{"Signatur": "SG_KGN_001", "Spider": "SG_Publikationen", "Datum": "2020-07-06", "PDF": {"Datei": "SG_Publikationen/SG_KGN_001_BO-2018-28-32_2020-07-06.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte-detail?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=9623&type=1563347022&cHash=6aaf429652ec8cf8840caef32f7b5bd6", "Checksum": "de13d83935d6a0f82dc75268e6dff007"}, "Scrapedate": "2024-05-27", "Num": ["BO.2018.28-32"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Kantonsgericht 06.07.2020 BO.2018.28-32"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Kantonsgericht 06.07.2020 BO.2018.28-32"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Kantonsgericht 06.07.2020 BO.2018.28-32"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Kantonsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Kantonsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Kantonsgericht "}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)"}], "ScrapyJob": "446973/74/22", "Zeit UTC": "27.05.2024 03:46:13", "Checksum": "c35bccb12f41af15626d15b7964bb0fc", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Kantonsgericht 06.07.2020 BO.2018.28-32\n\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nFall-Nr.: BO.2018.28-32\nStelle: Kantonsgericht\nRubrik: Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)\nPublikationsdatum: 03.09.2020\nEntscheiddatum: 06.07.2020\n\nEntscheid Kantonsgericht, 06.07.2020\nArt. 28 ZGB (SR 210): Im Zentrum der Feststellung einer widerrechtlich\npersönlichkeitsverletzenden Medienkampagne steht nicht die Beurteilung\neinzelner Äusserungen, sondern die Beurteilung des Ganzen. Zu prüfen ist\ndabei nicht, ob sämtliche Merkmale erfüllt sind, welche nach dem\ngewöhnlichen Sprachgebrauch eine \"Kampagne\" auszeichnen, sondern ob\nin der Anhäufung zahlreicher Publikationen insgesamt eine widerrechtliche\nPersönlichkeitsverletzung liegt. Geht es um den Schutz des Ansehens, spielt\nauf der Rechtfertigungsebene auch die Wahrheit der verbreiteten Tatsachen\neine bedeutende Rolle, wobei es weniger auf den Wahrheitsgehalt einzelner\nÄusserungen, als vielmehr auf jenen des beim Durchschnittsleser\ngezeichneten Gesamtbildes ankommt (E. III.3.3.3). Art. 28a Abs. 3 ZGB, Art.\n49 Abs. 1 und Art. 50 Abs. 1 OR (SR 220): Die Beklagten haften dem Kläger 1\nsolidarisch für die gesamte, gemeinsam mit Dritten (Verfassern von\nLeserbriefen und Facebook-Kommentaren) verschuldete immaterielle Unbill\n(E. III.7.4.2; Kantonsgericht, I. Zivilkammer, 6. Juli 2020, BO.2018.28-32).\n\nHinweis: Dieser Entscheid wurde beim Bundesgericht angefochten; das Verfahren\nist noch hängig.\n\nDer entsprechende Entscheid liegt als pdf-Datei vor.\n\n© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/225\nArt. 28 ZGB (SR 210): Im Zentrum der Feststellung einer widerrechtlich persönlichkeitsverletzenden Medienkampagne steht nicht die Beurteilung einzelner\nÄusserungen, sondern die Beurteilung des Ganzen. Zu prüfen ist dabei nicht, ob\nsämtliche Merkmale erfüllt sind, welche nach dem gewöhnlichen Sprachgebrauch eine \"Kampagne\" auszeichnen, sondern ob in der Anhäufung zahlreicher\nPublikationen insgesamt eine widerrechtliche Persönlichkeitsverletzung liegt.\nGeht es um den Schutz des Ansehens, spielt auf der Rechtfertigungsebene auch\ndie Wahrheit der verbreiteten Tatsachen eine bedeutende Rolle, wobei es weniger auf den Wahrheitsgehalt einzelner Äusserungen, als vielmehr auf jenen des\nbeim Durchschnittsleser gezeichneten Gesamtbildes ankommt (E. III.3.3.3).\nArt. 28a Abs. 3 ZGB, Art. 49 Abs. 1 und Art. 50 Abs. 1 OR (SR 220): Die Beklagten\nhaften dem Kläger 1 solidarisch für die gesamte, gemeinsam mit Dritten (Verfassern von Leserbriefen und Facebook-Kommentaren) verschuldete immaterielle\nUnbill (E. III.7.4.2; Kantonsgericht, I. Zivilkammer, 6. Juli 2020, BO.2018.28-32).\n\nEntscheid vom 6. Juli 2020\n\nBesetzung\n\nPräsidentin Dr. Beatrice Uffer-Tobler, Kantonsrichter Dr. Christian Schöbi, Kantonsrichterin Claudia Wetter; Gerichtsschreiber Simon Widmer\n\nVerfahrensbeteiligte\n\n1. A.___________, ________________, ______________,\n2. Stadt Rapperswil-Jona, St. Gallerstrasse 40, 8645 Jona,\n\nKläger, Berufungskläger und Berufungsbeklagte,\n\nbeide vertreten von Rechtsanwalt Dr. Adrian Bachmann, Schulhausstrasse 14, Postfach,\n8027 Zürich,\n\ngegen\n\n1. Obersee Nachrichten AG, Hauptplatz 5, 8640 Rapperswil\n\nBeklagte und Berufungsbeklagte\n\nvertreten von Rechtsanwalt Reto T. Annen, Kornplatz 2, Postfach 355, 7001 Chur\n\nund\n\n2. B._______, ____________, ____________,\n3. C._____________, _______________, __________,\n\nBeklagte, Berufungsbeklagte und Berufungskläger,\n\nbeide vertreten von Rechtsanwalt Dr. Daniel Glasl, Bratschi AG, Bahnhofstrasse 70, Postfach, 8021 Zürich 1,\n\nGegenstand\n\nPersönlichkeitsverletzung\n-2-\n\nAnträge vor Kreisgericht\n\na) der Kläger (gemäss Klage vom 9. August 2016 und Plädoyer vom 5. Dezember 2017)\n\n1. Die Beklagte 1 sei zu verpflichten, folgende Aussagen aus ihrem Online-Archiv (www.ober-\nsee-nachrichten.ch/archiv/) zu löschen:\n\n1.1. Ausgabe vom 25.09.2014\na. Die Bezeichnung der für \"Marco H.\" angeordneten Massnahme als \"Sozialwahnsinn\" (S. 1, S. 5);\nb. Die Aussage \"die Unverfrorenheit, wie die Sozialämter mit dem Geld der Bürger\numgehen\", sei \"scheinbar grenzenlos\" (Kommentar, S. 5);\nc. Die Aussage, angesichts einer solchen Massnahme müsse sich jeder Steuerzahler \"betrogen vorkommen\" (Kommentar, S. 5).\n\n"}