Die Missbrauchsvorwürfe wurden mithin durchaus ernst genommen. Der Leser konnte auch nicht erahnen, dass die KESB Linth guten Grund zur Annahme hatte, dass die sich häufenden Vorwürfe dem Kindsvater gegenüber auch auf die Versagens- und Verlustängste der Kindsmutter zurückzuführen sein könnten (vgl. kläg.act. 78, S. 2; kläg.act. 79, S. 7-9; kläg.act. 78, S. 11-14), und schliesslich auch nicht, dass sich der "Amtsarzt [des Orts]" – richtig besehen der Hausarzt von 'Samuel' (vgl. E. 4.2.2 hiervor) – bei seinen Warnungen gutmütig und vorsichtshalber von der Hypothese leiten liess, dass die ihm unterbreiteten, besorgniserregenden Geschichten über den Kindsvater der Wahrheit entsprächen.