{"Signatur": "SG_VG_001", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2004-12-02", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2004-22_2004-12-02.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=4502&type=1563347022&cHash=ffe733bedb331c08f6521ef9c715f937", "Checksum": "4c33ceeea2b2ef8db6e20853d854f183"}, "Scrapedate": "2025-07-19", "Num": ["B 2004/22"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht 02.12.2004 B 2004/22"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht 02.12.2004 B 2004/22"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht 02.12.2004 B 2004/22"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Baurecht, Art. 78 Abs. 2 lit. d und Art. 87 BauG (sGS 731.1), Art. 100 Abs. 1 StrG (sGS 732.1), Art. 37 Abs. 2 SVG (SR 741.01). Parkfelder, welche die Mindesttiefe nach den Normen des Schweizerischen Verbandes der Strassen- und Verkehrsfachleute unterschreiten, sind unter bestimmten Voraussetzungen mit zweckdienlichen Nebenbestimmungen bewilligungsfähig (Verwaltungsgericht, B 2004/22)."}], "ScrapyJob": "446973/61/1836", "Zeit UTC": "19.07.2025 15:14:36", "Checksum": "c5a694af8c85f1c22f2a3775ccc6e708", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Verwaltungsgericht 02.12.2004 B 2004/22\nRegeste:\nBaurecht, Art. 78 Abs. 2 lit. d und Art. 87 BauG (sGS 731.1), Art. 100 Abs. 1 StrG (sGS 732.1), Art. 37 Abs. 2 SVG (SR 741.01). Parkfelder, welche die Mindesttiefe nach den Normen des Schweizerischen Verbandes der Strassen- und Verkehrsfachleute unterschreiten, sind unter bestimmten Voraussetzungen mit zweckdienlichen Nebenbestimmungen bewilligungsfähig (Verwaltungsgericht, B 2004/22).\n\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nFall-Nr.: B 2004/22\nStelle: Verwaltungsgericht\nRubrik: Verwaltungsgericht\nPublikationsdatum: 02.12.2004\nEntscheiddatum: 02.12.2004\n\nEntscheid Verwaltungsgericht, 02.12.2004\nBaurecht, Art. 78 Abs. 2 lit. d und Art. 87 BauG (sGS 731.1), Art. 100 Abs. 1\nStrG (sGS 732.1), Art. 37 Abs. 2 SVG (SR 741.01). Parkfelder, welche die\nMindesttiefe nach den Normen des Schweizerischen Verbandes der\nStrassen- und Verkehrsfachleute unterschreiten, sind unter bestimmten\nVoraussetzungen mit zweckdienlichen Nebenbestimmungen\nbewilligungsfähig (Verwaltungsgericht, B 2004/22).\n\nAnwesend: Präsident Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter Dr. E. Oesch-Frischkopf, lic.\niur. A. Linder, Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener; Gerichtsschreiberin lic. iur. R. Haltinner-\nSchillig\n\n_______________\n\nIn Sachen\n\nM. E.,\n\nBeschwerdeführer,\n\nvertreten durch Rechtsanwalt X.\n\ngegen\n\nBaudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 9001 St. Gallen,\n\nVorinstanz,\n\nund\n\n© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/15\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nPolitische Gemeinde St. Gallen, vertreten durch die Bau- polizeikommission, Neugasse\n3, 9004 St. Gallen,\n\nBeschwerdegegnerin,\n\nbetreffend\n\nBaubewilligung und Wiederherstellung\n\nhat das Verwaltungsgericht festgestellt:\n\nA./ M.E., M., ist Eigentümer der Parzelle Grundbuch St.Fiden Nr. 0000, R-strasse 9, St.\nGallen. Das Grundstück ist mit einem Mehrfamilienhaus überbaut, welches eine\ngeschlossene Häuserzeile längs der R-strasse im Osten abschliesst. Nach dem\nZonenplan der Stadt St. Gallen vom 1. November 1980/6. bzw. 15. November 2001/9.\nAugust 2002 liegt das Grundstück in der Wohn-Gewerbe-Zone, Bauklasse 4. Es\nbefindet sich überdies - mit Ausnahme des Vorlandes gegen die R-strasse - im\nGeltungsbereich des Gestaltungsplans L./S. mit besonderen Vorschriften vom 20.\nJanuar 1995.\n\nAm 27. Januar 2003 stellte die Baupolizei St. Gallen fest, dass die Grünflächen auf dem\nVorland gegen die R-strasse auf beiden Seiten des Hauseingangs entfernt und mit\nVerbundsteinen belegt worden waren. Sodann war die Umfassungsmauer längs der R-\nstrasse abgebrochen worden. M.E. begründete dieses Vorgehen damit, er\nbeabsichtige, den neu gestalteten Vorplatz als Autoabstellfläche für sieben Fahrzeuge\nzu nutzen. Am 28. Januar 2003 erliess die Baupolizei ein Benützungsverbot für die\nAutoabstellfläche und forderte den Grundeigentümer auf, bis spätestens 7. Februar\n2003 ein Baugesuch einzureichen.\n\nAm 10. Februar 2003 reichte M.E. ein Baugesuch (Nr. 41'424) für die Schaffung von\nsieben Autoabstellplätzen im südöstlichen Vorland der Liegenschaft R-strasse 9 ein.\nDanach soll auf der Ostseite zudem eine Sockelmauer abgebrochen und je ein\nContainerabstellplatz sowie ein Abstellplatz für Fahrräder geschaffen werden. Das\nBaugesuch lag in der Zeit vom 13. bis 26. Februar 2003 öffentlich auf; es gingen keine\nEinsprachen ein.\n\n© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/15\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nAm 7. März 2003 wies die Baupolizeikommission St. Gallen das Baugesuch ab (Ziff. 1).\nSodann ordnete sie an, binnen 30 Tagen seit Rechtskraft dieser Verfügung sei ein\nKorrekturgesuch einzureichen, welches die vollständige Entfernung der Verbundsteine,\ndie Wiederherstellung der Umfassungsmauer mit Gartenzaun entlang der R-strasse\nsowie die ansprechende Begrünung der Vorlandflächen gemäss dem ursprünglichen\nZustand aufzeige. In der Folge seien die Rückbaumassnahmen binnen 30 Tagen seit\nrechtskräftiger Bewilligung des Korrekturgesuchs auszuführen (Ziff. 2). Für den Fall der\nNichtbefolgung von Ziff. 2 wurde die Ersatzvornahme angedroht (Ziff. 3) und eine\nStrafanzeige gemäss Art. 292 des Strafgesetzbuches (SR 311.0) vorbehalten (Ziff. 4).\nDie Baupolizeikommission begründete diesen Entscheid im wesentlichen damit, die\nSenkrechtparkfelder seien nur rund 4 m tief und würden somit die nach den Normen\nder Vereinigung Schweizerischer Strassenfachleute (VSS-Norm Nr. 640 291)\nerforderliche Mindesttiefe von 5 m um rund 1 m unterschreiten. Sodann könne die\nAutoabstellfläche aus gestalterischen Gründen nicht bewilligt werden. Des weiteren\nwürde die Bewilligung gegen die Planungsidee des Gestaltungsplans verstossen.\n\n"}