{"Signatur": "SG_VSG_001", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2011-05-19", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_VSG_001_AHV-2010-28_2011-05-19.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=4866&type=1563347022&cHash=b78168d9c2da7c1461fe526dfdb3f120", "Checksum": "e9eb5585d0b5b5a7553b77bb65f471e7"}, "Scrapedate": "2025-07-19", "Num": ["AHV 2010/28"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Versicherungsgericht 19.05.2011 AHV 2010/28"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Versicherungsgericht 19.05.2011 AHV 2010/28"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Versicherungsgericht 19.05.2011 AHV 2010/28"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "AHV - Alters- und Hinterlassenenversicherung"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Art. 11 Abs. 1 AHVG. Herabsetzung von AHV/IV/EO-Beitragsschulden. Mit Blick auf einen Einnahmeüberschuss von Fr. 2'837.-- fällt eine Herabsetzung ausser Betracht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Mai 2011, AHV 2010/28).\r\n \r\nAbteilungspräsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichter Martin Rutishauser, a.o. Versicherungsrichter Christian Zingg; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen\r\n \r\nEntscheid vom 19. Mai 2011\r\n \r\nin Sachen\r\n \r\nA.___,\r\nBeschwerdeführer,\r\n \r\ngegen\r\n \r\nSozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse des Kantons St. Gallen, Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen,\r\nBeschwerdegegnerin,\r\n \r\nbetreffend\r\n \r\nBeitragsherabsetzung / Erlass\r\n \r\nSachverhalt:"}], "ScrapyJob": "446973/61/1836", "Zeit UTC": "19.07.2025 10:40:42", "Checksum": "8d30717551387b918873438e1e3cfa37", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Versicherungsgericht 19.05.2011 AHV 2010/28\nRegeste:\nArt. 11 Abs. 1 AHVG. Herabsetzung von AHV/IV/EO-Beitragsschulden. Mit Blick auf einen Einnahmeüberschuss von Fr. 2'837.-- fällt eine Herabsetzung ausser Betracht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Mai 2011, AHV 2010/28).\r\n \r\nAbteilungspräsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichter Martin Rutishauser, a.o. Versicherungsrichter Christian Zingg; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen\r\n \r\nEntscheid vom 19. Mai 2011\r\n \r\nin Sachen\r\n \r\nA.___,\r\nBeschwerdeführer,\r\n \r\ngegen\r\n \r\nSozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse des Kantons St. Gallen, Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen,\r\nBeschwerdegegnerin,\r\n \r\nbetreffend\r\n \r\nBeitragsherabsetzung / Erlass\r\n \r\nSachverhalt:\n\n3.2.4 Was die übrigen vom Beschwerdeführer geltend gemachten Auslagen anbelangt,\nso können die Fragen offen gelassen werden, ob und bejahendenfalls in welchem\nBetrag sie anzurechnen sind (zur möglichen Anrechenbarkeit von Unterhalts-,\nHeizkosten, von Krankenkassenprämien, von Auslagen für Altersvorsorge, von\ntatsächlich zu bezahlenden Gesundheitskosten und von Berufsauslagen vgl. Anhang 4,\nS. 158 ff. WSN). Denn selbst wenn sie im vollen Betrag anerkannt würden, müsste das\nHerabsetzungsgesuch abgewiesen werden (vgl. nachfolgende E. 3.4). Würden diese\nBeträge berücksichtigt, so resultierte ein Existenzminimum von Fr. 9'155.-- (Fr. 2'900.--\nHypothekarzinsen + Fr. 300.-- Heizung/Strom + Fr. 1'400.-- Krankenkassenprämien\n+ Fr. 1'780.-- Grundbetrag Ehepaar + Fr. 575.-- Erhöhung Grundbetrag + Fr. 600.--\nUnterhalt Liegenschaft/Zahnarzt + Fr. 600.-- Altersvorsorge + Fr. 300.-- öffentlicher\nVerkehr + Fr. 400.-- Versicherungen + Fr. 300.-- Diverses).\n\n3.3 Bei der Bestimmung der anrechenbaren Einkommen - nicht zu verwechseln mit der\npfändbaren Quote - sind mit den Parteien die IV-Rentenleistungen von Fr. 3'192.--\nsowie das Einkommen der Ehefrau von Fr. 7'000.-- heranzuziehen. Umstritten ist\nindessen die Höhe des vom Beschwerdeführer erzielten Verdienstes. Während der\nBeschwerdeführer einen provisorischen Betrag von Fr. 1'000.-- geltend macht (act. G 1\nund G 3.103), berücksichtigte die Beschwerdegegnerin einen Verdienst von Fr. 1'800.--\n(act. G 3.106). Sie stellte dabei auf das von den Steuerbehörden veranlagte\nEinkommen von 2008 ab (vgl. hierzu act. G 3.86). Mit Blick darauf, dass der\nBeschwerdeführer einen Bruttolohn von Fr. 38'000.-- in den Jahren 2008 und 2009\nbezog und er selbst am 12. Juli 2010 angab, dass er ein monatliches Einkommen von\nungefähr Fr. 2'000.-- beziehe (act. G 3.104), ist mit der Beschwerdegegnerin von einem\nanrechenbaren Einkommen von mindestens Fr. 1'800.-- auszugehen. Das\nanrechenbare Einkommen beträgt damit insgesamt mindestens Fr. 11'992.--\n(Fr. 3'192.-- + Fr. 7'000.-- + Fr. 1'800.--).\n\n© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/8\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\n3.4 Damit übersteigen die verfügbaren Mittel aus Einkünften das Existenzminimum\nselbst bei ungeprüfter Übernahme der geltend gemachten Auslagen und einer\nErhöhung des Grundbetrags (E. 3.2.1 ff.) um mindestens Fr. 2'837.-- (Fr. 11'992.-- -\nFr. 9'155.--), weswegen der Beschwerdeführer die geschuldeten Beiträge\nunvermindert zu bezahlen hat (Urteil des EVG vom 26. Juli 2002, H 395/01, E. 4b mit\nHinweisen auf die Rechtsprechung in E. 4a). Nicht entscheidend ist, ob der\nBeschwerdeführer bei Bezahlung der vollen Beitragsschuld zahlungsunfähig würde, da\ndie Möglichkeit besteht, mit der Ausgleichskasse Abzahlungsvereinbarungen zu treffen\n(Urteil des EVG vom 25. Juli 2003, H 72/03, E. 3.2). In Anbetracht dieser Umstände ist\nnicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin mit Einspracheentscheid vom\n25. August 2010 einen Anspruch des Beschwerdeführers auf Herabsetzung der für die\nJahre 1998 und 1999 geschuldeten AHV/IV/EO-Beiträge verneinte.\n\n4.\n\nDie Beschwerde ist abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a\ndes Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG;\nSR 830.1]).\n\nDemgemäss hat das Versicherungsgericht\n\nim Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP\n\nentschieden:\n\n1. Die Beschwerde wird abgewiesen.\n\n2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.\n\n© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/8\n"}