{"Signatur": "SG_VSG_001", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2018-06-27", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_VSG_001_ABV-2017-7_2018-06-27.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=2696&type=1563347022&cHash=1602cb4cefafebc413c43232e0191494", "Checksum": "fe9efbf304050fe0b2369ec24d56f257"}, "Scrapedate": "2026-07-18", "Scrapetime": "22:55:31", "Num": ["ABV 2017/7"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Versicherungsgericht 27.06.2018 ABV 2017/7"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Versicherungsgericht 27.06.2018 ABV 2017/7"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Versicherungsgericht 27.06.2018 ABV 2017/7"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Kantonales Recht (Alimentenbevorschussung, a.o.EL, iPV, Elternsc"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Art. 10 VV zum GIVU. Rückerstattung unrechtmässig bezogener Vorschüsse. Infolge Verschollenerklärung des getrennt lebenden Ehemannes der Rekurrentin per Januar 2008, fiel ab Februar 2008 der Anspruch auf Unterhaltsleistungen für die Kinder - und damit der Anspruch auf deren Bevorschussung - rückwirkend dahin. Aus diesem Grund wurde der Bezug von Alimentenbevorschussung ab diesem Zeitpunkt unrechtmässig, weshalb diese zurückzuerstatten ist. Dabei handelt es sich nicht um eine Wiederaufnahme des Verfahrens nach Art. 81 Abs. 1 VRP, sondern um eine Anpassung an einen nachträglich veränderten Sachverhalt (Erw. 3). Die Rückforderung verjährt gemäss Art. 67 Abs. 1 OR (ungerechtfertigte Bereicherung) ein Jahr nach Kenntnis und zehn Jahre nach Entstehung des Anspruchs (Erw. 4.2 f.) (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. 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Die Rückforderung verjährt gemäss Art. 67 Abs. 1 OR (ungerechtfertigte Bereicherung) ein Jahr nach Kenntnis und zehn Jahre nach Entstehung des Anspruchs (Erw. 4.2 f.) (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. Juni 2018, ABV 2017/7).\n\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nFall-Nr.: ABV 2017/7\nStelle: Versicherungsgericht\nKantonales Recht (Alimentenbevorschussung, a.o.EL, iPV,\nRubrik:\nElternsc\nPublikationsdatum: 27.06.2018\nEntscheiddatum: 27.06.2018\n\nEntscheid Versicherungsgericht, 27.06.2018\nArt. 10 VV zum GIVU. Rückerstattung unrechtmässig bezogener Vorschüsse.\nInfolge Verschollenerklärung des getrennt lebenden Ehemannes der\nRekurrentin per Januar 2008, fiel ab Februar 2008 der Anspruch auf\nUnterhaltsleistungen für die Kinder - und damit der Anspruch auf deren\nBevorschussung - rückwirkend dahin. Aus diesem Grund wurde der Bezug\nvon Alimentenbevorschussung ab diesem Zeitpunkt unrechtmässig, weshalb\ndiese zurückzuerstatten ist. Dabei handelt es sich nicht um eine\nWiederaufnahme des Verfahrens nach Art. 81 Abs. 1 VRP, sondern um eine\nAnpassung an einen nachträglich veränderten Sachverhalt (Erw. 3). Die\nRückforderung verjährt gemäss Art. 67 Abs. 1 OR (ungerechtfertigte\nBereicherung) ein Jahr nach Kenntnis und zehn Jahre nach Entstehung des\nAnspruchs (Erw. 4.2 f.) (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons\nSt. Gallen vom 27. Juni 2018, ABV 2017/7).\n\nEntscheid vom 27. Juni 2018\n\nBesetzung\n\nPräsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann und\nMarie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Jürg Schutzbach\n\nGeschäftsnr.\n\nABV 2017/7\n\nParteien\n\n© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/13\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nA.___,\n\nRekurrentin,\n\nvertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marcel Kuhn, Studer Anwälte AG, Hauptstrasse\n11a, Postfach 2125, 8280 Kreuzlingen,\n\ngegen\n\nSoziale Dienste St. Gallen, Brühlgasse 1,\n\n9004 St. Gallen,\n\nVorinstanz,\n\nGegenstand\n\nRevision der Alimentenbevorschussung\n\nSachverhalt\n\nA.\n\nA.a Mit Entscheid der Vizepräsidentin der 4. Abteilung des Bezirksgerichts St. Gallen\nbetreffend Eheschutzmassnahmen vom 3. Juli 2000 wurde B.___ verpflichtet, ab dem\n1. Juni 2000 monatlich Fr. 1'511.--, ab 1. Juli 2001 monatlich Fr. 1'386.-- an den\nUnterhalt seiner Ehefrau A.___ zu bezahlen. Zudem hatte er ab dem 1. Juni 2000\nmonatlich Fr. 650.-- an den Unterhalt seiner Tochter C.___ sowie Fr. 450.-- für Sohn\nD.___ zu bezahlen (act. G 5.1). In Gutheissung des entsprechenden Gesuchs vom 18.\nSeptember 2001 (nicht bei den Akten) bewilligte das Sozialamt Abteilung Dienste\n(heute: Soziale Dienste) St. Gallen mit Verfügung vom 9. Oktober 2001 die\nBevorschussung der Kinderalimente im Umfang von insgesamt Fr. 1'100.-- monatlich\nab dem 1. Oktober 2001 (act. G 5.2). Die Bevorschussung wurde betreffend C.___ mit\nErreichen der Volljährigkeit per 31. Dezember 2011 eingestellt (Verfügung vom 17.\nNovember 2011 [act. G 5.3]). Die Bevorschussung betreffend D.___ wurde infolge\n\n© Kanton St.Gallen 2026 Seite 2/13\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nwirtschaftlicher Selbstständigkeit des Unterhaltsberechtigten per 30. November 2015\nebenfalls eingestellt (Verfügung vom 6. April 2016 [act. G 5.4]).\n\nA.b Mit Einzelrichterentscheid des Präsidenten des Bezirksgerichts Appenzell I.Rh.\nvom 5. Dezember 2016 wurde B.___ wegen langjähriger Nachrichtenlosigkeit per 3.\nJanuar 2008 für verschollen erklärt (act. 5.5). Mit \"Revisions- und\nEinstellungsverfügung\" vom 5. Oktober 2017 stellten die Sozialen Dienste St. Gallen\ndie Alimentenbevorschussung rückwirkend per 31. Januar 2008 ein und forderten von\nA.___ die im Zeitraum vom 1. Februar 2008 bis zum 30. November 2015 zu viel\nausbezahlten Betreffnisse im Umfang von insgesamt Fr. 72'850.-- zurück (für C.___: 47\nMonate à Fr. 650.--; für D.___ 94 Monate à Fr. 450.-- [act. G 5.9]).\n\nB.\n\n"}