{"Signatur": "SG_VGN_001", "Spider": "SG_Publikationen", "Datum": "2020-08-13", "PDF": {"Datei": "SG_Publikationen/SG_VGN_001_B-2019-170_2020-08-13.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte-detail?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=9588&type=1563347022&cHash=294ed33483668636b25927f8b399440d", "Checksum": "e6dbb61a6bbe42b914b47d347408b6a0"}, "Scrapedate": "2024-05-27", "Num": ["B 2019/170"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht 13.08.2020 B 2019/170"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht 13.08.2020 B 2019/170"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht 13.08.2020 B 2019/170"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht "}], "ScrapyJob": "446973/74/22", "Zeit UTC": "27.05.2024 03:37:34", "Checksum": "b30273ec65009f8cdf2baeeae6feea93", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Verwaltungsgericht 13.08.2020 B 2019/170\n\nausgeführt hat, hätte über die Aufhebung des am 23. Mai 1997 im Grundbuch\neingetragenen Quellenrechts (Personaldienstbarkeit, Beleg Nr. …) zugunsten der Stadt\nA.__ (act. 12/7/23) der Zivilrichter zu entscheiden (vgl. dazu Art. 736 des\nSchweizerischen Zivilgesetzbuches; SR 210, ZGB, BGer 5A_698/2017 vom\n7. März 2018 in BGE 144 III 88 nicht publizierte E. 4 mit Hinweisen). Überdies hätte die\nRegierung resp. das Baudepartement (vgl. dazu Art. 10, Art. 13 Abs. 1 Ingress und\nZiff. 2 sowie Art. 50 des Gesetzes über die Gewässernutzung; sGS 751.1, GNG) die\nKonzession vom 31. März 1987 für den Wasserbezug aus öffentlichem Grundwasser\n(act. 12/11/4), namentlich das Recht der N.__, in Notsituationen die öffentliche Quelle\nNr. 0024__ vorübergehend zu nutzen (Dispositiv-Ziffer I/4), als verwirkt zu erklären (vgl.\ndazu Art. 65 lit. c des Bundesgesetzes über die Nutzbarmachung der Wasserkräfte,\nWasserrechtsgesetz; SR 721.80, WRG, R. Jagmetti, Schweizerisches\nBundesverwaltungsrecht, Band VII, Energierecht, Basel 2005, N 4624).\n\n2.\nDer Beschwerdeführer stellt die Beweisanträge (act. 8, S. 4-7, 12 Ziff. II/6-8, III/3, IV/B/\n3, act. 21 Ziff. II, III/4), es seien eine mündliche öffentliche Verhandlung sowie ein\nAugen-schein mit Instruktionsverhandlung durchzuführen; er sei zu befragen und\npersönlich anzuhören; es seien die Akten zur Ausscheidung der\nGrundwasserschutzzonen X.__ in den Jahren 1982 und 1988 sowie die Akten zum\nStrafverfahren gegen ihn wegen Trinkwasserverschmutzung aus den Jahren 2012 und\n2015 beizuziehen; es seien Amtsberichte des AFU (Übersicht über sämtliche\nNotwasserfassungen im Kanton St. Gallen sowie über Aufwand und Möglichkeiten zur\nAusscheidung von Schutzzonen bei sämtlichen Notwasserfassungen im Kanton\nSt. Gallen), des Landwirtschaftsamtes (über die Auswirkungen der\nNotwasserfassungen gemäss der Aufstellung des AFU auf die landwirtschaftliche\nBewirtschaftung sowie zum Verhältnis Notwasserfassung/gleiche\nSchutzanforderungen/keine Entschädigung für den Grundeigentümer) sowie der\nVorinstanz oder der Gebäudeversicherung (zu Plan und Unterlagen zur\nkantonsübergreifenden Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in Notlagen und zum\nNachweis der Notwendigkeit des Einbezugs des Quellwassers bei Punkt 30 auf\nParzelle Nr. 0001__ in diese Planung) einzuholen; die Beschwerdegegnerin, die Stadt\nA.__ oder die Vorinstanz habe hinsichtlich der Notwasserfassung beim Punkt 30 die\nperiodische Überprüfung und Ergänzung der Dokumentation (Art. 12 Abs. 2 VTN), das\nVorhandensein des im Versorgungsgebiet erforderlichen Reserve- und\nReparaturmaterials (Art. 15 VTN), den Schutz der Anlagen vor schädlichen\nEinwirkungen (Art. 16 Abs. 2 lit. b VTN), die möglichst dezentrale Gewinnung des\nWassers (Art. 16 Abs. 3 lit. a VTN) sowie Pflege, Unterhalt, Kontrollen und\nWasseranalysen, die für diese Notwasserfassung in den letzten fünf Jahren\n\n© Kanton St.Gallen 2024 Seite 6/18\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\ndurchgeführt worden seien (Art. 16 Abs. 1 und 4 VTN), nachzuweisen. Ferner beantragt\ner, es sei eine Beweisverfügung zu erlassen und ihm dazu Gelegenheit zur\nStellungnahme zu geben.\n\n2.1.\nGestützt auf Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen\nEidgenossenschaft (SR 101, BV) und Art. 64 in Verbindung mit Art. 55 Abs. 1 VRP\nordnet das Verwaltungsgericht eine mündliche Verhandlung an, wenn sie zur Wahrung\nder Parteirechte notwendig ist oder zweckmässig erscheint. Nach Art. 6 Ziff. 1 der\nEuropäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR\n0.101, EMRK) besteht ein Anspruch des Einzelnen, seine Argumente dem Gericht\nmündlich in einer öffentlichen Sitzung vorzutragen, insbesondere in Streitigkeiten in\nBezug auf zivilrechtliche Ansprüche und Verpflichtungen (vgl. dazu BGer 1C_581/2018\nvom 23. Juli 2019 E. 2, BGer 2C_608/2017 vom 24. August 2018 E. 4.2, VerwGE\nB 2019/41 vom 16. Dezember 2019 E. 3.1, VerwGE B 2019/6 vom 1. Juli 2019 E. 2.1,\nVerwGE B 2014/182 vom 27. April 2016/25. Mai 2016 E. 3.1 je mit Hinweisen), soweit\nder Verwaltungsakt der hoheitlich handelnden Behörde massgeblich in Rechte und\nPflichten privatrechtlicher Natur eingreift (vgl. VerwGE B 2018/73 vom 26. Februar 2019\nE. 2.4, VerwGE B 2018/99 vom 13. Januar 2019 E. 2 und VerwGE B 2012/91;\nB 2013/132 vom 8. November 2013 E. 3.2 je mit Hinweisen). Insoweit die EMRK zur\nAnwendung gelangt, gilt die Verpflichtung zur Durchführung einer öffentlichen und\nmündlichen Verhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK indes nicht absolut. Die\nRechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und des\nBundesgerichts lässt ein Absehen von einer öffentlichen und mündlichen Verhandlung\ndann zu, wenn die Beurteilung eines umstrittenen Sachverhalts nicht vom persönlichen\nEindruck der Partei, sondern in erster Linie von den Akten abhängt. Auf die\nDurchführung einer öffentlichen und mündlichen Verhandlung kann unter Umständen\nverzichtet werden, wenn eine Verhandlung nichts zur Klärung der Angelegenheit\nbeiträgt – namentlich wenn keine Tatfragen, sondern reine Rechts- oder\nZulässigkeitsfragen umstritten sind – und die Angelegenheit adäquat aufgrund der\nAkten sowie der schriftlichen Parteivorbringen gelöst werden kann (vgl.\nBGer 2C_89/2019 und 2C_90/2019 je vom 22. August 2019 je E. 4.2 mit Hinweisen).\n\n© Kanton St.Gallen 2024 Seite 7/18\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\n"}