{"Signatur": "SG_VSG_001", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2010-08-17", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_VSG_001_AHV-2009-17--KZL-200_2010-08-17.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=5018&type=1563347022&cHash=e7de7db351439a2047e4e48f9269ba9e", "Checksum": "8751ae0b62c872935db9b80aa2613505"}, "Scrapedate": "2026-05-12", "Scrapetime": "20:41:57", "Num": ["AHV 2009/17, KZL 2009/4"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Versicherungsgericht 17.08.2010 AHV 2009/17, KZL 2009/4"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Versicherungsgericht 17.08.2010 AHV 2009/17, KZL 2009/4"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Versicherungsgericht 17.08.2010 AHV 2009/17, KZL 2009/4"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "AHV - Alters- und Hinterlassenenversicherung"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Art. 3 Abs. 1 Satz 1, Art. 14 Abs. 1 AHVG und Art. 39 Abs. 1 AHVV. Unterschied zwischen Beitragspflicht und Beitragsbezug. Realisierungsprinzip: Entstehung des Anspruchs auf Bonusse. Widerlegung der Vermutung, dass die buchhalterische, valutamässige Erfassung von Bonuszahlungen als Aufwand mit deren Realisierung deckungsgleich ist (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. August 2010, AHV 2009/17 und KZL 2009/4)."}], "ScrapyJob": "446973/61/2140", "Zeit UTC": "12.05.2026 20:41:57", "Checksum": "7f788fb492b1af81b4990736ac5597ed", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Versicherungsgericht 17.08.2010 AHV 2009/17, KZL 2009/4\nRegeste:\nArt. 3 Abs. 1 Satz 1, Art. 14 Abs. 1 AHVG und Art. 39 Abs. 1 AHVV. Unterschied zwischen Beitragspflicht und Beitragsbezug. Realisierungsprinzip: Entstehung des Anspruchs auf Bonusse. Widerlegung der Vermutung, dass die buchhalterische, valutamässige Erfassung von Bonuszahlungen als Aufwand mit deren Realisierung deckungsgleich ist (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. August 2010, AHV 2009/17 und KZL 2009/4).\n\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nFall-Nr.: AHV 2009/17, KZL 2009/4\nStelle: Versicherungsgericht\nRubrik: AHV - Alters- und Hinterlassenenversicherung\nPublikationsdatum: 06.09.2019\nEntscheiddatum: 17.08.2010\n\nEntscheid Versicherungsgericht, 17.08.2010\nArt. 3 Abs. 1 Satz 1, Art. 14 Abs. 1 AHVG und Art. 39 Abs. 1 AHVV.\nUnterschied zwischen Beitragspflicht und Beitragsbezug.\nRealisierungsprinzip: Entstehung des Anspruchs auf Bonusse. Widerlegung\nder Vermutung, dass die buchhalterische, valutamässige Erfassung von\nBonuszahlungen als Aufwand mit deren Realisierung deckungsgleich ist\n(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17.\nAugust 2010, AHV 2009/17 und KZL 2009/4).\n\nPräsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und\n\nMarie-Theres Rüegg Haltinner; a.o. Gerichtsschreiber Jorge Lopez\n\nEntscheid vom 17. August 2010\n\nin Sachen\n\nM.___,\n\nBeschwerdeführerin,\n\nvertreten durch ZANONI + AEGERTER, AG für Steuer- und Wirtschaftsberatung,\n\nZürcherstrasse 82, 8640 Rapperswil SG,\n\ngegen\n\nSPIDA AHV Ausgleichskasse, Bergstrasse 21, Postfach, 8044 Zürich,\n\nBeschwerdegegnerin,\n\n© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/8\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nbetreffend\n\nNachbelastung von paritätischen Beiträgen 2005 bis 2008\n\nSachverhalt:\n\nA.\n\nA.a Die AHV-Ausgleichskasse Spida führte am 16. Juni 2009 bei der M.____ AG,\nSanitär und Spenglerei, eine Arbeitgeberkontrolle für die Periode vom 1. Januar 2005\nbis zum 31. Dezember 2008 an Ort und Stelle durch. Anlässlich dieser Kontrolle\nrechnete der ausführende Revisor für die Beitragsperiode vom 1. Januar 2005 bis zum\n31. Dezember 2005 unter anderem an die Mitarbeiter J.___ M.___ und M.___ M.___\nausgerichtete Bonuszahlungen von je Fr. 20'000.-- auf, die zwar im Jahr 2004\nbuchhalterisch gutgeschrieben, aber erst im Jahr 2005 effektiv realisiert worden seien\n(act. G 5.1/4). Mit Nachtragsverfügung vom 25. Juni 2009 forderte die Ausgleichskasse\neine Beitragsnachzahlung von Fr. 6'484.05 wovon Fr. 793.10 FAK-Beiträge, Fr. 69.60\nVerwaltungskosten und Fr. 970.70 Zinsen und wies darauf hin, dass diese\nAbrechnungsperiode sich auf den Zeitpunkt der Auszahlung (Realisierungsprinzip)\nbeziehe und daher mit dem Jahr, in welchem die Löhne im individuellen Konto (IK)\nverbucht werden, nicht übereinstimmen müsse (act. G. 5.1/3).\n\nA.b Gegen diese Nachtragsverfügung liess die Arbeitgeberin am 1. Juli 2009\nEinsprache erheben. Sie beantragte darin, die Nachtragsverfügung sei um die\nBonuszahlungen von insgesamt Fr. 40'000.-- zu reduzieren. Diese Bonuszahlungen\nseien in der Buchhaltung der Erfolgsrechnung 2004 als Personalaufwand belastet und\nper 31. Dezember 2004 dem Darlehenskontokorrent der Begünstigten gutgeschrieben\nworden. Diese Zahlungen gälten praxisgemäss als im Jahr 2004 erfolgt, so dass die\nAusgleichkasse die entsprechenden Beträge im Jahr 2005 nicht als beitragspflichtigen\nLohn berücksichtigen könne. Zudem habe sich eine formelle Nachtragsverfügung vom\n4. Mai 2005 mit der Beitragsperiode vom 1. Januar 2001 bis zum 31. Dezember 2004\nbefasst. Damit könne für den Zeitraum vor dem 1. Januar 2005 keine Nachforderung\ngestellt werden. Ein Revisionsgrund liege nicht vor (act. 5.1/5).\n\n© Kanton St.Gallen 2026 Seite 2/8\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nA.cDie Arbeitgeberin liess am 3. August 2009 mitteilen, es seien keine datierten\nGutschriftenbelege für die fraglichen Bonuszahlungen erstellt worden. Die\nBonusgutschrift sei anlässlich der Abschlusserstellung lediglich als Gutschrift auf dem\nKontokorrent von J.___ M.___ innerhalb ihrer Buchhaltung mit Valutadatum 31.\nDezember 2004 erfolgt (act. G 5.1/8). Gleichzeitig wurden zwei Buchungsbelege vom\n13. April 2005 zu den Akten eingereicht, wonach die Valutierung für die beiden\nBonuszahlungen am 31. Dezember 2004 erfolgt sei (act. G 5.1/7).\n\nA.d Mit Entscheid vom 2. September 2009 wies die Ausgleichskasse die Einsprache\nab, weil die entsprechenden Bonuszahlungen erst im Jahre 2005, anlässlich der\nAbschlusserstellung, aktenkundig realisiert worden seien. Die nachträgliche\nLohnaufrechnung im Beitragsjahr 2005 sei somit rechtens und die Beantwortung der\nFrage eines rechtmässigen Rückkommenstitels für das Beitragsjahr 2004 werde damit\nobsolet (act. G 5.1/6).\n\nB.\n\n"}