{"Signatur": "SG_VG_001", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2005-05-31", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2004-161--B-2004-1_2005-05-31.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=4326&type=1563347022&cHash=58c6b6d75f2bfa99a046e9e4eb5d1557", "Checksum": "9f1f09d13a25ab05f485c866a048e45b"}, "Scrapedate": "2025-07-19", "Num": ["B 2004/161, B 2004/162"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht 31.05.2005 B 2004/161, B 2004/162"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht 31.05.2005 B 2004/161, B 2004/162"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht 31.05.2005 B 2004/161, B 2004/162"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Baurecht, Art. 12 BauG (sGS 731.1), Art. 25 USG (SR 814.01), Art. 684 ZGB (SR 210). Ein bordellähnlicher Betrieb, in dem zwölf Frauen arbeiten, erweist sich im Rahmen der abstrakten Beurteilung in der Wohn-Gewerbe-Zone als zonenkonform. Indes ergibt die konkrete Prüfung, dass der geplante Erotikclub in der unmittelbar angrenzenden Wohnzone in lärmmässiger Hinsicht gegen die massgebenden Vorschriften des Bundesumweltrechts verstösst. Ausserdem gehen vom geplanten Club ideelle Immissionen aus, die sich mit Blick auf die intensive Wohnnutzung in der Umgebung und die Grösse des Betriebs als übermässig erweisen (Verwaltungsgericht, B 2004/161 und 162)."}], "ScrapyJob": "446973/61/1836", "Zeit UTC": "19.07.2025 15:08:37", "Checksum": "58c68525e5968babf0494376095a33a7", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Verwaltungsgericht 31.05.2005 B 2004/161, B 2004/162\nRegeste:\nBaurecht, Art. 12 BauG (sGS 731.1), Art. 25 USG (SR 814.01), Art. 684 ZGB (SR 210). Ein bordellähnlicher Betrieb, in dem zwölf Frauen arbeiten, erweist sich im Rahmen der abstrakten Beurteilung in der Wohn-Gewerbe-Zone als zonenkonform. Indes ergibt die konkrete Prüfung, dass der geplante Erotikclub in der unmittelbar angrenzenden Wohnzone in lärmmässiger Hinsicht gegen die massgebenden Vorschriften des Bundesumweltrechts verstösst. Ausserdem gehen vom geplanten Club ideelle Immissionen aus, die sich mit Blick auf die intensive Wohnnutzung in der Umgebung und die Grösse des Betriebs als übermässig erweisen (Verwaltungsgericht, B 2004/161 und 162).\n\nDie Kosten für das Rekursverfahren von Fr. 2'550.--sind ebenfalls dem\nBeschwerdegegner aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP; vgl. R. Hirt, Die Regelung der\nKosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S.\n103). Der einbezahlte Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- ist anzurechnen.\n\nDer Beschwerdegegner hat die obsiegenden Beschwerdeführer II für das Rekurs- und\nBeschwerdeverfahren ausseramtlich zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 und 2 in\nVerbindung mit Art. 98bis VRP). Da ihr Rechtsvertreter keine Kostennote eingereicht\nhat, ist die Entschädigung nach Ermessen festzusetzen (Art. 6 der Honorarordnung für\nRechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75, abgekürzt HonO). Ein Betrag von Fr.\n5'000.-- (zuzügl. MWSt) ist angemessen (Art. 22 Abs. 1 lit. b und c in Verbindung mit\nArt.19 HonO).\n\nDie Beschwerdeführerin I hat als Gemeinwesen keinen Anspruch auf ausseramtliche\nEntschädigung (Hirt, a.a.O., S. 176 ff.).\n\nDemnach hat das Verwaltungsgericht zu Recht erkannt:\n\n1./ a) Die Beschwerde B 2004/161 der Beschwerdeführerin I\n\nwird gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist.\n\nb) Die Beschwerde B 2004/162 der Beschwerdeführer II\n\nwird gutgeheissen.\n\nc) Der Entscheid des Baudepartements vom 29. September\n\n2004 wird aufgehoben.\n\n2./ Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 4'000.-- bezahlt der\nBeschwerdegegner. Der einbezahlte Kostenvorschuss von Fr. 3'600.-- wird den\nBeschwerdeführern II zurückerstattet.\n\n© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/22\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\n3./ Die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 2'550.-- bezahlt der\nBeschwerdegegner. Der einbezahlte Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- wird\nangerechnet.\n\n4./ Der Beschwerdegegner hat die Beschwerdeführer II für das Rekurs- und\nBeschwerdeverfahren mit Fr. 5'000.-- (zuzügl. MWSt) ausseramtlich zu entschädigen.\n\nV. R. W.\n\nDer Präsident: Die Gerichtsschreiberin:\n\nZustellung dieses Entscheides an:\n\n– die Beschwerdeführerin I\n\n– die Beschwerdeführer II (durch Rechtsanwalt\n\nX.Y.)\n\n– die Vorinstanz\n\n– den Beschwerdegegner (durch Rechtsanwalt\n\nY.Z.)\n\nam:\n\nRechtsmittelbelehrung:\n\nSoweit eine Verletzung des öffentlichen Rechts des Bundes geltend gemacht wird,\nkann gegen diesen Entscheid innert dreissig Tage seit der Zustellung\nVerwaltungsgerichtsbeschwerde beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne\n14, erhoben werden.\n\nSoweit eine Verletzung von Art. 684 ZGB gerügt wird, kann innert dreissig Tagen seit\nder Zustellung dieses Entscheids Berufung beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000\nLausanne 14, erhoben werden.\n\n© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/22\n"}