{"Signatur": "SG_VGN_001", "Spider": "SG_Publikationen", "Datum": "2019-12-17", "PDF": {"Datei": "SG_Publikationen/SG_VGN_001_B-2019-144_2019-12-17.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte-detail?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=6001&type=1563347022&cHash=a7434da11b2a18c221e1ae5066eda4ee", "Checksum": "85fa6d9c83a53a6602fde0e0e546a3b5"}, "Scrapedate": "2024-05-27", "Num": ["B 2019/144"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht 17.12.2019 B 2019/144"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht 17.12.2019 B 2019/144"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht 17.12.2019 B 2019/144"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht "}], "ScrapyJob": "446973/74/22", "Zeit UTC": "27.05.2024 04:28:11", "Checksum": "0100d2a741edf046439b95efbd30638a", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Verwaltungsgericht 17.12.2019 B 2019/144\n\nD. Gegen den Entscheid des DI (Vorinstanz) vom 2. Juli 2019 erhoben X.__\n(Beschwerdeführer 1) sowie Y.__ und die Jungen Grünen Wil-Fürstenland\n(Beschwerdeführer 2 und 3), alle vertreten durch den Beschwerdeführer 1, am\n6. Juli 2019 Beschwerde beim Verwaltungsgericht (act. 1). Am 5. August 2019 (act. 5)\nergänzten sie ihre Beschwerde mit einer ausführlichen Begründung und den\nRechtsbegehren, es seien der angefochtene Entscheid sowie die Beschlüsse des\nStadtparlaments der Politischen Gemeinde Wil (Beschwerdegegnerin) vom\n11. Februar 2016 (Traktandum 2) aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin sei\nanzuweisen, ihr Verhältnis zur Stiftung Z.__ (Beschwerdebeteiligte) rechtskonform zu\nregeln. Eventualiter sei die Sache zur Anordnung von Massnahmen oder zur\nNeubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Es sei festzustellen, dass die\nVorinstanz das Verbot der Rechtsverzögerung verletzt habe. Auf die Erhebung\namtlicher Kosten sei zu verzichten. Ausseramtliche Kosten seien nicht zuzusprechen.\nMit Vernehmlassung vom 16. August 2019 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der\nBeschwerde (act. 8). Mit Stellungnahmen vom 16. September 2019 beantragten die\nBeschwerdegegnerin und die Beschwerdebeteiligte, es sei die Beschwerde kostenfällig\nabzuweisen, soweit darauf einzutreten sei (act. 13 und 17). Die Beschwerdeführer\nhielten mit Eingaben vom 20. und 28. September 2019 an ihren Anträgen fest (act. 15\nund 20).\n\nAuf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids und die Ausführungen der\nVerfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie die Akten wird, soweit\nwesentlich, in den Erwägungen eingegangen.\n\n© Kanton St.Gallen 2024 Seite 4/19\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nDarüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:\n\n1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis\nAbs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Obzwar die\nBeschwerdeführer 1 und 2 nicht schulpflichtig sind (vgl. dazu Art. 45 und Art. 48 des\nVolksschulgesetzes; sGS 213.1, VSG), sind sie als Stimmberechtigte, und der\nBeschwerdeführer 3, ein Verein nach Art. 60 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches\n(SR 210, ZGB, www.jungegruene-wil.ch), als politische Partei zur Ergreifung des\nRechtsmittels berechtigt, da sie insbesondere (act. 5, S. 42-44 Rz. 6.13-6.15) eine\nVerletzung von Art. 34 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft\n(SR 101, BV) rügen (vgl. Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP sowie Art. 163\nAbs. 1 und Art. 165 des Gemeindegesetzes; sGS 151.2, GG, VerwGE B 2016/95 vom\n27. September 2018 E. 1, VerwGE B 2015/290 vom 15. August 2017 E. 1.1, VerwGE\nB 2013/150 vom 14. Mai 2014 E. 1 teilweise mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch, sowie\nVerwGE B 2005/150 vom 6. Dezember 2005 E. 4a mit Hinweisen, allerdings in Bezug\nauf Art. 243 Abs. 1 des alten Gemeindegesetzes vom 23. August 1979, nGS 36-29, in:\nGVP 2005 Nr. 1, siehe dazu auch Art. 82 lit. c in Verbindung mit Art. 89 Abs. 3 des\nBundesgesetzes über das Bundesgericht, Bundesgerichtsgesetz; SR 173.110, BGG,\nsowie BGE 143 I 426 E. 1.1 mit Hinweisen, und zur Erlassanfechtung nach Art. 82\nlit. b BGG BGE 142 V 395 E. 2 und 4 mit Hinweisen, in: Pra 2017 Nr. 59).\n\nSodann kann den Beschwerdeführern ein aktuelles Rechtsschutzinteresse nicht\nabgesprochen werden, weil der Schulvertrag gemäss Art. 10 Nachtrag I (act. 9.1/9/18)\nauf Ende Juli 2023 – ein neuer Vertrag wurde zwischenzeitlich nicht abgeschlossen –\naufgelöst werden soll. Die Beschwerdeeingabe vom 6. Juli 2019 (act. 1) erfolgte\nrechtzeitig und erfüllt zusammen mit der ausführlichen Beschwerdeergänzung vom\n5. August 2019 (act. 5) formal und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in\nVerbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist\nsomit grundsätzlich – vorbehältlich nachstehender Einschränkungen - einzutreten.\n\nNicht einzutreten ist auf die Beschwerde (act. 5, S. 15 Rz. 3.1.2), soweit die\nBeschwerdeführer die Aufhebung der Beschlüsse des Stadtparlaments der\n\n© Kanton St.Gallen 2024 Seite 5/19\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\n"}