{"Signatur": "SG_VSG_001", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2007-09-24", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_VSG_001_AHV-2006-33--KZL-200_2007-09-24.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=6307&type=1563347022&cHash=f64e8f89f865853c20ad19f82fd46ee5", "Checksum": "ead996a0a71255d055f9e68342263fa0"}, "Scrapedate": "2026-05-12", "Scrapetime": "21:11:43", "Num": ["AHV 2006/33, KZL 2007/8"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Versicherungsgericht 24.09.2007 AHV 2006/33, KZL 2007/8"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Versicherungsgericht 24.09.2007 AHV 2006/33, KZL 2007/8"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Versicherungsgericht 24.09.2007 AHV 2006/33, KZL 2007/8"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "AHV - Alters- und Hinterlassenenversicherung"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Die Verletzung von Art. 35 Abs. 2 AHVV gilt als grobfahrlässig i.S. von Art. 52 AHVG, sofern keine besonderen Umstände vorliegen, die die Verletzung der Meldepflicht rechtfertigen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. September 2007, AHV 2006/33 und KZL 2007/8).\r\n\r\nBestätigt durch Urteil des Bundesgerichts Prozess 9C_778/2007"}], "ScrapyJob": "446973/61/2140", "Zeit UTC": "12.05.2026 21:11:43", "Checksum": "6d11d6fcf78b4d4b036596d3a98ca5fd", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Versicherungsgericht 24.09.2007 AHV 2006/33, KZL 2007/8\nRegeste:\nDie Verletzung von Art. 35 Abs. 2 AHVV gilt als grobfahrlässig i.S. von Art. 52 AHVG, sofern keine besonderen Umstände vorliegen, die die Verletzung der Meldepflicht rechtfertigen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. September 2007, AHV 2006/33 und KZL 2007/8).\r\n\r\nBestätigt durch Urteil des Bundesgerichts Prozess 9C_778/2007\n\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nFall-Nr.: AHV 2006/33, KZL 2007/8\nStelle: Versicherungsgericht\nRubrik: AHV - Alters- und Hinterlassenenversicherung\nPublikationsdatum: 04.03.2020\nEntscheiddatum: 24.09.2007\n\nEntscheid Versicherungsgericht, 24.09.2007\nDie Verletzung von Art. 35 Abs. 2 AHVV gilt als grobfahrlässig i.S. von Art. 52\nAHVG, sofern keine besonderen Umstände vorliegen, die die Verletzung der\nMeldepflicht rechtfertigen (Entscheid des Versicherungsgerichts des\nKantons St. Gallen vom 24. September 2007, AHV 2006/33 und KZL 2007/8).\nBestätigt durch Urteil des Bundesgerichts Prozess 9C_778/2007\n\nPräsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterin Marie-Theres Rüegg Haltinner,\n\nVersicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiberin Iris Scherer\n\nEntscheid vom 24. September 2007\n\nIn Sachen\n\nB.___,\n\nBeschwerdeführer,\n\nvertreten durch Dr. iur. Michael Nonn M.B.L.-HSG, Pestalozzistrasse 2, 9000 St.\nGallen,\n\ngegen\n\nAusgleichskasse Gewerbe St. Gallen, Lindenstrasse 137, Postfach 245, 9016 St.\nGallen,\n\nBeschwerdegegnerin,\n\nbetreffend\n\n© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/14\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nSchadenersatzforderung (C.___ AG in Liq.)\n\nStreitwert bundesrechtliche Forderung: Fr. 114'896.75\n\nStreitwert kantonalrechtliche Forderung: Fr. 15'248.45\n\nhat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:\n\nI.\n\nA.- a) Die C.___ AG (Firma) wurde am 30. Juni 1989 ins Handelsregister des Kantons\nSt. Gallen eingetragen. Sie bezweckte die Ausführung von Bauarbeiten aller Art sowie\ndie Übernahme von Vertretungen. Die Firma übernahm den Geschäftsbetrieb der\nbisherigen Einzelfirma \"D.___\" in St. Gallen. B.___ gehörte dem Verwaltungsrat seit\nEintragung der Firma ins Handelsregister an. Mit Schreiben vom 2. März 2004 legte er\nschliesslich sein Mandat mit sofortiger Wirkung nieder (act. G 1.18). Im Handelsregister\nwurde er am 6. April 2004 (aus dem Tagebuch) ausgetragen. Am 20. April 2004 wurde\nüber die Firma der Konkurs eröffnet. Mangels Aktiven wurde das Konkursverfahren am\n15. September 2004 eingestellt.\n\nb) Mit Verfügung vom 19. April 2006 machte die Kasse gegenüber B.___\nSchadenersatzforderungen in der Höhe von Fr. 130'145.20 für entgangene Beiträge\nbetr. C.___ AG in Liq. geltend. B.___ habe als Verwaltungsrat die Pflicht gehabt dafür\nzu sorgen, dass die der Gesellschaft als Arbeitgeberin übertragenen öffentlichrechtlichen Aufgaben korrekt erfüllt würden. Dies habe er offensichtlich unterlassen,\nweshalb er als haftendes Organ für den entstandenen Schaden aufzukommen habe\n(act. G 1.4).\n\nB.- Mit Entscheid vom 17. November 2006 lehnte die Kasse die Einsprache vom 17.\nMai 2006 gegen die Verfügung vom 19. April 2006 ab. Die Zahlungen für die\nSozialversicherungsbeiträge bis und mit Ende November 2003 seien zwar in der Regel\nkorrekt abgewickelt worden, aber für die Periode ab Dezember 2003 bis zur\nKonkurseröffnung hätten alle Akontobeiträge gemahnt werden müssen. Grundlage für\ndie Beitragsschuld bildeten die definitiven Lohnlisten per Kalenderjahr, anhand derer\ndie definitive Beitragsschuld ermittelt und dann eine Differenzabrechnung für die\nbetreffende Periode, unter Berücksichtigung von geleisteten Zahlungen, erstellt würden\n\n© Kanton St.Gallen 2026 Seite 2/14\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\n(vereinfachtes Beitragsbezugsverfahren). Die Höhe der zu erwartenden Lohnsummen\nerfrage sie bei den angeschlossenen Firmen jeweils anfangs Kalenderjahr und weise\ndiese daraufhin, dass Änderungen der Lohnsummen von plus oder minus 10%\numgehend zu melden seien. Damit könne vermieden werden, dass sich per Ende\nKalenderjahr grosse Differenzen ergäben. Bei der Firma C.___ AG habe diese Differenz\nnach Einreichung der Jahresabrechnung 2003 56% betragen. Es seien keine\nangemessenen und zeitgerechten Massnahmen und Weisungen getroffen worden, um\ndie geschuldeten Sozialbeiträge zu begleichen. Passivität trotz (möglicher) Kenntnis\nausstehender Beitragszahlungen sei als grobe Fahrlässigkeit zu werten. B.___ habe\ndeshalb grobfahrlässig gehandelt. Anhaltspunkte für die Rechtmässigkeit des Handelns\noder die Schuldlosigkeit des Einsprechers bestünden keine (act. G 1.1).\n\n"}