{"Signatur": "SG_VSG_001", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2010-11-05", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_VSG_001_AHV-2009-8--KZL-2010_2010-11-05.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=5012&type=1563347022&cHash=f50baa06005ee474579bc1b416cdff77", "Checksum": "88d3d1bf037dec265a01340540b75f07"}, "Scrapedate": "2026-05-12", "Scrapetime": "20:39:13", "Num": ["AHV 2009/8, KZL 2010/10"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Versicherungsgericht 05.11.2010 AHV 2009/8, KZL 2010/10"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Versicherungsgericht 05.11.2010 AHV 2009/8, KZL 2010/10"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Versicherungsgericht 05.11.2010 AHV 2009/8, KZL 2010/10"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "AHV - Alters- und Hinterlassenenversicherung"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Art. 52 AHVG, Schadenersatzpflicht eines Organs einer Gesellschaft für nicht geleistete bundes- und kantonalrechtliche Beiträge sowie für nicht an den berechtigten Arbeitnehmer weitergeleitete Kinderzulagen. Vorliegend qualifiziertes Verschulden bejaht, da grobfahrlässig zu tiefe Akontobeiträge erwirkt wurden und grobfahrlässig nicht für eine korrekte Beitragszahlung und Weiterleitung der Kinderzulagen gesorgt wurde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. November 2010, AHV 2009/8 und KZL 2010/10)."}], "ScrapyJob": "446973/61/2140", "Zeit UTC": "12.05.2026 20:39:13", "Checksum": "eeab60e4f59fb6430311eeac7242e121", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Versicherungsgericht 05.11.2010 AHV 2009/8, KZL 2010/10\nRegeste:\nArt. 52 AHVG, Schadenersatzpflicht eines Organs einer Gesellschaft für nicht geleistete bundes- und kantonalrechtliche Beiträge sowie für nicht an den berechtigten Arbeitnehmer weitergeleitete Kinderzulagen. Vorliegend qualifiziertes Verschulden bejaht, da grobfahrlässig zu tiefe Akontobeiträge erwirkt wurden und grobfahrlässig nicht für eine korrekte Beitragszahlung und Weiterleitung der Kinderzulagen gesorgt wurde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. November 2010, AHV 2009/8 und KZL 2010/10).\n\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nFall-Nr.: AHV 2009/8, KZL 2010/10\nStelle: Versicherungsgericht\nRubrik: AHV - Alters- und Hinterlassenenversicherung\nPublikationsdatum: 06.09.2019\nEntscheiddatum: 05.11.2010\n\nEntscheid Versicherungsgericht, 05.11.2010\nArt. 52 AHVG, Schadenersatzpflicht eines Organs einer Gesellschaft für nicht\ngeleistete bundes- und kantonalrechtliche Beiträge sowie für nicht an den\nberechtigten Arbeitnehmer weitergeleitete Kinderzulagen. Vorliegend\nqualifiziertes Verschulden bejaht, da grobfahrlässig zu tiefe Akontobeiträge\nerwirkt wurden und grobfahrlässig nicht für eine korrekte Beitragszahlung\nund Weiterleitung der Kinderzulagen gesorgt wurde (Entscheid des\nVersicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. November 2010, AHV\n2009/8 und KZL 2010/10).\n\nVizepräsidentin Marie-Theres Rüegg Haltinner, Versicherungsrichterinnen Marie Löhrer\nund Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen\n\nEntscheid vom 5. November 2010\n\nin Sachen\n\nV.___,\n\nBeschwerdeführer,\n\nRekurrent,\n\ngegen\n\nOstschweizerische Ausgleichskasse für Handel und Industrie, Lindenstrasse 137,\nPostfach 345, 9016 St. Gallen,\n\nBeschwerdegegnerin,\nVorinstanz,\n\n© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/14\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nbetreffend\n\nSchadenersatzforderung\n\nbundesrechtlicher Streitwert Fr. X\n\nkantonalrechtlicher Streitwert Fr. Y\n\nSachverhalt:\n\nA.\n\nA.a Die A.___ - seit Januar 2004: B.___ (nachfolgend: die Gesellschaft) wurde am\nNovember 1993 ins Handelsregister des Kantons St. Gallen eingetragen. Gemäss\nHandelsregistereintrag amtete V.___ vom Januar 2003 bis Januar 2004 als\nGeschäftsführer und danach als Verwaltungsratspräsident bzw. seit Dezember 2004 als\neinziges Verwaltungsratsmitglied der Gesellschaft (act. G 7.15). Die Gesellschaft war\nder Ostschweizerischen Ausgleichskasse für Handel und Industrie als beitragspflichtige\nArbeitgeberin angeschlossen (vgl. act. G 7.2). Am April 2005 wurde über die\nGesellschaft der Konkurs eröffnet (act. G 7.33). Das Konkursverfahren wurde mit\nVerfügung des Konkursrichters vom Dezember 2006 als geschlossen erklärt, und die\nGesellschaft wurde von Amtes wegen gelöscht (act. G 7.15).\n\nA.b Die Ostschweizerische Ausgleichskasse für Handel und Industrie forderte von\nV.___ in der Verfügung vom 4. April 2007 Schadenersatz für entgangene\nsozialversicherungsrechtliche Beiträge, Beiträge an die Familienausgleichskasse,\nVerzugszinsen und Mahnbemühungen im Gesamtbetrag von Fr. 37'902.30 (act.\nG 7.17).\n\nB.\n\nB.a Gegen diese Verfügung erhob V.___ am 25. April 2007 Einsprache (act. G 7.18). In\nder Einsprachebegründung vom 31. Mai 2007 brachte er vor, dass bei der Bemessung\nder Schadenersatzforderung auf Löhne abgestellt worden sei, die gar nicht zur\nAusrichtung gelangt seien (act. G 7.21).\n\n© Kanton St.Gallen 2026 Seite 2/14\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nB.b Mit Entscheid vom 28. Mai 2009 wies die Ostschweizerische Ausgleichskasse für\nHandel und Industrie die Einsprache vom 25. April 2007 ab. Zur Berechnung der\nSchadenersatzforderung führte sie aus, dass auch die nicht durch die Konkursmasse\ngedeckten Lohnforderungen beitragspflichtig seien und dass sich aus der Jahres- und\nSchlussabrechnung 2004 und 2005 eine Nachbelastung von Fr. 17'508.30 für das Jahr\n2004 ergeben habe, die sich durch die Rückforderungen von zu viel ausbezahlten\nKinderzulagen zusätzlich auf Fr. 17'866.30 erhöht habe. Zusammen mit den\nunbezahlten Akontobeiträgen der Monate Oktober, November und Dezember 2004\nhabe der gesamte Ausstand für das Jahr 2004 zu diesem Zeitpunkt Fr. 24'326.95\nbetragen. Da für das Jahr 2005 keine Lohnzahlungen mehr erfolgt seien, seien die\nbereits erhobenen Akontobeiträge wieder gutgeschrieben worden. Gestützt auf einen\nEntscheid des Kreisgerichts Werdenberg-Sargans vom 21. September 2004 sei die\nGesellschaft verpflichtet worden, einem ehemaligen Arbeitnehmer, C.___, nachträglich\nfür das Jahr 2003 einen AHV-pflichtigen Lohn nachzuzahlen. Dies habe eine\nNachtragsverfügung in der Höhe von Fr. 13'575.35 ausgelöst. Insgesamt betrage die\nSchadenersatzforderung daher Fr. 37'902.30. Sämtliche Voraussetzungen für einen\nSchadenersatzanspruch gegen V.___ seien erfüllt (act. G 7.23).\n\nC.\n\n"}