{"Signatur": "SG_VGN_001", "Spider": "SG_Publikationen", "Datum": "2020-08-13", "PDF": {"Datei": "SG_Publikationen/SG_VGN_001_B-2019-146_2020-08-13.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte-detail?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=9586&type=1563347022&cHash=acad5bc6e8f6168435cd52290800bab2", "Checksum": "85f455d49e72bb71305b16545a7061e9"}, "Scrapedate": "2024-05-27", "Num": ["B 2019/146"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht 13.08.2020 B 2019/146"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht 13.08.2020 B 2019/146"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht 13.08.2020 B 2019/146"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht "}], "ScrapyJob": "446973/74/22", "Zeit UTC": "27.05.2024 03:37:31", "Checksum": "8f646c481ec9594b4f926be9bea889ec", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Verwaltungsgericht 13.08.2020 B 2019/146\n\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nFall-Nr.: B 2019/146\nStelle: Verwaltungsgericht\nRubrik: Verwaltungsgericht\nPublikationsdatum: 25.08.2020\nEntscheiddatum: 13.08.2020\n\nEntscheid Verwaltungsgericht, 13.08.2020\nBauen ausserhalb der Bauzonen, Verfahren, Art. 24 RPG, Art. 5 Abs. 2 ff.,\nArt. 16 Abs. 2 WaG, Art. 4 lit. a WaV. Durch die im Streit liegende Erneuerung\nbestehender Quellfassungsanlagen wird der Waldboden nur punktuell\nbeansprucht, weshalb dafür keine Rodungsbewilligung erforderlich war\n(Verwaltungsgericht, B 2019/146). Die gegen dieses Urteil erhobene\nBeschwerde ans Bundesgericht wurde mit Urteil vom 23. September 2021\ngutgeheissen (Verfahren 1C_502/2020).\n\nEntscheid vom 13. August 2020\n\nBesetzung\n\nAbteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterinnen Zindel, Reiter; Gerichtsschreiber\nBischofberger\n\nVerfahrensbeteiligte\n\nK.__,\n\nBeschwerdeführer,\n\nvertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Urs Pfister, Advokaturbüro Pfister,\nMuseumstrasse 35, 9000 St. Gallen,\n\ngegen\n\nBaudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54,\n9001 St. Gallen,\n\n© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/22\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nVorinstanz,\n\nund\n\nStadt A.__, Technische Gemeindebetriebe A.__,\n\nBeschwerdegegnerin\n\nvertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Ursula Schmid, Steiner Rechtsanwälte,\nSonnenstrasse 5, Postfach 536, 9004 St. Gallen,\n\nsowie\n\nPolitische Gemeinde B.__, Gemeinderat,\n\nBeschwerdebeteiligte\n\nvertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christoph Spahr, Advokatur im Lindenhof,\nHauptstrasse 31, Postfach 41, 9320 Arbon,\n\nGegenstand\n\nBaubewilligung\n\nDas Verwaltungsgericht stellt fest:\n\nA.\nR.__ ist Eigentümer des Grundstücks Nr. 0000__, Grundbuch B.__, und K.__\nEigentümer der Parzelle Nr. 0001__ im Weiler X.__. Nach dem Zonenplan der\nPolitischen Gemeinde B.__ liegt das Grundstück Nr. 0000__ in der\nLandwirtschaftszone, teils im Wald, und die Parzelle Nr. 0001__ im überbauten Bereich\nin der Weilerzone, ansonsten in der Landwirtschaftszone, teils im Wald. Nach der\nGewässerschutzkarte, der Grundwasserkarte, dem Inventar über die\nWasserversorgungsanlagen und Grundwasservorkommen sowie dem Wasserrechtsund Grundwasserverzeichnis des Kantons St. Gallen entspringen der Parzelle\n\n© Kanton St.Gallen 2024 Seite 2/22\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nNr. 0000__ unter anderem die öffentlichen Quellen Nrn. 0002__, 0003__,\n0004__-0006__ und 0007__. Das Wasser dieser Quellen wird auf dem Grundstück\nNr. 0000__ über die Quellschächte Nrn. 0010 f.__ sowie 0012__-0015__ gefasst und\n(via den Sammelschacht Nr. 0011__) zum Sammelschacht Nr. 0009__ geleitet. Von dort\nwird es via die Sammelbrunnenstube Nr. 0008__ (Assek.-Nr. 0016__) auf Parzelle\nNr. 0001__ zum Stufenpumpwerk mit Reservoir Y.__ (Parzelle Nr. 0017__, Grundbuch\nA.__) in die öffentliche Wasserversorgung der Stadt A.__ abgeleitet (act. 9/17/23 f.,\n27 f., act. 9/37/2-5, www.geoportal.ch, www.map.geo.tg.ch).\n\nB.\nAm 27. Juni 2016 reichte die Stadt A.__ ein Baugesuch für die Sanierung der\nQuellanlagen X.__ auf den Grundstücken Nrn. 0000__ und 0001__ ein. Während der\nöffentlichen Auflage vom 19. Juli 2016 bis 2. August 2016 erhob K.__ durch seinen\nRechtsvertreter am 29. Juli 2016 Einsprache. Mit Entscheid vom 1./5. Dezember 2016\nwies der Gemeinderat B.__ die Einsprache in öffentlich-rechtlicher Hinsicht ab und\nbewilligte das Bauvorhaben unter Nebenbestimmungen. Dagegen rekurrierte K.__ am\n21. Dezember 2016 an das Baudepartement (Verfahren Nr. 00-0018__). Am\n26. Januar 2017 widerrief der Gemeinderat B.__ den Entscheid vom\n1./5. Dezember 2016. Gleichzeitig wies er die Einsprache von K.__ vom 29. Juli 2016 in\nöffentlich-rechtlicher Hinsicht sowie neu auch in privatrechtlicher Hinsicht gemäss\nArt. 684 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (SR 210, ZGB) ab und bewilligte das\nBauvorhaben unter gleichzeitiger Eröffnung aller kantonalen Teilverfügungen als\nGesamtentscheid. Für das Einspracheverfahren auferlegte er dem Einsprecher amtliche\nKosten in der Höhe von CHF 500 (act. 9/17/1, 13 f., 17, 20, 26-29, 32-35).\n\nC.\nDagegen rekurrierte K.__ durch seinen Rechtsvertreter am 15. Februar 2017 an das\nBaudepartement (act. 9/1). Dieses führte am 10. Januar 2018 eine\nEinigungsverhandlung durch, welche erfolglos verlief (act. 9/22). Mit\nZwischenverfügung vom 12. Januar 2018 wies das Baudepartement den\nRechtsvertreter von K.__ auf die Praxisänderung betreffend Immissionseinsprache\ngemäss Art. 685 Abs. 1 ZGB hin, welche durch den Entscheid VerwGE B 2015/279\nvom 28. März 2017 eingetreten sei (act. 9/21). Am 25. April 2018 verzichtete das Amt\nfür Raumentwicklung und Geoinformation (AREG) auf eine Stellungnahme (act. 9/39).\nMit Entscheid vom 24. Juni 2019 (act. 2) wies das Baudepartement den Rekurs ab,\nauferlegte K.__ amtliche Kosten von CHF 3'000, wies dessen Begehren um Ersatz der\nausseramtlichen Kosten ab und sprach der Stadt A.__ zu Lasten von K.__ eine\nausseramtliche Entschädigung im Betrag von CHF 2'750 zu.\n\n© Kanton St.Gallen 2024 Seite 3/22\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\n"}