{"Signatur": "SG_HG_001", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2016-11-30", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_HG_001_HG-2012-95_2016-11-30.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=2353&type=1563347022&cHash=88ee12e1fa39db05c94a3609a4ec6553", "Checksum": "160742802db25b6a335212ac342bf3d4"}, "Scrapedate": "2025-07-19", "Num": ["HG.2012.95"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Handelsgericht 30.11.2016 HG.2012.95"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Handelsgericht 30.11.2016 HG.2012.95"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Handelsgericht 30.11.2016 HG.2012.95"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Handelsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Handelsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Handelsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Art. 3 lit. d UWG, Art. 2 URG: Urheberrechtlicher und lauterkeitsrechtlicher Schutz des Kreuzzargenstuhls und des HfG-Barhockers von Max Bill (Handelsgericht, 30. November 2016, HG.2012.95).\r\nDie Entscheidung des Handelsgerichts St. Gallen vom 30. November 2016 ist in Bezug auf den Kreuzzargenstuhl rechtskräftig. In Bezug auf den HfG-Barhocker wurde der Entscheid vom Bundesgericht mit Urteil vom 12. Juli 2017 (BGer 4A_115/2017) aufgehoben."}], "ScrapyJob": "446973/61/1836", "Zeit UTC": "19.07.2025 05:45:42", "Checksum": "cb58d6ad99de235726f856e6463ca0bd", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Handelsgericht 30.11.2016 HG.2012.95\nRegeste:\nArt. 3 lit. d UWG, Art. 2 URG: Urheberrechtlicher und lauterkeitsrechtlicher Schutz des Kreuzzargenstuhls und des HfG-Barhockers von Max Bill (Handelsgericht, 30. November 2016, HG.2012.95).\r\nDie Entscheidung des Handelsgerichts St. Gallen vom 30. November 2016 ist in Bezug auf den Kreuzzargenstuhl rechtskräftig. In Bezug auf den HfG-Barhocker wurde der Entscheid vom Bundesgericht mit Urteil vom 12. Juli 2017 (BGer 4A_115/2017) aufgehoben.\n\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nFall-Nr.: HG.2012.95\nStelle: Handelsgericht\nRubrik: Handelsgericht\nPublikationsdatum: 30.11.2016\nEntscheiddatum: 30.11.2016\n\nEntscheid Handelsgericht, 30.11.2016\nArt. 3 lit. d UWG, Art. 2 URG: Urheberrechtlicher und lauterkeitsrechtlicher\nSchutz des Kreuzzargenstuhls und des HfG-Barhockers von Max Bill\n(Handelsgericht, 30. November 2016, HG.2012.95). Die Entscheidung des\nHandelsgerichts St. Gallen vom 30. November 2016 ist in Bezug auf den\nKreuzzargenstuhl rechtskräftig. In Bezug auf den HfG-Barhocker wurde der\nEntscheid vom Bundesgericht mit Urteil vom 12. Juli 2017 (BGer\n4A_115/2017) aufgehoben.\n\nDer Entscheid vom 30. November 2016 liegt dieser Publikation als PDF bei.\n\n© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/30\nKanton St.Gallen\nGerichte\n\nHandelsgericht\n\nAnonymisierte Fassung\n\nEntscheid vom 30. November 2016\n\nBesetzung Präsident Rolf Brunner, Kantonsrichter Benedikt Landolt,\nHandelsrichter Peter Baumberger, Kurt Stocker und Roberto Togni;\nHandelsgerichtsschreiber Markus Weichelt\n\nGeschäftsnr. HG.2012.95-HGK\n\nVerfahrens- Stiftung A.,\nbeteiligte\nKlägerin,\n\nvertreten von Rechtsanwalt Dr. Michael Ritscher und Rechtsanwalt\nDr. Peter Schramm, Meyerlustenberger Lachenal, Forchstrasse 452,\nPostfach 1432, 8032 Zürich,\n\ngegen\n\nX. AG,\n\nBeklagte,\n\nvertreten von Rechtsanwalt Stefan Day, Day Rechtsanwälte AG, Gotthardstrasse 53, Postfach 1808, 8027 Zürich,\n\nGegenstand Urheberrecht und Lauterkeitsrecht\nRechtsbegehren der Klägerin:\n\n1. Der Beklagten sei unter Androhung der Straffolge von Art. 292 StGB im Zuwiderhandlungsfall gegenüber ihren Organen zu untersagen, Stühle in der Form des von\nMax Bill entworfenen 'Kreuzzargenstuhls' selbst oder durch Dritte herzustellen oder\nzu vertreiben:\n\n2. Der Beklagten sei unter Androhung der Straffolge von Art. 292 StGB im Zuwiderhandlungsfall gegenüber ihren Organen zu untersagen, Stühle in der Form des von\nMax Bill entworfenen 'HfG Barhockers' selbst oder durch Dritte herzustellen oder zu\nvertreiben:\n\n3. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin über die Anzahl aller von ihr seit dem\n1. Januar 2012 hergestellten und verkauften Stühle gemäss Ziffer 1. und 2. sowie\nüber alle damit erzielten Umsätze und Gewinne Auskunft zu erteilen.\n\n4. Die Beklagte sei zu verurteilen, der Klägerin eine nach dem Ergebnis der Auskunftserteilung gemäss vorstehendem Rechtsbegehren durch die Klägerin noch zu beziffernden oder durch das Gericht festzulegenden Betrag als finanzielle Wiedergutmachung zu bezahlen.\n\n5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.\n\nRechtsbegehren der Beklagten:\n\n1. Die Klage sei abzuweisen.\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin.\n\nHG.2012.95-HGK 2/29\nErwägungen\n\nI.\n\n1. Die Stiftung A. (Klägerin) bezweckt u.a. die Wahrung der Werke von Max Bill, deren Sammlung und Pflege, die Förderung der wissenschaftlichen Forschung, die Unterstützung der Verbreitung der Sammlung und die Wahrung der Urheberrechte (kläg.act.\n13). Bei der X. AG (Beklagte) handelt es sich um eine Aktiengesellschaft. Sie bezweckt\ndie Fabrikation und den Vertrieb von Möbeln.\n\n2. Mit Lizenzvertrag vom 7. April 1999 räumte die Klägerin der Beklagten das ausschliessliche Recht ein, bestimmte von Max Bill entworfene Möbel herzustellen und zu\nvertreiben sowie das nicht ausschliessliche Recht, die Marke 'max bill' für diese Möbel zu\nverwenden (kläg.act. 16). In der Präambel des Lizenzvertrages wurde festgehalten, dass\ndie Beklagte mit Max Bill zwischen 1952 und 1955 einen Rahmen-Lizenzvertrag und verschiedene Objekt-Lizenzverträge geschlossen habe. Die Beklagte habe damals einige der\nvon Max Bill entworfenen Möbel in Serie hergestellt. Seit 1996 habe die Beklagte einen\nTeil dieser Möbel wieder produziert. Zudem wird im Lizenzvertrag erwähnt, die Klägerin\nsei Inhaberin der Nutzungsrechte an den von Max Bill entworfenen Möbeln gemäss Anhang B (Präambel) und Vertragsprodukte im Sinne des Vertrages seien alle Möbel von\nMax Bill, die gemäss den im Anhang B aufgeführten Entwürfen hergestellt werden (Ziffer 1.1). Unter Ziffer 8.4 des Lizenzvertrages wird der Anhang ausdrücklich zum Bestandteil des Vertrages erklärt, wobei der Anhang von beiden Parteien zumindest mit ihren Initialen unterzeichnet werden müsse (kläg.act. 16). Das dem Gericht eingereichte Vertragsexemplar enthält allerdings keine Anhänge. Für sämtliche Streitigkeiten aus dem Vertrag\nvereinbarten die Parteien Luzern als ausschliesslichen Gerichtsstand (kläg.act. 16,\nZiff. 8.6).\n\n"}