{"Signatur": "SG_KG_001", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2016-02-03", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_KG_001_AK-2015-355_2016-02-03.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=2356&type=1563347022&cHash=115f2b8fd7e03f22716363532517bbd3", "Checksum": "7e83416377424edd9ffbbf81037b46c6"}, "Scrapedate": "2025-07-19", "Num": ["AK.2015.355"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer 03.02.2016 AK.2015.355"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer 03.02.2016 AK.2015.355"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer 03.02.2016 AK.2015.355"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Art. 363 StPO (SR 312.0), Art. 51 EG-StPO (sGS 962.1). Zuständigkeit bei selbständigen nachträglichen Entscheiden des Gerichts. Für die Festlegung der Zuständigkeit innerhalb des kantonalen Instanzenzuges ist einzig mass­gebend, ob das Berufungsgericht sich materiell mit der (ursprünglichen) Strafsache befasst hat, nicht hingegen, welche Punkte des Urteils überprüft oder abgeändert wurden (Anklagekammer, 3. Februar 2016, AK.2015.355)."}], "ScrapyJob": "446973/61/1836", "Zeit UTC": "19.07.2025 06:27:43", "Checksum": "5d0fbb5306742adef1d11ce790bc21f6", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer 03.02.2016 AK.2015.355\nRegeste:\nArt. 363 StPO (SR 312.0), Art. 51 EG-StPO (sGS 962.1). Zuständigkeit bei selbständigen nachträglichen Entscheiden des Gerichts. Für die Festlegung der Zuständigkeit innerhalb des kantonalen Instanzenzuges ist einzig mass­gebend, ob das Berufungsgericht sich materiell mit der (ursprünglichen) Strafsache befasst hat, nicht hingegen, welche Punkte des Urteils überprüft oder abgeändert wurden (Anklagekammer, 3. Februar 2016, AK.2015.355).\n\n d) Schliesslich liegt auch keine Verletzung des „double-instance“-Prinzips vor.\nDer kantonale Gesetzgeber hat sich mit Art. 51 EG-StPO bewusst für ein Abweichen\nvon diesem Prinzip entschieden. Der Bundesgesetzgeber lässt mit der Regelung von\nArt. 363 StPO denn auch ausdrücklich zu, dass das kantonale\nBehördenorganisationsrecht festlegen kann, dass das kantonale Berufungsgericht bzw.\ndas kantonal letztinstanzlich entscheidende Gericht auch die selbstständigen\nnachträglichen Entscheide fällt (vgl. BGE 139 IV 175 E. 1.1; BGer. 6B_462/2013 E. 2.2;\nBGer. 1B_186/2015 E. 4.2).\n\ne) Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass zum Entscheid über die\nnachträgliche richterliche Anordnung in der Strafsache des Beschwerdeführers die\nStrafkammer des Kantonsgerichts zuständig ist, da diese mit dem Entscheid vom 10.\nDezember 2012 (ST.2012.03-SK3) das rechtskräftige Urteil gefällt hat.\n\n© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/3\n"}