Vom Gesetzeswortlaut her ist jede Persönlichkeitsverletzung widerrechtlich, wenn kein Rechtfertigungsgrund besteht. Praxisgemäss ist in zwei Schritten zu prüfen, ob eine Persönlichkeitsverletzung und ein Rechtfertigungsgrund vorliegen (BGer 6B_1172/2016 vom 29. August 2017 = Pra 107 (2018) Nr. 10 E. 1.3, 6B_241/2015 vom 26. Januar 2016 E. 1.3.1, 6B_1130/2014 vom 8. Juni 2015 E. 3.1, 6B_990/2013 vom 10. Juni 2014 E. 1.2). Das Recht auf körperliche Unversehrtheit gehört zum physischen Schutzbereich von Art. 28 ZGB (BSK ZGB I-Meili, 7. Aufl., Art. 28 N 17).