{"Signatur": "SG_VGN_001", "Spider": "SG_Publikationen", "Datum": "2020-02-27", "PDF": {"Datei": "SG_Publikationen/SG_VGN_001_B-2019-155--B-2019-1_2020-02-27.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte-detail?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=7637&type=1563347022&cHash=09ddc0c2ac2266258f6cbf0154d2a1fe", "Checksum": "8e1a57cc0cfd7ef2cd1123e5dcf50463"}, "Scrapedate": "2024-05-27", "Num": ["B 2019/155, B 2019/157"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht 27.02.2020 B 2019/155, B 2019/157"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht 27.02.2020 B 2019/155, B 2019/157"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht 27.02.2020 B 2019/155, B 2019/157"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht "}], "ScrapyJob": "446973/74/22", "Zeit UTC": "27.05.2024 04:17:06", "Checksum": "e72f6315a2f560504e7e4d2518612c04", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Verwaltungsgericht 27.02.2020 B 2019/155, B 2019/157\n\n3.2.\nAusbildungsbeihilfen sind von der Leistungsfähigkeit des Gesuchstellers und dessen\nEltern abhängig (vgl. Art. 3 lit. c der Kantonsverfassung, sGS 111.1 [KV], Art. 1 Abs. 1\ndes Gesetzes über die staatlichen Stipendien und Studiendarlehen vom 3. Dezember\n1968, Stipendiengesetz; sGS 211.5, StipG). Sie ergänzen den familiären Unterhalt,\nohne an dessen Stelle zu treten (M. Müller, Das Stipendienrecht des Kantons St. Gallen\nmit Berücksichtigung der Stipendiengesetzgebung des Bundes, St. Gallen 1987, S. 16\nff.). Art. 10 StipG regelt die Dauer der Gewährung von Stipendien und Studiendarlehen.\nHinsichtlich der Voraussetzungen der Beitragsberechtigung verweist sodann Art. 4 des\nBundesgesetzes über Beiträge an Aufwendungen der Kantone für Stipendien und\n\n© Kanton St.Gallen 2024 Seite 7/17\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nStudiendarlehen im tertiären Bildungsbereich (Ausbildungsgesetz, SR 460.0; in Kraft\nseit 1. Januar 2016) auf Art. 3 und 5 sowie 14 und 16 der Interkantonalen Vereinbarung\nzur Harmonisierung von Ausbildungsbeiträgen (Stipendienkonkordat, sGS 211.531).\nAm 28. Januar 2014 genehmigte der Kantonsrat den Regierungsbeschluss über den\nBeitritt zum Stipendien-Konkordat (sGS 211.53 und sGS 211.530). Die Anpassung des\nkantonalen Rechts an das Stipendien-Konkordat (vgl. Art. 25 Stipendien-Konkordat),\nwelchem Gesetzesrang zukommt (vgl. Art. 65 lit. c und Art. 67 KV), erfolgte mit dem\nIII. Nachtrag zum StipG vom 28. Januar 2014 (nGS 2015-052) resp. dem III. Nachtrag\nzur Stipendienverordnung (sGS 211.51, StipV) vom 28. April 2015 (nGS 2015-053),\nwelche zusammen mit dem Stipendien-Konkordat am 1. August 2015 in Kraft traten\n(vgl. Ziff. 3 des Kantonsratsbeschlusses je in Verbindung mit Ziff. IV des III. Nachtrags\nzum StipG resp. zur StipV; vgl. auch Kommentar der Schweizerischen Konferenz der\nkantonalen Erziehungsdirektoren vom 18. Juni 2009 zur Interkantonalen Vereinbarung\nzur Harmonisierung von Ausbildungsbeiträgen [nachfolgend: Kommentar],\nwww.edk.ch). Nach Art. 26 StipG in der Fassung vom 1. August 2015 werden Gesuche\num Beiträge an eine Ausbildung, die vor Vollzugsbeginn dieses Erlasses begonnen\nwurde und bei Vollzugsbeginn dieses Erlasses noch nicht abgeschlossen ist, nach\nneuem Recht beurteilt, wenn dieses für die Gesuchstellerin oder den Gesuchsteller\ngünstiger ist (vgl. auch VerwGE B 2015/162 vom 26. Oktober 2016 E. 3.1).\n\nDas Gesuch um Stipendien für 2015 bzw. für das Herbstsemester 2015/16 reichte der\nBeschwerdeführer am 16. Februar 2015 (vgl. VerwGE B 2017/32 f. a.a.O. E. 4.2.3) und\ndamit vor Inkrafttreten der revidierten Stipendiengesetzgebung am 1. August 2015 ein.\nAbschliessend materiell beurteilt wurde das Gesuch von der Vorinstanz indes erst in\ndem im Verfahren B 2019/155 angefochtenen Entscheid vom 9. Februar 2017. Das\nGesuch um Studiendarlehen datiert vom 22. August 2015 (act. G 10/11a/1 und 3 [B\n2019/157]). Der Vorinstanz ist zwar zuzustimmen, wenn sie festhält, dieses Gesuch sei\nnach Inkrafttreten der revidierten Stipendiengesetzgebung gestellt worden (act. G 2 [B\n2019/157] S. 12 E. 3b). Art. 26 StipG stellt jedoch nicht auf das Datum der\nGesuchstellung, sondern auf den Beginn der Ausbildung ab. Das Gesuch um\nStudiendarlehen wurde mit Verfügung vom 3. September 2015 abgelehnt (act. G 10/1a/\n1 [B 2019/157]); die Verfügung wurde in dem im Verfahren B 2019/157 angefochtenen\nEntscheid (act. G 2 [B 2019/157]) bestätigt. Die revidierte Gesetzgebung käme, da\nseine Ausbildung (Master-Studium ab dem Frühjahrssemester 2014) vor dem 1. August\n2015 begonnen wurde und in diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen war, auf die\nbeiden Gesuche des Beschwerdeführers nur dann zur Anwendung, wenn sie für ihn\ngünstiger wäre (Art. 26 StipG). Wie sich nachstehend (in E. 4) jedoch zeigen wird,\nstellen sich mit Bezug auf die konkret zu beurteilende Frage der Anrechnung von\n\n© Kanton St.Gallen 2024 Seite 8/17\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nAusbildungszeiten, für welche der Beschwerdeführer keine staatliche Förderung durch\nden Kanton St. Gallen beanspruchte, keine übergangsrechtlichen Fragen im erwähnten\nSinn.\n\n"}