{"Signatur": "SG_KG_999", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2009-07-10", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_KG_999_HG-2002-81_2009-07-10.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=1621&type=1563347022&cHash=99aaa78e3b47b148ec81e7bf029b089a", "Checksum": "02d3ede72f5d64e19dc25a1d06b29869"}, "Scrapedate": "2025-07-19", "Num": ["HG.2002.81"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "St.Gallen Kantonsgericht Sonstiges 10.07.2009 HG.2002.81"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Kantonsgericht Sonstiges"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall  Sonstiges"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo  Sonstiges"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Handelsgericht"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Art. 754 ff. OR (SR 220); Art. 63 ZPO (sGS 961.2). Aktienrechtliche Verantwortlichkeit des\r\nVerwaltungsrates, des faktischen Geschäftsführers und der Revisionsstelle für den mittelbaren Schaden (Handelsgericht, 10. Juli 2009, HG.2002.81)."}], "ScrapyJob": "446973/61/1836", "Zeit UTC": "19.07.2025 12:39:59", "Checksum": "faa1061d2343f91e81406df6be286a09", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Kantonsgericht Sonstiges 10.07.2009 HG.2002.81\nRegeste:\nArt. 754 ff. OR (SR 220); Art. 63 ZPO (sGS 961.2). Aktienrechtliche Verantwortlichkeit des\r\nVerwaltungsrates, des faktischen Geschäftsführers und der Revisionsstelle für den mittelbaren Schaden (Handelsgericht, 10. Juli 2009, HG.2002.81).\n\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nFall-Nr.: HG.2002.81\nStelle: Kantonsgericht\nRubrik: Handelsgericht\nPublikationsdatum: 19.02.2020\nEntscheiddatum: 10.07.2009\n\nEntscheid Handelsgericht, 10.07.2009\nArt. 754 ff. OR (SR 220); Art. 63 ZPO (sGS 961.2). Aktienrechtliche\nVerantwortlichkeit des Verwaltungsrates, des faktischen Geschäftsführers\nund der Revisionsstelle für den mittelbaren Schaden (Handelsgericht, 10. Juli\n2009, HG.2002.81).\n\n© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/79\nEntscheid Handelsgericht, 10.07.2009\n\nArt. 754 ff. OR (SR 220); Art. 63 ZPO (sGS 961.2). Aktienrechtliche Verantwortlichkeit des\nVerwaltungsrates, des faktischen Geschäftsführers und der Revisionsstelle für den mittelbaren Schaden (Handelsgericht, 10. Juli 2009, HG.2002.81).\n\nAus den Erwägungen:\n\nI.\n\n1. Sachverhalt\na) Die Vidamed AG (nachfolgend Vidamed) wurde am 6. November 1992 von A. A., B. B.\n(Sohn des Beklagten 1), C. C. (Beklagter 4) und D. D. mit je einem Viertel Aktienkapitalanteil\n(Fr. 100'000.--) gegründet (kläg. act. 905; kläg. act. 935, Art. 3). Nach der Überschuldungsanzeige durch den Verwaltungsrat vom 22. August 1997 wurde über die Vidamed am\n29. September 1997 der Konkurs eröffnet.\n\nIhren Gesellschaftszweck gab die Vidamed in den Statuten wie folgt an (kläg. act. 935, Art. 2):\n\n„Die Gesellschaft bezweckt die Herstellung und den Vertrieb von Produkten aller Art, insbesondere von alternativ-medizinischen Gesundheitsprodukten sowie von Produkten aus\ndem Bereich der Umwelttechnologie.\n\nDie Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte zu tätigen, die direkt oder indirekt mit diesem Zweck in Zusammenhang stehen oder geeignet sind, diesen zu fördern. Insbesondere kann sie auch Patente und Lizenzen erwerben und veräussern (...)“.\n\nAls \"Gesundheitsprodukte\" vertrieb die Vidamed insbesondere den Autoluftfilter \"Nippondenso\"\nund das \"Sanaperl\"-Wärmekissen. Als Produkte der Umwelttechnologie vertrieb sie unter dem\nNamen \"Sorbarix\" v. a. Wasserschutz- und Ölschutzkissen.\n\nIn vorliegendem Verfahren geht es im Wesentlichen um den Verkauf von Wasserschutzkissen.\nDie X. AG hatte das „Sorbarix A20“ Wasserschutzkissen mit der S. AG zur Wasserabsorption\nentwickelt und auf dem Markt eingeführt. Bis Ende 1991 hatte die S. AG für das Produkt die\nGeneralvertretung und verfügte nach eigenen Angaben noch über Vorrat am Produkt bis Ende\n1995 (kläg. act. 949.2). Mit Kaufvertrag vom 21. Juli 1993 verkaufte die X. AG der Vidamed neben ihrem gesamten damaligen Lagerbestand an Sorbarix A20 auch die Patente und Marken\nauf genanntem Produkt sowie den mit der Markteinführung geschaffenen Goodwill für\nFr. 593'000.-- (kläg. act. 939.7).\n\nBeim Sorbarix A20 Wasserschutzkissen handelt es sich um ein mit einem wasserabsorbierenden Pulver bzw. Gewebe gefülltes Kissen, das innert kurzer Zeit ca. 20 Liter Wasser absorbieren kann und das auch heute für bestimmte Einsätze v. a. von Feuerwehren benutzt wird.\n\nb) Der Beklagte 1 war im Gründungszeitpunkt einziger Verwaltungsrat der Vidamed (mit einer Namenaktie; kläg. act. 904). Gemäss Art. 2 und 3 des Reglements der Geschäftsleitung\n-2-\n\n"}