{"Signatur": "SG_VGN_001", "Spider": "SG_Publikationen", "Datum": "2020-08-13", "PDF": {"Datei": "SG_Publikationen/SG_VGN_001_B-2019-170_2020-08-13.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte-detail?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=9588&type=1563347022&cHash=294ed33483668636b25927f8b399440d", "Checksum": "e6dbb61a6bbe42b914b47d347408b6a0"}, "Scrapedate": "2024-05-27", "Num": ["B 2019/170"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht 13.08.2020 B 2019/170"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht 13.08.2020 B 2019/170"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht 13.08.2020 B 2019/170"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht "}], "ScrapyJob": "446973/74/22", "Zeit UTC": "27.05.2024 03:37:34", "Checksum": "b30273ec65009f8cdf2baeeae6feea93", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Verwaltungsgericht 13.08.2020 B 2019/170\n\n© Kanton St.Gallen 2024 Seite 3/18\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\n20-22). Dagegen rekurrierte K.__ durch seinen Rechtsvertreter am 7. November 2016\nan das Baudepartment. Am 7. Juli 2017 reichte das Amt für Umwelt (AFU) einen\nAmtsbericht ein. Am 10. Januar 2018 führte das Baudepartement eine\nEinigungsverhandlung durch, welche erfolglos verlief (act. 12/1, 11, 26). Mit Entscheid\nvom 11. Juli 2019 hiess das Baudepartement den Rekurs teilweise gut, soweit es\ndarauf eintrat, und hob den Einspracheentscheid des Gemeinderates B.__ vom\n20. Oktober 2016 insoweit auf, als K.__ unter Dispositiv-Ziffer 2 amtliche Kosten\nauferlegt worden waren (act. 2).\n\nD.\nGegen den Entscheid des Baudepartements (Vorinstanz) vom 11. Juli 2019 erhob K.__\n(Beschwerdeführer) durch seinen Rechtsvertreter am 24. Juli 2019 Beschwerde beim\nVerwaltungsgericht (act. 1). Am 24. September 2019 (act. 8) ergänzte er die\nBeschwerde mit einer Begründung und dem Rechtsbegehren, es seien der\nangefochtene Entscheid und die – noch ausstehende – Genehmigung der\nGrundwasserschutzzonen inklusive Reglement durch das Baudepartement aufzuheben\n(Ziff. I/1 f.), unter Kosten- und Entschädigungsfolgen unabhängig vom Ausgang des\nVerfahrens in der Hauptsache insbesondere auch für das erstinstanzliche\nEinspracheverfahren (Ziff. I/4). Der Rat der Politischen Gemeinde B.__\n(Beschwerdegegnerin) sei anzuweisen, entweder die erforderlichen Schutzzonen S1,\nS2 und S3 für das Quellwasser beim Punkt 30 auf Parzelle Nr. 0001__ auszuscheiden\n(Ziff. I/3a) oder die Nutzung dieses Quellwassers als Trinkwasser, mit Einschluss der\nFestlegung als Notwasserfassung, aufzuheben (Ziff. I/3b). Mit Vernehmlassung vom\n9. Oktober 2019 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde (act. 11). Am\n4. November 2019 nahm die Beschwerdegegnerin durch ihren Rechtsvertreter Stellung\nund beantragte, die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden\nkönne (act. 14). Mit Replik vom 17. Dezember 2019 bestätigte der Beschwerdeführer\nseine Anträge und Ausführungen (act. 21). Mit Verfügung vom 2. Juni 2020 genehmigte\ndas Baudepartement das angepasste Schutzzonenreglement mit zugehörigem\nUmgrenzungsplan für die Quellfassungen X.__ (act. 28). Dazu liess sich der\nBeschwerdeführer am 15. Juni 2020 vernehmen (act. 31).\n\nAuf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids und die Ausführungen der\nVerfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie die Akten wird, soweit\nwesentlich, in den Erwägungen eingegangen.\n\nDarüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:\n\n© Kanton St.Gallen 2024 Seite 4/18\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\n1.\nDie sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 des\nGesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeeingabe\nvom 24. Juli 2019 (act. 1) erfolgte rechtzeitig und erfüllt zusammen mit der Ergänzung\nvom 24. September 2019 (act. 8) formell und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen\n(Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Der\nBeschwerdeführer ist zur Erhebung des Rechtsmittels befugt (Art. 64 in Verbindung mit\nArt. 45 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist somit grundsätzlich einzutreten.\n\nVerfahrensgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet das vom Rat der\nBeschwerdegegnerin vom 3. Juni 2016 bis 4. Juli 2016 öffentlich aufgelegte\nSchutzzonenreglement mit zugehörigem Umgrenzungsplan für die Quellfassungen\nX.__. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin (act. 14, S. 2 Ziff. 1.1 f.) ist\ndeshalb nachfolgend zu prüfen, ob die Vorinstanz den Erlass dieser\nGrundwasserschutzzone (Art. 20 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer,\nGewässerschutzgesetz; SR 814.20, GSchG, vgl. zu deren Rechtsnatur [Verfügung in\nAnwendung des GSchG] A. Brunner, in: Hettich/Jansen/Norer [Hrsg.], Kommentar zum\nGewässerschutzgesetz und zum Wasserbaugesetz, Zürich 2016, N 21 zu\nArt. 20 GSchG) durch die Beschwerdegegnerin, insbesondere den Verzicht auf die\nAusscheidung einer Schutzzone bei Punkt 30 auf Parzelle Nr. 0001__, auf welchen sich\ndie vorliegende Beschwerde beschränkt (vgl. act. 8, S. 3, 6 Ziff. II/4, III/1), zu Recht\nbestätigt hat (vgl. dazu E. 7 des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 12 f.). Hingegen\nist auf die Beschwerde insoweit nicht einzutreten, als der Beschwerdeführer unter\nZiffer I/3b seines Rechtsbegehrens über den Verfahrensgegenstand hinausgehend\nbeantragt, der Rat der Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, die Nutzung des\nQuellwassers bei Punkt 30 auf der Parzelle Nr. 0001__ als Trinkwasser (vgl. zu diesem\nBegriff Art. 2 lit. a der Verordnung des EDI über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich\nzugänglichen Bädern und Duschanlagen; SR 817.022.11, TBDV, und J. Ackermann, in:\nNiggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar Strafrecht II, 4. Aufl. 2018, N 9 zu\nArt. 234 StGB), mit Einschluss der Festlegung als Notwasserfassung, aufzuheben\n(act. 8, S. 2). Damit braucht im vorliegenden Verfahren nicht untersucht zu werden, ob\ndie Fassung des unterirdischen Gewässers resp. des Quellwassers (vgl. dazu Art. 4\nlit. b GSchG) bei Punkt 30 auf Parzelle Nr. 0001__ resp. die öffentliche Quelle\nNr. 0024__ auf Parzelle Nr. 0000__ gemäss dem Beschwerdeführer (act. 8, S. 12 f.,\nZiff. IV/B/3 f.) nicht als Notwasserfassung bzw. Notbrunnen erforderlich sei, um die\nZiele und Vorgaben der Verordnung über die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung\nin Notlagen (SR 531.32, VTN) zu erreichen. Wie die Beschwerdegegnerin in ihrer\nStellungnahme vom 4. November 2019 (act. 14, S. 2 Ziff. 1.3) des Weiteren zutreffend\n\n© Kanton St.Gallen 2024 Seite 5/18\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\n"}