{"Signatur": "SG_KG_001", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2006-11-21", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_KG_001_AK-2006-254_2006-11-21.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=4262&type=1563347022&cHash=cf0b6cb250aab0a0009fa686834118f1", "Checksum": "483679f9b4937a78d8197bb9f4ccae99"}, "Scrapedate": "2025-07-19", "Num": ["AK.2006.254"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer 21.11.2006 AK.2006.254"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer 21.11.2006 AK.2006.254"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer 21.11.2006 AK.2006.254"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Art. 3 Abs. 2 StP (sGS 962.1). Die Vorschriften des Gerichtsgesetzes über die Zeitbestimmungen sind grundsätzlich zwingend einzuhalten (Anklagekammer, 21. November 2006, AK.2006.254)."}], "ScrapyJob": "446973/61/1836", "Zeit UTC": "19.07.2025 14:49:17", "Checksum": "fc5a4a9ac11dbbb030438e9ba1392b9a", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer 21.11.2006 AK.2006.254\nRegeste:\nArt. 3 Abs. 2 StP (sGS 962.1). Die Vorschriften des Gerichtsgesetzes über die Zeitbestimmungen sind grundsätzlich zwingend einzuhalten (Anklagekammer, 21. November 2006, AK.2006.254).\n\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nFall-Nr.: AK.2006.254\nStelle: Kantonsgericht\nRubrik: Strafkammer und Anklagekammer\nPublikationsdatum: 21.11.2006\nEntscheiddatum: 21.11.2006\n\nEntscheid Anklagekammer, 21.11.2006\nArt. 3 Abs. 2 StP (sGS 962.1). Die Vorschriften des Gerichtsgesetzes über die\nZeitbestimmungen sind grundsätzlich zwingend einzuhalten\n(Anklagekammer, 21. November 2006, AK.2006.254).\n\nAus den Erwägungen:\n\n2. Die Fristansetzung in der angefochtenen untersuchungsrichterlichen Mitteilung an\ndie Parteien vom 1. September 2006, nämlich \"bis zum 15. September 2006\n(Posteingang)\", gibt zu folgenden aufsichtsrechtlichen Bemerkungen Anlass:\n\nDie Vorschriften des Gerichtsgesetzes über Ordnungsstrafen, Eingaben, Eröffnung von\nMitteilungen und Entscheiden, Zeitbestimmungen und Gebühren werden im\nUntersuchungs- und im Anklageverfahren sowie im Beschwerdeverfahren und in der\nJugendstrafrechtspflege sachgemäss angewendet (Art. 3 Abs. 2 StP). Ergänzende\nBestimmungen finden sich in der Gerichtsordnung vom 19. April 1991.\n\nEntsprechend den gesetzlichen Fristen für Rechtsmittel (vgl. Art. 232, 239f., 256 StP)\nund andere Rechtsbehelfe (z.B. Art. 171 Abs. 1, 186 Abs. 1 StP) sowie dem\nGrundgedanken der Zeitbestimmungen gemäss den Art. 77ff. des Gerichtsgesetzes\nsind Fristen – abgesehen von Vorladungsterminen – in der Regel mit einer bestimmten\nAnzahl von Tagen (oder allenfalls einer längeren Zeiteinheit) anzugeben. So enthält das\nGerichtsgesetz klare Regelungen über die Berechnung solcher Fristen (vgl. Art. 82 bis\n84 GerG). Eine Abweichung vom erwähnten Grundsatz ist grundsätzlich nur\nausnahmsweise zulässig, z.B. im Falle zeitlicher Dringlichkeit oder auch nach\nVereinbarung. Im vorliegenden Fall sind keine solchen oder ähnlichen Gründe\nersichtlich.\n\n© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/2\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nAm Gesagten vermag nichts zu ändern, dass gemäss Art. 179 Abs. 1 StP den Parteien\n\"eine angemessene Frist\" anzusetzen ist. Der Gesetzgeber wollte damit offensichtlich\ndem Umstand Rechnung tragen, dass der Untersuchungsrichter bei der Bestimmung\nder (angemessenen) Frist dem Umfang und der Schwierigkeit des einzelnen Falles\nRechnung tragen kann. Dies entbindet indes den Untersuchungsrichter nicht, im\nRegelfall die Frist auf eine bestimmte Anzahl einer Zeiteinheit festzusetzen.\n\nIm Übrigen führt im vorliegenden Fall die am 1. September 2006 (Versand der\nParteimitteilung) auf den 15. September 2006 (Posteingang) festgesetzte Frist dazu,\ndass der Beschwerdeführerin, gerechnet ab dem Tag nach dem Eingang (vgl. Art. 82\nAbs. 1 GerG), nicht einmal eine Frist von 14 Tagen zur Verfügung stand. Dies umso\nmehr, als eine allfällige Eingabe innert angesetzter Frist bei der Vorinstanz eingehen\nmusste. Diesbezüglich kommt hinzu, dass es nicht angeht, beim postalischen Versand\ndie Partei das Risiko des fristgerechten Eingangs bei der Behörde tragen zu lassen.\nGemäss Art. 84 Abs. 2 zweiter Satz GerG gilt vielmehr die Frist als eingehalten, wenn\neine Eingabe bis 24 Uhr des letzten Tages der schweizerischen Post übergeben wurde.\n\n© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/2\n"}