbH in Konkurs)bundesrechtlicher Streitwert Fr. 63'502.05kantonalrechtlicher Streitwert Fr. 9'757.95Sachverhalt:\n\n3.3.6 Der von der Beschwerdegegnerin ebenfalls als Schaden geltend gemachte\nBetrag von Fr. 26'589.50 (Zahlungsbefehl ohne Rechtsvorschlag vom 1. September\n2009) enthält zum einen eine Beitragsnachforderung betreffend das ganze Jahr 2008\nvon Fr. 25'489.85 gemäss Nachtragsabrechnung vom 9. Juni 2009, basierend auf der\nLohnsumme (AHV/IV/EO) von Fr. 185'196.10 (vgl. auch act. G 14.7, 14.8). Bei letzterer\nhandelt es sich um den von der GmbH deklarierten Jahresbruttolohn des\nBeschwerdeführers. Zum anderen beinhaltet die Forderung Verzugszinsen und\nZahlungsbefehls- bzw. Betreibungskosten (act. G 3.4/8.7). Der Betrag von Fr. 330.--\ngemäss Zahlungsbefehl (ohne Rechtsvorschlag) vom 1. September 2009 betrifft\nVeranlagungskosten von Fr. 300.--, zuzüglich Zahlungsbefehls-Kosten (act. G 3.4/8.8).\n\n3.3.7 In der Lohnbescheinigung 2008 hatte die GmbH am 18. März 2009 lediglich\nden Bruttolohn 2008 des Beschwerdeführers (Fr. 185'196.10) gemeldet (act. G 3.4/8.9\nBeilage). Die auf einen Betrag von Fr. 23'857.65 lautende Nachtragsabrechnung für das\nJahr 2008 vom 23. Juli 2009 beinhaltet demgegenüber den Beitrags-Nachtrag von\nFr. 22'845.95, welcher gestützt auf eine Meldung des Amtes für Wirtschaft vom 8. Juli\n2009 verfügt worden war. Gegenstand der erwähnten Meldung waren - von der GmbH\nbzw. vom Beschwerdeführer selbst dem Amt für Wirtschaft eingereichte -\nLohnabrechnungen für einzelne Monate des Jahres 2008 betreffend die Arbeitnehmer\nI.___(Fr. 10'006.85 Lohnsumme), J.___(Fr. 11'842.55 Lohnsumme), K.___(Fr. 23'107.35\nLohnsumme), L.___(Fr. 9'993.55 Lohnsumme), M.___(Fr. 23'979.65 Lohnsumme),\nN.___(Fr. 10'640.35 Lohnsumme), O.___(Fr. 13'984.40 Lohnsumme), P.___(Fr. 2'815.--\nLohnsumme), Q.___(Fr. 20'487.30 Lohnsumme), R.___(Fr. 4'716.75 Lohnsumme), E.___\n(Fr. 1'767.55 Lohnsumme), S.___(Fr. 2'363.25 Lohnsumme), T.___(Fr. 14'023.55\nLohnsumme), V.___(Fr. 277.25 Lohnsumme), W.___(Fr. 7'464.50 Lohnsumme) und\nX.___(Fr. 1'148.90 Lohnsumme), welche von der GmbH nicht deklariert worden waren\n\n© Kanton St.Gallen 2026 Seite 8/21\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\n(vgl. auch act. G 14.4, 14.5 und 14.6). Die Nachtrags-Lohnsumme von insgesamt Fr.\n158'619.15 führte zum erwähnten Beitrags-Nachtrag von Fr. 22'845.95. Zuzüglich\nVerzugszinsen und Mahngebühren resultierte die Summe von Fr. 23'857.65, für welche\ndie Beschwerdegegnerin ein Betreibungsbegehren stellte. Dieses wurde jedoch vom\nzuständigen Betreibungsamt zurückgewiesen, da zwischenzeitlich der Konkurs über\ndie GmbH eröffnet worden war (act. G 3.4/8.9).\n\n3.3.8 Teil des geltend gemachten Schadens bildet schliesslich eine\nVerzugszinsen-Abrechnung vom 9. Oktober 2009 im Betrag von Fr. 857.35 (act. G\n3.4/8.10). Die Beschwerdegegnerin zog wie bereits erwähnt den Beitrag Parifonds von\nFr. 40.-- und Pensionskassen-Beiträge von total Fr. 4'592.60 vom Schadenbetrag ab\n(act. G 3.1).\n\n3.4 Vorweg ist zum Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach vom Januar bis\n16. Februar 2006 lediglich zwei Mitarbeiter bei der GmbH angestellt gewesen seien und\nderen Beschäftigungsverhältnis auf das letztgenannte Datum beendet worden sei (act.\nG 1 S. 1; vgl. auch act. G 17, Pkt. 1), festzuhalten, dass die geltend gemachte\nSchadenersatzforderung den erwähnten Zeitraum nicht betrifft. Die Forderung umfasst\nwie dargelegt im Wesentlichen Akontobeiträge für August 2006 und Januar 2007 sowie\nBeitragsnachträge für die Jahre 2007 und 2008. Dabei geht es unbestrittenermassen\n(act. G 3; act. G 5, S. 2 Mitte) ausschliesslich um Beiträge auf Lohnzahlungen der\nGmbH, nicht jedoch um persönliche Beiträge des Beschwerdeführers. Die Aktiven und\nPassiven der Einzelfirma A.___ Dienstleistungen waren überdies im Oktober 2006 von\nder damals gegründeten GmbH übernommen und die Einzelfirma gelöscht worden (vgl.\nHandelsregister-Auszug; act. G 1.4). Die Umwandlung der Einzelfirma in die GmbH\nhatte jedoch offenbar schon früher (im Juli 2006; vgl. IV-act. 79-3/12) begonnen.\n\n3.5 Am 12. August 2009 teilte der Beschwerdeführer der IV-Stelle unter anderem mit,\ndem letzten Angestellten (der GmbH) sei unfallbedingt per Ende April 2009 gekündigt\nworden (IV-act. 38). Der Beschwerdeführer bestreitet in diesem Verfahren die\nAbrechnungen der Beschwerdegegnerin pauschal, indem er sie als falsch und aus der\nLuft gegriffen bezeichnet. Die Arbeitgeberkontrolle vom 23. Juli (2009) sei schon\ngemacht worden. Jedoch seien diese Arbeitnehmer ordnungsgemäss versichert\ngewesen. Der Vertrag mit der Beschwerdegegnerin sei durch die GmbH im Jahr 2007\n\n© Kanton St.Gallen 2026 Seite 9/21\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\ngekündigt worden, weshalb er (der Beschwerdeführer) auch der einzige bei der\nBeschwerdegegnerin versicherte Mitarbeiter der GmbH gewesen sei (act. G 1).\n\n"}