{"Signatur": "SG_VSG_001", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2011-11-02", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_VSG_001_AHV-2010-30_2011-11-02.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=4856&type=1563347022&cHash=0d65c82b4f497661e307eb602e8bf7fa", "Checksum": "a6374b760524918fe87719f0a58164c3"}, "Scrapedate": "2026-05-12", "Scrapetime": "20:26:51", "Num": ["AHV 2010/30"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Versicherungsgericht 02.11.2011 AHV 2010/30"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Versicherungsgericht 02.11.2011 AHV 2010/30"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Versicherungsgericht 02.11.2011 AHV 2010/30"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "AHV - Alters- und Hinterlassenenversicherung"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Art. 9 Abs. 1 AHVV, Art. 17 AHVV. Einkünfte aus der Verwertung von betrieblichem Knowhow und Markenrechten stellen Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit dar und sind entsprechend zu verabgaben (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. November 2011, AHV 2010/30).\r\nBestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C-965/2011.\r\n \r\nPräsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichter Joachim Huber, Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Jürg Schutzbach\r\n \r\nEntscheid vom 2. November 2011\r\n \r\nin Sachen\r\n \r\nA.___,\r\nBeschwerdeführer,\r\nvertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marcel Hubschmid, Advokatur Fischer & Partner, Freigutstrasse 7, 8002 Zürich,\r\n \r\ngegen\r\n \r\nSozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse des Kantons St. Gallen, Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen,\r\nBeschwerdegegnerin,\r\n \r\nbetreffend\r\n \r\npersönliche Beiträge 2004 - 2009 (Übertragung Knowhow; Markenrechte)\r\n \r\nSachverhalt:"}], "ScrapyJob": "446973/61/2140", "Zeit UTC": "12.05.2026 20:26:51", "Checksum": "9f851bab6433865cff663230da7c88a1", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Versicherungsgericht 02.11.2011 AHV 2010/30\nRegeste:\nArt. 9 Abs. 1 AHVV, Art. 17 AHVV. Einkünfte aus der Verwertung von betrieblichem Knowhow und Markenrechten stellen Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit dar und sind entsprechend zu verabgaben (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. November 2011, AHV 2010/30).\r\nBestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C-965/2011.\r\n \r\nPräsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichter Joachim Huber, Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Jürg Schutzbach\r\n \r\nEntscheid vom 2. November 2011\r\n \r\nin Sachen\r\n \r\nA.___,\r\nBeschwerdeführer,\r\nvertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marcel Hubschmid, Advokatur Fischer & Partner, Freigutstrasse 7, 8002 Zürich,\r\n \r\ngegen\r\n \r\nSozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse des Kantons St. Gallen, Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen,\r\nBeschwerdegegnerin,\r\n \r\nbetreffend\r\n \r\npersönliche Beiträge 2004 - 2009 (Übertragung Knowhow; Markenrechte)\r\n \r\nSachverhalt:\n\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nFall-Nr.: AHV 2010/30\nStelle: Versicherungsgericht\nRubrik: AHV - Alters- und Hinterlassenenversicherung\nPublikationsdatum: 23.08.2019\nEntscheiddatum: 02.11.2011\n\nEntscheid Versicherungsgericht, 02.11.2011\nArt. 9 Abs. 1 AHVV, Art. 17 AHVV. Einkünfte aus der Verwertung von\nbetrieblichem Knowhow und Markenrechten stellen Einkommen aus\nselbstständiger Erwerbstätigkeit dar und sind entsprechend zu verabgaben\n(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2.\nNovember 2011, AHV 2010/30). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts\n9C-965/2011. Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichter Joachim\nHuber, Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Jürg\nSchutzbach Entscheid vom 2. November 2011 in Sachen A.___,\nBeschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marcel Hubschmid,\nAdvokatur Fischer & Partner, Freigutstrasse 7, 8002 Zürich, gegen\nSozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse des\nKantons St. Gallen, Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen,\nBeschwerdegegnerin, betreffend persönliche Beiträge 2004 - 2009\n(Übertragung Knowhow; Markenrechte) Sachverhalt:\n\nA.\n\nA.a A.___ ist bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen (kantonale\nAusgleichskasse) als beitragspflichtiger selbstständig Erwerbender erfasst. Auf Grund\neines am 16. Dezember 2002 abgeschlossenen Rahmenvertrags (Kaufvertrag/\nKnowhow-Transfer) übertrug der Beitragspflichtige die Aktiven und die\nGeschäftsführung seiner Einzelfirma B.___ auf den 1. Juli 2003 an C.___. Hierzu\nveräusserte er diesem zum Kaufpreis von maximal 2,1 Millionen Franken sämtliche\nMaschinen, Mobilien und Einrichtungen der Einzelfirma sowie sämtliche Vorräte. In der\nVereinbarung betreffend \"Knowhow-Transfer und Gewährung technischer Hilfe\"\nvereinbarten die Vertragsparteien sodann die Übergabe der Rechte an in der Schweiz\neingetragenen Marken zum Preis von 1,8 Millionen Franken, zahlbar in 10 Jahresraten à\nFr. 180'000.--. Mit diesem Betrag wurde auch eine (mindestens) zweieinhalbjährige\n\n© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/9\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nEinführungsphase, während welcher der Beitragspflichtige dem Käufer beratend zur\nSeite stand und ihn in sämtliches Knowhow einführte, abgegolten (act. G 3.13 und\n3.14). Ab 2004 bis 2008 löste A.___ erfolgswirksame Rückstellungen für allfällige\nHaftungsforderungen aus dem Vertrag von Fr. 90'000.-- auf, was einem jährlichen\nBetrag von Fr. 18'000.-- entsprach (act. G 3.12).\n\nA.b Mit Beitragsverfügungen vom 23. Juni 2009 setzte die Sozialversicherungsanstalt\ndes Kantons St. Gallen das beitragspflichtige Einkommen des Versicherten für die\nJahre 2004 bis 2009 jeweils auf Fr. 181'200.-- und die persönlichen Beiträge auf Fr.\n17'472.-- (inkl. Verwaltungskosten) fest. Mit Verzugszinsverfügungen vom 25. Juni\n2009 forderte sie sodann Verzugszinsen in Höhe von Fr. 3'919.05 (Beiträge 2004), Fr.\n3'045.45 (Beiträge 2005), Fr. 2'171.85 (Beiträge 2006), Fr. 1'298.25 (Beiträge 2007) und\nFr. 424.65 (Beiträge 2008) (act. G 3.4 - 3.5). Mit Nachtragsverfügungen vom 14. Juli\n2009 setzte die Sozialversicherungsanstalt auf Antrag des Versicherten das\nbeitragspflichtige Einkommen für die Jahre 2007 bis 2008 auf Fr. 1'200.--, die darauf zu\nentrichtenden Beiträge auf Fr. 63.-- (inkl. Verwaltungskosten) fest (act. G 3.2). Mit einer\nweiteren Nachtragsverfügung vom 14. Juli 2009 setzte sie schliesslich das\nbeitragspflichtige Einkommen für das Jahr 2009 auf Fr. 0.-- und dementsprechend\nauch die Beiträge auf Fr. 0.-- fest (act. G 3.3).\n\nA.c Gegen die Verfügungen vom 23. Juni 2009 erhob der Beitragspflichtige am 15. Juli/\n3. August 2009 Einsprache, mit welcher er im Wesentlichen geltend machte, die den\nBeitragsverfügungen zu Grunde gelegten Einkommen (aus dem Verkauf der\nMarkenrechte) stellten kein Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit dar. So\ngehe auch die Steuerbehörde nicht von einer selbstständigen Erwerbstätigkeit aus.\nVielmehr stelle der Erlös aus den Markenrechten einen nicht abgabepflichtigen\noriginären Goodwill dar (act. G 3.8 und 3.9). Mit Entscheid vom 30. August 2010 wies\ndie Sozialversicherungsanstalt die Einsprache ab. Die absolute Verbindlichkeit der\nAngaben der Steuerbehörden für die Ausgleichskassen beschränke sich auf die\nBemessung des massgebenden Einkommens und des im Betrieb investierten\nEigenkapitals. Wer jedoch für ein von der Steuerbehörde gemeldetes Einkommen\nbeitragspflichtig sei und ob davon Beiträge geschuldet seien, sei auf Grund des AHV-\nRechts und nicht des Steuerrechts zu beurteilen. Zwar sei dem Einsprecher\nbeizupflichten, dass die jährlich vereinnahmten Einkünfte von Fr. 180'000.-- keine\nLizenzeinnahmen aus Patenten sondern betriebswirtschaftlichen Goodwill darstellten.\n\n"}