Soweit sie aber meinen, die Medien dürften jeden noch so weit hergeholten, konstruierten Verdacht dem Leser als Gewissheit verkaufen, sofern und solange die davon betroffenen Personen diesen nicht eindeutig widerlegten, täuschen sie sich über Sinn und Tragweite des Informationsauftrags der Presse. Jener hätte es hier sicherlich erlaubt, die Leser über das Verhältnis zwischen freiwilliger amtlicher Hilfe und autoritativem Kindesschutz zu informieren und kritisch zu hinterfragen, ob die entsprechende Abgrenzung auch in diesem Fall einer nahen Angehörigen des Stadtpräsidenten ordnungsgemäss gehandhabt wurde. Davon findet sich in der strittigen Berichterstattung allerdings nichts.