{"Signatur": "SG_KG_002", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2013-12-10", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_KG_002_BE-2013-28_2013-12-10.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=1908&type=1563347022&cHash=4098c8608baadba9619ff6d8824f5e1a", "Checksum": "dffb1ed2c3d494bbd647e688e54388a3"}, "Scrapedate": "2025-07-19", "Num": ["BE.2013.28"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "St.Gallen Kantonsgericht Zivilkammern (inkl. Einzelrichter) 10.12.2013 BE.2013.28"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Kantonsgericht Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall  Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo  Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Art. 956a, Art 970 Abs. 1 und 2 ZGB (SR 210). Grundbuchbeschwerde. Einsichtnahme in das Grundbuch. Allgemeine Ausführungen zum Nachweis des schützenswerten Interesses zur Geltendmachung des Einsichtsrechts (E. III.2). Anwendung im Einzelfall (E III.3) und Interessenabwägung zur Bestimmung des Umfangs der zu genehmigenden Einsichtnahme (E. III.4). Art. 96, Art. 106 und Art. 116 ZPO (SR 272), Art. 95 f., Art. 98 und Art. 98ter VRP (sGS 951.1). Grundsätze der Kostenverlegung bei der Grundbuchbeschwerde (E. IV). (Kantonsgericht, Einzelrichterin im Personen-, Erb- und Sachenrecht, 10.Dezember 2013, BE.2013.28)."}], "ScrapyJob": "446973/61/1836", "Zeit UTC": "19.07.2025 08:13:57", "Checksum": "0241f4877a5cf0ea6a8b625df7d4d131", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Kantonsgericht Zivilkammern (inkl. Einzelrichter) 10.12.2013 BE.2013.28\nRegeste:\nArt. 956a, Art 970 Abs. 1 und 2 ZGB (SR 210). Grundbuchbeschwerde. Einsichtnahme in das Grundbuch. Allgemeine Ausführungen zum Nachweis des schützenswerten Interesses zur Geltendmachung des Einsichtsrechts (E. III.2). Anwendung im Einzelfall (E III.3) und Interessenabwägung zur Bestimmung des Umfangs der zu genehmigenden Einsichtnahme (E. III.4). Art. 96, Art. 106 und Art. 116 ZPO (SR 272), Art. 95 f., Art. 98 und Art. 98ter VRP (sGS 951.1). Grundsätze der Kostenverlegung bei der Grundbuchbeschwerde (E. IV). (Kantonsgericht, Einzelrichterin im Personen-, Erb- und Sachenrecht, 10.Dezember 2013, BE.2013.28).\n\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nFall-Nr.: BE.2013.28\nStelle: Kantonsgericht\nRubrik: Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)\nPublikationsdatum: 10.12.2013\nEntscheiddatum: 10.12.2013\n\nEntscheid Kantonsgericht, 10.12.2013\nArt. 956a, Art 970 Abs. 1 und 2 ZGB (SR 210). Grundbuchbeschwerde.\nEinsichtnahme in das Grundbuch. Allgemeine Ausführungen zum Nachweis\ndes schützenswerten Interesses zur Geltendmachung des Einsichtsrechts\n(E. III.2). Anwendung im Einzelfall (E III.3) und Interessenabwägung zur\nBestimmung des Umfangs der zu genehmigenden Einsichtnahme (E. III.4).\nArt. 96, Art. 106 und Art. 116 ZPO (SR 272), Art. 95 f., Art. 98 und Art. 98ter\nVRP (sGS 951.1). Grundsätze der Kostenverlegung bei der\nGrundbuchbeschwerde (E. IV). (Kantonsgericht, Einzelrichterin im\nPersonen-, Erb- und Sachenrecht, 10.Dezember 2013, BE.2013.28).\n\nErwägungen (Auszug):\n\nI.\n\n1. A.X., damals Eigentümerin des Grundstückes F.-Gbbl. xyz, räumte B.X. am 11.\nJanuar 1984 ein auf besagtem Grundstück lastendes beschränktes Gewinnanteilsrecht\nein […]. Am 22. August 2002 unterzeichneten B.X. und M. - als Spezialbevollmächtigter\nder A.X. - eine \"Löschungsbewilligung\" resp. Anmeldung zur Löschung besagten\nRechts. Als \"Grund der Löschung\" war vermerkt: \"Infolge Verkauf wurde der\nGewinnanteilsanspruch definitiv abgegolten\" […].\n\n2/a) Am 31. Mai 2012 wandte sich Rechtsanwalt Dr. S. in Vertretung B.X.s an das\nGrundbuchamt F. Er suchte um die Informationen nach, wann und zu welchem Preis\ndas Grundstück verkauft worden sei und wann und zu welchem Wert und in welcher\nRechtsform das Grundstück seinerzeit von den Eltern übernommen worden sei, je\n\n© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/10\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nunter Kopie des entsprechenden Vertragswerkes […]. Der Grundbuchverwalter\nantwortete per Email vom 11. Juni 2012, der Gesuchsteller habe auf \"seinen\nGewinnanspruch verzichtet\", die Zusendung weiterer Urkunden sei \"nicht mehr\nnotwendig\" […]. Das Gesuch wurde mit Schreiben vom 6. August 2012 erneuert […];\nes wurde mit Verfügung vom 11. September 2012 abgewiesen […].\n\n[Die gegen diese Verfügung von B.X. erhobene Beschwerde wies das Departement des\nInnern (Vorinstanz) nach Einholen einer Stellungnahme des Grundbuchamtes F. und\neines Mitberichts des Grundbuchinspektorates am 7. Juni 2012 ab.]\n\n3.a) Gegen diesen Entscheid führt B.X. mit Eingabe vom 12. Juli 2013 Beschwerde […]\nund unterbreitet der Einzelrichterin im Personen-, Erb- und Sachenrecht darin die\nfolgenden Anträge:\n\n1. Der Entscheid vom 7. Juni 2013 des Departementes des Innern des Kantons St.\nGallen sei aufzuheben.\n\n2. Das Grundbuchamt der Gemeinde F. sei unter Aufhebung der angefochtenen\nVerfügung vom 11. September 2012 zu verpflichten, dem Beschwerdeführer Einsicht in\nden Kaufvertrag betreffend das Grundstück Nr. xyz zwischen Frau A.X. an einen Dritten\nzu gewähren sowie in den Übernahmevertrag (Schenkung, Abtretung, Kauf (?))\nzwischen den Eltern X. und Frau A.X., am besten mittels Aushändigung von Kopien.\n\n3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer.\n\n[Das Departement des Innern beantragte die Abweisung der Beschwerde, das\nGrundbuchamt der Gemeinde F. verzichtete auf eine Vernehmlassung.]\n\nII.\n\n1. Die von Amtes wegen zu prüfenden Prozessvoraussetzungen sind erfüllt; zuständig\nist die Einzelrichterin im Personen-, Erb- und Sachenrecht (Art. 12 Abs. 2 EG-ZGB;\nArt. 15 lit. b EG-ZPO; Art. 59 Abs.2 ZPO; Art. 956a ZGB).\n\n© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/10\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\n2. a) Auf das Beschwerdeverfahren findet die Schweizerische Zivilprozessordnung\nAnwendung (Entscheid des Kantonsgerichts vom 5. Juni 2012 i.S. BE.2012.15, E. 2\n[http://www.gerichte.sg.ch/home/dienstleistungen/rechtsprechung/kantonsgericht/\nentscheide_2012/be_2012_15.html]). Mit der Beschwerde gemäss Art. 319 ff. ZPO\nkönnen die unrichtige Rechtsanwendung (Art. 320 lit. a. ZPO) und die offensichtlich\nunrichtige Feststellung des Sachverhalts (Art. 320 lit. b. ZPO) durch die Vorinstanz\ngeltend gemacht werden.\n\n[…]\n\nIII.\n\n[…]\n\n2.a) Das Grundbuch hält den Bestand der dinglichen Rechte an Grundstücken fest; es\nerfüllt bezüglich unbeweglicher Sachen die Publizitätsfunktion, welche bei beweglichen\ndem Besitz zukommt. Die Eintragungen im Grundbuch tun also die dinglichen Rechte\nnach aussen kund und gelten als bekannt (Art. 970 Abs. 4 ZGB). Um dieser\nPublizitätsfunktion nachkommen zu können, muss die Öffentlichkeit in bestimmtem\nRahmen Zugang zu den Eintragungen haben (BSK ZGB II-Schmid, N 12 und 26 vor Art.\n942-977 ZGB; Pfammatter, in: Kren Kostkiewicz/ Nobel/ Schwander/ Wolf (Hrsg), ZGB\nKommentar [OFK-ZGB], N 1 zu Art. 970 ZGB). Das Gesetz (in der seit 1. Januar 2005 in\nKraft stehenden Fassung) definiert einen engen Kreis von Daten, zu welchem\njedermann und voraussetzungslos Auskunft zu erhalten vermag (Art. 970 Abs. 2 und 3\nZGB); die weitergehende Einsicht erfordert, dass ein Interesse glaubhaft gemacht wird\n(Art. 970 Abs. 1 ZGB).\n\n"}