{"Signatur": "SG_VG_001", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2004-05-11", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_VG_001_2003-213_2004-05-11.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=4476&type=1563347022&cHash=c98781aad1af8ff7a3f2c3fa7c2b0431", "Checksum": "18de72511ac690ee62271ee85bd7b707"}, "Scrapedate": "2025-07-19", "Num": ["2003/213"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht 11.05.2004 2003/213"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht 11.05.2004 2003/213"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht 11.05.2004 2003/213"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Oekologische Massnahmen im Rahmen einer Güterzusammenlegung. Art. 5 MelG (sGS 633.1), Art. 5 Abs. 1 Vollzugsverordnung zum MelG (sGS 633.11), Art. 18, Art. 18b und Art. 23c NHG (SR 451), Art. 15 Abs. 1 NHV (SR 451.1), Art. 102bis BauG (sGS 731.1) und Art. 7 Abs. 2 BGF (SR 923.0). Erforderlich ist eine Gesamtbeurteilung. Das öffentliche Interesse an einer Verbesserung der ökologischen Verhältnisse ist dem privaten Interesse an optimalen Bewirtschaftungsvoraussetzungen gegenüberzustellen. Die Verwirklichung eines Oeko-Streifens zwischen zwei Mooren erweist sich als recht- und verhältnismässig (Verwaltungsgericht, B 2003/213)."}], "ScrapyJob": "446973/61/1836", "Zeit UTC": "19.07.2025 15:20:25", "Checksum": "e441455b0f88197eb0c601348dcbe4c8", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Verwaltungsgericht 11.05.2004 2003/213\nRegeste:\nOekologische Massnahmen im Rahmen einer Güterzusammenlegung. Art. 5 MelG (sGS 633.1), Art. 5 Abs. 1 Vollzugsverordnung zum MelG (sGS 633.11), Art. 18, Art. 18b und Art. 23c NHG (SR 451), Art. 15 Abs. 1 NHV (SR 451.1), Art. 102bis BauG (sGS 731.1) und Art. 7 Abs. 2 BGF (SR 923.0). Erforderlich ist eine Gesamtbeurteilung. Das öffentliche Interesse an einer Verbesserung der ökologischen Verhältnisse ist dem privaten Interesse an optimalen Bewirtschaftungsvoraussetzungen gegenüberzustellen. Die Verwirklichung eines Oeko-Streifens zwischen zwei Mooren erweist sich als recht- und verhältnismässig (Verwaltungsgericht, B 2003/213).\n\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nFall-Nr.: 2003/213\nStelle: Verwaltungsgericht\nRubrik: Verwaltungsgericht\nPublikationsdatum: 11.05.2004\nEntscheiddatum: 11.05.2004\n\nEntscheid Verwaltungsgericht, 11.05.2004\nOekologische Massnahmen im Rahmen einer Güterzusammenlegung. Art. 5\nMelG (sGS 633.1), Art. 5 Abs. 1 Vollzugsverordnung zum MelG (sGS 633.11),\nArt. 18, Art. 18b und Art. 23c NHG (SR 451), Art. 15 Abs. 1 NHV (SR 451.1),\nArt. 102bis BauG (sGS 731.1) und Art. 7 Abs. 2 BGF (SR 923.0). Erforderlich\nist eine Gesamtbeurteilung. Das öffentliche Interesse an einer Verbesserung\nder ökologischen Verhältnisse ist dem privaten Interesse an optimalen\nBewirtschaftungsvoraussetzungen gegenüberzustellen. Die Verwirklichung\neines Oeko-Streifens zwischen zwei Mooren erweist sich als recht- und\nverhältnismässig (Verwaltungsgericht, B 2003/213).\n\nAnwesend: Präsident Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter lic. iur. A. Linder, Dr. B. Heer,\nlic. iur.\n\nA. Rufener; Ersatzrichter R. Kuratli; Gerichtsschreiberin lic. iur. R. Haltinner-Schillig\n\n_______________\n\nIn Sachen\n\nT. und A. B.-S.,\n\nBeschwerdeführer,\n\nvertreten durch Rechtsanwalt Dr. Jakob Schönenberger, Obere Bahnhofstrasse 11,\nPostfach, 9501 Wil,\n\ngegen\n\n© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/19\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nVolkswirtschaftsdepartement des Kantons St. Gallen, Davidstrasse 35, 9001 St. Gallen,\n\nVorinstanz,\n\nund\n\nPolitische Gemeinde K., vertreten durch den Gemeinderat,\n\nBeschwerdegegnerin,\n\nsowie\n\nMeliorationsgenossenschaft K., B. L., Präsident Verwaltungskommission,\n\nBeschwerdebeteiligte,\n\nbetreffend\n\nBauprojekte/ökologische Massnahmen im Raum Turpenriet-Nördli\n\nhat das Verwaltungsgericht festgestellt:\n\nA./ a) T. und A. B.-S. bewirtschaften zusammen mit ihrem Sohn das im Rahmen der\nlandwirtschaftlichen Güterzusammenlegung K. (abgekürzt Gesamtmelioration)\narrondierte landwirtschaftliche Gewerbe \"T.\". Am 27. Februar 1995 schlossen Albina\nB.-S. (mit Zustimmung ihres Ehemanns) und die Gesamtmelioration bezüglich der\nNeuverteilung des Eigentums eine Vereinbarung ab. .......... Die Gesamtmelioration gab\ndas Land am 15. März 1995 frei.\n\nb) Am 31. Mai 1995 legte die Broggi und Partner AG die von der Gesamtmelioration in\nAuftrag gegebene \"Oekologische Analyse, Hinterer Teil\" (abgekürzt Gutachten Broggi)\nvor. Darin wird u.a. vorgeschlagen, im Gebiet \"Turpenriet-Nördli\" (T.) sei zwecks offener\nFührung eines Bachs mit Heckenbepflanzung im Bereich des Grundstücks 3520 eine\nParzelle auszuscheiden. In der Zeit vom 10. September bis 9. Oktober 1996 legte die\nGesamtmelioration die \"Neuverteilung Flur, Hinterer Teil\", der auch das Gebiet\n\"Turpenriet-Nördli\" betrifft, öffentlich auf (vgl. ABl 1996, S. 1977). Nach diesem Plan\n\n© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/19\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nwird ein Streifen Land (Parz.-Nr. 1379.136) für ökologische Zwecke ausparzelliert und\nder Gesamtmelioration zugeteilt. T. und A. B.-S. erhoben Einsprache gegen die\n\"Neuverteilung Flur, Hinterer Teil\". Sie beantragten u.a., auf die Anlage eines Oeko-\nStreifens (Parzelle Nr. 1379.136) sei zu verzichten und das dadurch frei gewordene\nLand sei den Parzellen Nrn. 248.132 und 248.134 zuzuscheiden (Ziff. 7). Sodann sei auf\ndie geplante Wiederöffnung des eingedolten Bachlaufs im Oeko-Streifen (Parzelle Nr.\n1379.136) zu verzichten und es sei als Ersatz die Oeffnung des Bachs vom \"Turpenriet\"\nnach \"Salen Rotholz\" vorzunehmen (Ziff. 9). In der Folge gaben die Politische\nGemeinde K. und der Naturschutzverein K. bei Jonas Barandun, Eggersriet, ein\nGutachten betreffend \"Aufwertung und Vernetzung der Amphibienlebensräume im\nNaturschutzgebiet Turpenriet und Umgebung, Kirchberg SG\" (abgekürzt Gutachten\nBarandun) in Auftrag, das vom 10. November 1997 datiert. Auch dieses Gutachten\nmisst einem Lebensraumkorridor für Amphibien zwischen dem \"Turpenriet\" und dem\n\"Nördli\" grosse Bedeutung zu. Am 15. August 1998 zogen T. und A. B.-S. die\nEinsprache vom 4. Oktober 1996 im Rahmen einer neuerlichen Zuteilungsvereinbarung\nmit der Gesamtmelioration zurück. Ausgeklammert wurden die \"Notwendigkeit der\nErstellung des Oekoprojekts\" (G 108.10) sowie die \"Bachausdolung\" (Oe 108.1). T. und\nA. B.-S. nahmen zur Kenntnis, dass gegen die Verwirklichung dieses Vorhabens erst\nbei der öffentlichen Auflage des Bauprojekts Einsprache erhoben werden könne.\nSodann wurde vereinbart, dass für den Fall, dass im Rechtsmittelverfahren zu ihren\nGunsten entschieden wird, das entsprechende Land ihnen als nachträgliche\nMehrzuteilung zugeschieden wird (Ziff. 2 f der Vereinbarung).\n\n"}