{"Signatur": "SG_VGN_001", "Spider": "SG_Publikationen", "Datum": "2020-02-27", "PDF": {"Datei": "SG_Publikationen/SG_VGN_001_B-2019-17_2020-02-27.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte-detail?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=7044&type=1563347022&cHash=63b0d03dd1784e34ac05e779909c63ef", "Checksum": "bf54eccefd97610916b4963f3508c90d"}, "Scrapedate": "2024-05-27", "Num": ["B 2019/17"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht 27.02.2020 B 2019/17"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht 27.02.2020 B 2019/17"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht 27.02.2020 B 2019/17"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht "}], "ScrapyJob": "446973/74/22", "Zeit UTC": "27.05.2024 04:16:38", "Checksum": "51d1ebb74dea111662a053beb3aeb3ae", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Verwaltungsgericht 27.02.2020 B 2019/17\n\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nFall-Nr.: B 2019/17\nStelle: Verwaltungsgericht\nRubrik: Verwaltungsgericht\nPublikationsdatum: 16.04.2020\nEntscheiddatum: 27.02.2020\n\nEntscheid Verwaltungsgericht, 27.02.2020\nPlanungsrecht, Art. 1, Art. 3 und Art. 15 RPG. Der strittige Teilzonenplan\numfasst neben einer Einzonung eine flächengleiche Auszonung, weshalb\ndaraus keine Bauzonenerweiterung resultiert. Dies entbindet die Gemeinde\naber nicht von ihrer Pflicht, die Einhaltung sämtlicher ordentlicher Regeln\nüber die Dimensionierung der Bauzone gemäss Art. 15 RPG zu prüfen und\nim Planungsbericht nachzuweisen, was im vorliegenden Fall\nfälschlicherweise unterblieb (E. 4), (Verwaltungsgericht, B 2019/17).\n\nEntscheid vom 27. Februar 2020\n\nBesetzung\n\nAbteilungspräsident Eugster; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichter Steiner;\nGerichtsschreiber Bischofberger\n\nVerfahrensbeteiligte\n\nPolitische Gemeinde X.__\n\nBeschwerdeführerin,\n\ngegen\n\nBaudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54,\n9001 St. Gallen,\n\nVorinstanz,\n\nund\n\n© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/11\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nA.__\n\nB.__\n\nBeschwerdegegner,\n\nbeide vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Urs Pfister, Advokaturbüro Pfister,\nMuseumstrasse 35, 9000 St. Gallen,\n\nsowie\n\nC.__\n\nBeschwerdebeteiligter,\n\nGegenstand\n\nTeilzonen- und Überbauungsplan R.__\n\nDas Verwaltungsgericht stellt fest:\n\nA.\nC.__ ist Eigentümer der Grundstücke Nrn. 0001-0004, Grundbuch X.__. Nach dem\ngeltenden Zonenplan der Politischen Gemeinde X.__ vom __ ist die Parzelle Nr. 0003\nvollständig, die Parzelle Nr. 0002 auf einer Fläche im Halte von 1013 m2 und die\nParzelle Nr. 0004 auf einer solchen von 28 m2 der Wohnzone Hanglage (W2-B)\nzugewiesen. Die Parzelle Nr. 0001 liegt vollständig, die Parzelle Nr. 0002 auf einer\nFläche im Halte von 1469 m2 und die Parzelle Nr. 0004 auf einer solchen von 2454 m2\nin der Landwirtschaftszone. Die Grundstücke liegen an einem nach Westen abfallenden\nSteilhang am nordöstlichen Siedlungsrand von X.__. Erschlossen werden sie durch die\nO.__- (Parzelle Nr. 0005), P.__- (Parzelle Nr. 0006) resp. Q.__strasse (Parzelle Nr. 0007),\nalles Gemeindestrassen zweiter Klasse. Entlang der Südgrenze der Parzelle Nr. 0003\nverläuft der Q.__bach (übriges Gewässer, an der südöstlichen Grundstücksecke\neingedolt). Gemäss der Gefahrenkarte des Kantons St. Gallen besteht auf den\nGrundstücken Nrn. 0001-0004 eine mittlere Rutschgefahr und auf Parzelle Nr. 0003\n\n© Kanton St.Gallen 2024 Seite 2/11\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\neine geringe bis mittlere Hochwassergefahr. Am 11. Mai 2012 genehmigte der\nGemeinderat X.__ eine \"überbauungsvereinbarung\" mit C.__ betreffend das\nGrundstück Nr. 0003. Darin verpflichtete sich C.__, dieses bereits damals seit mehr als\n15 Jahren unüberbaute Grundstück innert fünf Jahren nach erfolgreichem Abschluss\neines Umzonungsverfahrens zu überbauen, um einer entschädigungslosen Auszonung\nzuvorzukommen (act. 14/13/7, 19 f., act. 14/23, www.geoportal.ch).\n\nB.\nVom 24. November 2015 bis 23. Dezember 2015 legte der Gemeinderat X.__ den\nTeilzonen- und den überbauungsplan R.__ vom 17. November 2015 öffentlich auf.\nNach dem Teilzonenplan R.__ ist vorgesehen, den östlichen Teil der Wohnzone auf den\nunüberbauten Parzellen Nrn. 0002 f. (452 m2 und 856 m2) resp. die Wohnzone an der\nSüdspitze der Parzelle Nr. 0004 (28 m2) auszuzonen und den südöstlichen Teil der\nParzelle Nr. 0001 (327 m2) sowie den nordwestlichen Teil der Parzelle Nr. 0002\n(1'009 m2) gemäss der entsprechenden Festsetzung im kommunalen Richtplan vom\n10. Januar 2012 (www.__.ch) flächengleich (insgesamt 1'336 m2) von der\nLandwirtschafts- in die Wohnzone Hanglage einzuzonen. Mittels des\nüberbauungsplans R.__ soll der Bau von Terrassenhäusern auf den Parzellen\nNrn. 0001-0003 ermöglicht werden. Dagegen erhoben A.__ und B.__ (Eigentümer der\nmit Einfamilienhäusern überbauten Parzellen Nrn. 0008 und 0009 bzw. 0010) durch\nihren Rechtsvertreter am 21. Dezember 2015 Einsprache beim Gemeinderat X.__ mit\ndem Rechtsbegehren, es sei auf den Teilzonen- und überbauungsplan R.__ unter\nKostenfolge zu verzichten (Ziff. I/1, 3 und 5). Die Grundstücke Nrn. 0002 und 0004\nseien vollständig der Landwirtschaftszone zuzuweisen, die Parzelle Nr. 0003, soweit\ndiese oberhalb des landwirtschaftlichen Fahrwegs, mit Einschluss des\nlandwirtschaftlichen Fahrweges, heute der Bauzone zugeschieden sei (Ziff. 2). Das\nEinspracheverfahren betreffend überbauungsplan R.__ sei zu sistieren, bis über die\nFrage der Zonenordnung rechtskräftig entschieden sei (Ziff. 4). Nach Durchführung\neiner Einspracheverhandlung am 25. Februar 2016 wies der Gemeinderat X.__ die\nEinsprache und den Sistierungsantrag mit Entscheid vom 14. Juni 2016 ab. Nach\nunbenutztem Ablauf der Referendumsfrist gegen den Teilzonenplan R.__ am\n29. Juli 2016 eröffnete er A.__ und B.__ am 3. August 2016 die 14-tägige\nRechtsmittelfrist (Beilage zu act. 14/1, act. 14/13/2, 19-25, 27, 30 f.).\n\nC.\nAm 1. Juli 2016 rekurrierten A.__ und B.__ durch ihren Rechtsvertreter gegen den\nEinspracheentscheid des Gemeinderates X.__ vom 14. Juni 2016 betreffend\nüberbauungsplan R.__ (Verfahren 16-3864, act. 14/1) und am 18. August 2016 gegen\nden zustimmenden Entscheid der Bürgerschaft von X.__ sowie gegen den\n\n© Kanton St.Gallen 2024 Seite 3/11\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\n"}