{"Signatur": "SG_VGN_001", "Spider": "SG_Publikationen", "Datum": "2019-12-19", "PDF": {"Datei": "SG_Publikationen/SG_VGN_001_B-2019-159_2019-12-19.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte-detail?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=6280&type=1563347022&cHash=922d2009422f6ef11272f54770784dc0", "Checksum": "0b4672589765ace3dcf9f0e9ec9d8e6c"}, "Scrapedate": "2024-05-27", "Num": ["B 2019/159"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht 19.12.2019 B 2019/159"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht 19.12.2019 B 2019/159"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht 19.12.2019 B 2019/159"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht "}], "ScrapyJob": "446973/74/22", "Zeit UTC": "27.05.2024 22:02:49", "Checksum": "5ace7add95d914ec1d3b89077b6574e7", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Verwaltungsgericht 19.12.2019 B 2019/159\n\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nFall-Nr.: B 2019/159\nStelle: Verwaltungsgericht\nRubrik: Verwaltungsgericht\nPublikationsdatum: 03.03.2020\nEntscheiddatum: 19.12.2019\n\nEntscheid Verwaltungsgericht, 19.12.2019\nArt. 31 Abs. 1 und 2 GVG (sGS 873.1). Art. 45 sowie Art. 47 Abs. 1 und 3 GVV\n(sGS 873.11). Gebäudeversicherungsleistungen. Bestätigung des\nvorinstanzlichen Entscheids, wonach es sich beim Wasserschaden im\nKellergeschoss des Gebäudes der Beschwerdeführerin nicht um einen durch\ndie GVA versicherten Gebäudeschaden handelt. Das Verwaltungsgericht\nhielt fest, aufgrund des Wasserrückstaus könne der Schaden im\nUntergeschoss des Hauses nicht als Hochwasser bzw. Überschwemmung\nim Sinne von Art. 31 Abs. 1 Ziff. 3 GVG qualifiziert werden. Befragungen von\nweiteren Personen oder die Einholung eines externen Gutachtens wären\nangesichts der geschilderten - aktenkundigen und im Wesentlichen\nunbestrittenen - örtlichen und baulichen Verhältnisse nicht geeignet,\nzusätzliche Fakten bzw. ein anderes Ergebnis mit überwiegender\nWahrscheinlichkeit zu belegen (Verwaltungsgericht, B 2019/159).\n\nEntscheid vom 19. Dezember 2019\n\nBesetzung\n\nAbteilungspräsident Eugster; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichter Steiner;\nGerichtsschreiber Schmid\n\nVerfahrensbeteiligte\n\nA.__,\n\nBeschwerdeführerin,\n\nvertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Amanda Guyot, Graf Niedermann\nRechtsanwälte, St. Leonhard-Strasse 20, 9001 St. Gallen,\n\n© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/14\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\ngegen\n\nGebäudeversicherung des Kantons St. Gallen, Verwaltungsrat, Davidstrasse 37,\nPostfach, 9001 St. Gallen,\n\nVorinstanz,\n\nGegenstand\n\nVersicherungsleistung\n\nDas Verwaltungsgericht stellt fest:\n\nA.\n\nA.a.\nAm 4. September 2017 (act. G 1 III./Ziff. 8) bzw. 6. September 2017 wurde der\nGebäudeversicherung des Kantons St. Gallen (GVA) ein Wasserschaden am\nEinfamilienhaus (EFH) von A.__ gemeldet. Das Schadenermittlungsprotokoll vom 15.\nSeptember 2017 vermerkte als Schadendatum den 31. August 2017, als Schadenbild\n\"Wassereintritt unklar, Wasser in den Böden\" und als Detailursache \"Hochwasser,\nÜberschwemmung\" (act. G 7/3). Mit Schreiben vom 15. September 2017 teilte die GVA\nA.__ mit, dass gemäss ihren Abklärungen das Wasser durch die bauliche Konstruktion\nin das Gebäude habe eindringen können. Schäden, die durch Eindringen von Wasser\ndurch undichte Bauteile entstanden seien, decke die GVA nicht (act. G 7/4).\n\nA.b.\nIn der Verfügung vom 27. September 2017 lehnte die GVA die Erbringung von\nVersicherungsleistungen ab. Schadenursache sei vorliegend nicht eine\nÜberschwemmung infolge Oberflächenwasser, das zu ebener Erde eingedrungen sei.\nVielmehr habe das Wasser konstruktionsbedingt in das Gebäude eindringen können\n(act. G 7/7). Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache (act. G 7/8, 7/10) wies die\nGVA mit Entscheid vom 8. Februar 2018 ab (act. G 7/13). Den gegen diesen Entscheid\nerhobenen Rekurs vom 23. Februar 2018 (act. G 8/1) wies der Verwaltungsrat der GVA\nmit Entscheid vom 26. Juni 2019 ab (act. G 2/2).\n\n© Kanton St.Gallen 2024 Seite 2/14\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nB.\n\nB.a.\nGegen diesen Entscheid erhob Rechtsanwältin lic. iur. Amanda Guyot, St. Gallen, für\nA.__ mit Eingabe vom 12. Juli 2019 Beschwerde mit den Anträgen, der Entscheid sei\naufzuheben und die Beschwerdegegnerin (GVA, Vorinstanz) zu verpflichten, der\nBeschwerdeführerin die gesetzlichen Leistungen für den Wasserschaden im Keller vom\n31. August 2017 in Höhe von CHF 10'404.55 auszurichten (Antrag Ziff. 1). Eventualiter\nsei die Sache zu weiteren Abklärungen, insbesondere zur Einholung eines\nunabhängigen Gutachtens zur Schadensursache, an die Vorinstanz (GVA)\nzurückzuweisen (Antrag Ziff. 2). Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich\nMehrwertsteuer zulasten der Beschwerdegegnerin (bzw. GVA; act. G 1 Antrag Ziff. 3).\n\nB.b.\nDie Vorinstanz teilte am 26. August 2019 unter Verweis auf die bisherigen\nAusführungen in dieser Angelegenheit den Verzicht auf eine Stellungnahme mit (act. G\n6).\n\nB.c.\nAuf die Vorbringen in der Beschwerde wird, soweit für den Entscheid relevant, in den\nnachstehenden Erwägungen eingegangen.\n\nDarüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:\n\n1.\nDas Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 56 des\nGesetzes über die Gebäudeversicherung, sGS 873.1, GVG, in Verbindung mit Art. 59bis\nAbs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Sodann ist\ndie Beschwerdeführerin zur Beschwerde berechtigt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45\nAbs. 1 VRP). Im Weiteren erfüllt die Beschwerdeeingabe vom 12. Juli 2019 zeitlich,\nformal und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1\nVRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.\n\n2.\n\n2.1.\nNach Art. 31 Abs. 1 Ziff. 3 GVG erbringt die GVA Versicherungsleistungen, wenn\nGebäudeschäden durch Sturmwind, Hagel, Hochwasser, Überschwemmung,\nSchneedruck, Schneerutsch, Lawine, Steinschlag, Erdrutsch oder Felssturz entstanden\nsind; ausgenommen sind Schäden, die im Wesentlichen auf andere Ursachen\n\n© Kanton St.Gallen 2024 Seite 3/14\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\n"}