{"Signatur": "SG_KG_001", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2011-06-28", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_KG_001_AK-2011-134_2011-06-28.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=1796&type=1563347022&cHash=6296536ab55b1ebadb5822ada9a808b7", "Checksum": "d1f9c6b9e584f79b9dcf2beddde3a556"}, "Scrapedate": "2025-07-19", "Num": ["AK.2011.134"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer 28.06.2011 AK.2011.134"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer 28.06.2011 AK.2011.134"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer 28.06.2011 AK.2011.134"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO (SR 312.0). Beschwerdefähige Verfahrenshandlungen bzw. –unterlassungen der Staatsanwaltschaft (Anklagekammer, 28. Juni 2011, AK.2011.134)."}], "ScrapyJob": "446973/61/1836", "Zeit UTC": "19.07.2025 10:34:14", "Checksum": "580d5a3d3425d33a2adc8db6271e951d", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer 28.06.2011 AK.2011.134\nRegeste:\nArt. 393 Abs. 1 lit. a StPO (SR 312.0). Beschwerdefähige Verfahrenshandlungen bzw. –unterlassungen der Staatsanwaltschaft (Anklagekammer, 28. Juni 2011, AK.2011.134).\n\n 3. Im Übrigen wäre auch die Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführerin\ngemäss Art. 382 StPO zu verneinen. Danach kann jede Partei, die ein rechtlich\ngeschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheids hat, ein\nRechtsmittel ergreifen. Ein solches ergibt sich daraus, dass die betreffende Person\ndurch den angefochtenen Entscheid unmittelbar in ihren Rechten betroffen, d.h.\nbeschwert ist. Eine blosse Reflexwirkung genügt demgegenüber nicht. Das rechtlich\ngeschützte Interesse an der Änderung oder Aufhebung ergibt sich in der Regel aus\ndem Dispositiv des angefochtenen Entscheids, nicht aus der Begründung. Nur soweit\ndas Dispositiv belastende Feststellungen oder Anordnungen enthält, besteht eine\nBeschwer (Viktor Lieber in: Donatsch Andreas/Hansjakob Thomas/Lieber Viktor,\nKommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, N 7 f. zu Art. 382).\n\nDurch die gerügte Weigerung der Staatsanwaltschaft, ihren Berufungsverzicht gegen\nein kreisgerichtliches Urteil zu begründen, ist die Beschwerdeführerin nicht im\nvorerwähnten Sinne beschwert. Hierfür genügt nicht, dass durch die verlangte\nschriftliche Begründung des Berufungsverzichts der Beschwerdeführerin die\n\n© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/4\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nMöglichkeit geboten würde, diese im Sinne des rechtlichen Gehörs zu kontrollieren.\nDas Gesetz sieht nicht vor, dass die Staatsanwaltschaft (oder eine andere\nVerfahrenspartei) ihren Berufungsverzicht gemäss Art. 82 StPO begründen muss. Nach\nErlass des erstinstanzlichen Gerichtsurteils kann grundsätzlich nur noch dieser\nEntscheid Anfechtungsobjekt eines Rechtsmittels sein.\n\n© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/4\n"}