{"Signatur": "SG_KG_002", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2009-08-18", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_KG_002_BF-2009-11_2009-08-18.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=1633&type=1563347022&cHash=b753ec736599addab3cb17017f52b6a4", "Checksum": "b532b10ae7b2a0cc63a5293db2341d11"}, "Scrapedate": "2025-07-19", "Num": ["BF.2009.11"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "St.Gallen Kantonsgericht Zivilkammern (inkl. Einzelrichter) 18.08.2009 BF.2009.11"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Kantonsgericht Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall  Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo  Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Art. 129 ZGB: Beziehen beide Eheleute eine Rente, richtet sich der Grundbedarf nach den EL-Ansätzen (Kantons­gericht, II. Zivilkammer, 18. August 2009, BF.2009.11)."}], "ScrapyJob": "446973/61/1836", "Zeit UTC": "19.07.2025 12:35:19", "Checksum": "ec0d7aab0075c842b0d189d9ba542e63", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Kantonsgericht Zivilkammern (inkl. Einzelrichter) 18.08.2009 BF.2009.11\nRegeste:\nArt. 129 ZGB: Beziehen beide Eheleute eine Rente, richtet sich der Grundbedarf nach den EL-Ansätzen (Kantons­gericht, II. Zivilkammer, 18. August 2009, BF.2009.11).\n\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nFall-Nr.: BF.2009.11\nStelle: Kantonsgericht\nRubrik: Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)\nPublikationsdatum: 18.08.2009\nEntscheiddatum: 18.08.2009\n\nEntscheid Kantonsgericht, 18.08.2009\nArt. 129 ZGB: Beziehen beide Eheleute eine Rente, richtet sich der\nGrundbedarf nach den EL-Ansätzen (Kantonsgericht, II. Zivilkammer, 18.\nAugust 2009, BF.2009.11).\n\nSachverhalt:\n\nBei der Scheidung lebten beide Eheleute von einer IV-Rente. Der Ehemann bezog\nausserdem eine Rente aus beruflicher Vorsorge. Das Gericht nahm an, diese Rente\nverändere sich mit der Pensionierung des Ehemanns nicht und sprach der Ehefrau\ndaher unbefristeten, nachehelichen Unterhalt zu. Mit Erreichen des AHV-Alters wurde\ndie Rente des Ehemanns aber empfindlich gekürzt. Er ersuchte deshalb darum, den\nnachehelichen Unterhalt aufzuheben.\n\nAus den Erwägungen:\n\nNach der Grundregel soll das bisherige Verhältnis zwischen dem Einkommen des\nSchuldners und dem Unterhaltsbeitrag möglichst beibehalten werden, die Kürzung des\nUnterhalts also proportional erfolgen (BGE 108 II 30, 33; BGer, Nr. 5C.197/2003, E. 4.3;\nBaslerKomm/Spycher/Gloor, Art. 129 ZGB, N 12; FamKomm Scheidung/Wullschleger,\nArt. 286 ZGB, N 6). Dabei ist aber in jedem Fall das Existenzminimum des\nUnterhaltspflichtigen zu respektieren (BGE 123 III 1, 4; BGer 5A_292/2009, E. 2.2;\nFamKomm Scheidung/Schwenzer, Art. 129 ZGB, N 25). Der Unterhaltspflichtige darf\nausserdem eine gleichwertige Lebensweise führen wie die Unterhaltsberechtigte (BGE\n\n© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/2\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\n129 III 7 = Pra 2003 Nr. 85, E. 3.1 m.w.H.). Da die Ehefrau eine IV-Rente und\nErgänzungsleistungen bezieht und der Ehemann von Altersrenten lebt, bedeutet diese\nGleichbehandlung, dass der Grundbetrag im Bedarf des Ehemanns den Lebenskosten\nnach den Ergänzungsleistungen zu entsprechen hat, mithin Fr. 1'560.– beträgt.\n\n© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/2\n"}