{"Signatur": "SG_KG_999", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2010-06-15", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_KG_999_HG-2009-164_2010-06-15.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=1706&type=1563347022&cHash=930782bfc2a315554c30a4b37b71389b", "Checksum": "c66d3fc29f60a3a0d30a51791ed5e983"}, "Scrapedate": "2025-07-19", "Num": ["HG.2009.164"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "St.Gallen Kantonsgericht Sonstiges 15.06.2010 HG.2009.164"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Kantonsgericht Sonstiges"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall  Sonstiges"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo  Sonstiges"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Handelsgericht"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Art. 5 Abs. 1 Ziff. 1 und Art. 17 LugÜ (SR 0.275.11); Art. 118 IPRG (SR 291); Art. 1 Abs. 3 und Art. 2 Haager-Übereinkommen betreffend das auf internationale Kaufverträge über bewegliche körperliche Sachen anzuwendende Recht (SR 0.221.211.4); Art. 1 Abs. 1 lit. a, Art. 3, Art. 6, Art. 8, Art. 18 Abs. 1 und Art. 19 CISG (SR 0.221.211.1); Art. 74 Abs. 2 Ziff. 1, Art. 211, Art. 372 OR (SR 220). Internationaler Kaufvertrag bzw. Werkliefervertrag; Zuständigkeit des Handelsgerichts; anwendbares Recht; Verpflichtung der Käuferin zur Bezahlung der letzten Rate des vereinbarten Kaufpreises zuzüglich Verzugszinsen für die ihr von der Klägerin gelieferten Maschine (Handelsgericht, 15. Juni 2010, HG.2009.164)."}], "ScrapyJob": "446973/61/1836", "Zeit UTC": "19.07.2025 11:42:34", "Checksum": "c8ed8f0c66466e4596e5b6b0e8d25315", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Kantonsgericht Sonstiges 15.06.2010 HG.2009.164\nRegeste:\nArt. 5 Abs. 1 Ziff. 1 und Art. 17 LugÜ (SR 0.275.11); Art. 118 IPRG (SR 291); Art. 1 Abs. 3 und Art. 2 Haager-Übereinkommen betreffend das auf internationale Kaufverträge über bewegliche körperliche Sachen anzuwendende Recht (SR 0.221.211.4); Art. 1 Abs. 1 lit. a, Art. 3, Art. 6, Art. 8, Art. 18 Abs. 1 und Art. 19 CISG (SR 0.221.211.1); Art. 74 Abs. 2 Ziff. 1, Art. 211, Art. 372 OR (SR 220). Internationaler Kaufvertrag bzw. Werkliefervertrag; Zuständigkeit des Handelsgerichts; anwendbares Recht; Verpflichtung der Käuferin zur Bezahlung der letzten Rate des vereinbarten Kaufpreises zuzüglich Verzugszinsen für die ihr von der Klägerin gelieferten Maschine (Handelsgericht, 15. Juni 2010, HG.2009.164).\n\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nFall-Nr.: HG.2009.164\nStelle: Kantonsgericht\nRubrik: Handelsgericht\nPublikationsdatum: 15.06.2010\nEntscheiddatum: 15.06.2010\n\nEntscheid Handelsgericht, 15.06.2010\nArt. 5 Abs. 1 Ziff. 1 und Art. 17 LugÜ (SR 0.275.11); Art. 118 IPRG (SR 291);\nArt. 1 Abs. 3 und Art. 2 Haager-Übereinkommen betreffend das auf\ninternationale Kaufverträge über bewegliche körperliche Sachen\nanzuwendende Recht (SR 0.221.211.4); Art. 1 Abs. 1 lit. a, Art. 3, Art. 6, Art. 8,\nArt. 18 Abs. 1 und Art. 19 CISG (SR 0.221.211.1); Art. 74 Abs. 2 Ziff. 1, Art. 211,\nArt. 372 OR (SR 220). Internationaler Kaufvertrag bzw. Werkliefervertrag;\nZuständigkeit des Handelsgerichts; anwendbares Recht; Verpflichtung der\nKäuferin zur Bezahlung der letzten Rate des vereinbarten Kaufpreises\nzuzüglich Verzugszinsen für die ihr von der Klägerin gelieferten Maschine\n(Handelsgericht, 15. Juni 2010, HG.2009.164).\n\nErwägungen\n\nI.\n\n1. Die Klägerin mit Sitz in W. (Kanton St. Gallen / Schweiz) betätigt sich nach eigenen\nAngaben im Bereich der Herstellung und dem Verkauf von optoelektronischen\nMaschinen und Anlagen für Spezialdruckereien, namentlich für den Siebdruck. Sie\nentwickelt und verkauft Anlagen für die Aufarbeitung von Daten der Druckvorstufe und\nderen Bereitstellung für Siebdruck und andere Druckverfahren (kläg. act. 2).\n\n2 a) Die Beklagte 1 mit Sitz in A. (Provinz Asturien / Spanien) befasst sich gemäss\nHandelsregisterauszug hauptsächlich mit der Herstellung von Maschinerien, die\nspeziell die Bedürfnisse in der Glasproduktion und -transformation abdecken. Ferner\nbefasst sie sich mit der Weiterentwicklung der Ingenieurtechnik in der\n\n© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/12\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nRobotikkonstruktion, mit der Weiterentwicklung von Regulierungs- und\nKontrollsystemen sowie mit der Weiterentwicklung in der Mechanik, der Pneumatik, der\nHydraulik und mit der Weiterentwicklung von Elektro- und Elektronikinstallationen (kläg.\nact. 3).\n\nb) Die Beklagte 2, ebenfalls mit Sitz in A. (Provinz Asturien / Spanien), befasst sich\ngemäss Handelsregisterauszug hauptsächlich mit der industriellen Produktion, der\nVermarktung und dem Vertrieb von Glasprodukten aller Art, vor allem aber für die\nAutomobilindustrie (kläg. act. 4).\n\n3. a) Am 13. November 2006 offerierte die Klägerin der Beklagten 2 einen '……\nStencilMaster 1621' (vgl. kläg. act. 6 und 7; nachfolgend \"Maschine\" genannt) für einen\nPreis von EUR 270'000.-- zuzüglich Installationskosten von EUR 21'000,00 und\nzuzüglich einem Hardware-RIP für die zu liefernde Maschine für EUR 25'000,00 (kläg.\nact. 7). Nach Angaben der Klägerin wurde die Offerte in der Folge auf Wunsch beider\nBeklagten manuell so abgeändert, dass neu nicht mehr die Beklagte 2, sondern die\nBeklagte 1 als Käuferin auftrat (kläg. act. 7). Hintergrund dieser Offertänderung von der\nursprünglich vorgesehenen Abnehmerin (Beklagte 2) auf die Beklagte 1 als Käuferin sei\ndie staatliche Beteiligung an der Beklagten 1 gewesen (Klageschrift, S. 7, Ziff. IV.1.). In\nder Folge bestellte die Beklagte 1 am 27. Juni 2007 die genannte Produktionsanlage\ninklusive Montage und Software RIP für total EUR 270'000,00 (kläg. act. 8). Diese\nBestellung bestätigte die Klägerin mit Auftragsbestätigung vom 27. Juni 2007 an die\nBeklagte 1 (kläg. act. 9 und 10). Hinsichtlich der Zahlungskonditionen wurde vereinbart,\ndass der Kaufpreis vor der Lieferung im Umfang von 20% (EUR 54'000,00) als\nAkkreditiv sichergestellt werden soll (kläg. act. 15 u. 16), im Umfang von 40%\n(EUR 108'000,00) bei Lieferung der Maschine und im Umfang der restlichen 40% des\nKaufpreises (EUR 108'000,00) 30 Tage nach Ende der Installation und Inbetriebnahme\nder Maschine bezahlt werden soll (kläg. act. 9, S. 2, \"Condiciones de Pagamento\"). Die\nTransportkosten für die Maschine sollten gemäss Auftragsbestätigung auf Kosten der\nBeklagten 1 gehen (kläg. act. 9, S. 2 in fine). Integraler Bestandteil der vertraglichen\nVereinbarungen zwischen den Parteien seien - so die Klägerin - ferner die Allgemeinen\nGeschäftsbedingungen der Klägerin gewesen (kläg. act. 5; nachfolgend AGB genannt).\n\n© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/12\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nb) Nach Angaben der Klägerin hat sie die funktionstüchtige Maschine zum\nvereinbarten Preis am verabredeten Ort vertrags- und fristgemäss geliefert und\ninstalliert. Die Anlage sei am 22. Mai 2008 anstandslos in Anwesenheit der Exponenten\nder Beklagten in Betrieb genommen worden, wobei die Beklagte 1 durch Unterschrift\nihres Verwaltungsrates, Don R. P. G., auf dem Servicerapport der Klägerin vom 22. Mai\n2008 faktisch auch die Lieferung der Kaufsache, die Werkabnahme und die Fälligkeit\nder offenen Leistungen im Sinne des bestehenden Vertrages und der AGB der Klägerin\nanerkannt habe (Klageschrift, S. 8, Ziff. IV.1.; BO: Parteibefragung, kläg. act. 18).\n\n"}