{"Signatur": "SG_HG_001", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2006-07-03", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_HG_001_HG-2006-1_2006-07-03.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=4247&type=1563347022&cHash=61aea414cc3f71d315332704ad1cc9c4", "Checksum": "8c60560e201ea055180e95e3c988939a"}, "Scrapedate": "2025-07-19", "Num": ["HG.2006.1"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Handelsgericht 03.07.2006 HG.2006.1"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Handelsgericht 03.07.2006 HG.2006.1"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Handelsgericht 03.07.2006 HG.2006.1"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Handelsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Handelsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Handelsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Art. 24 Abs. 2, Art. 33 BEHG (SR 954.1). Eine nach Ablauf der (öffentlichen) Angebotsfrist beschlossene Kapitalerhöhung, die beim Anbieter zu einer Kapitalverwässerung führt, muss ausgeglichen werden. Die Aktionäre der Zielgesellschaft sind so zu stellen, wie wenn sie an der Kapitalerhöhung hätten teilnehmen können (Handelsgericht, 3. Juli 2006, HG.2006.1)."}], "ScrapyJob": "446973/61/1836", "Zeit UTC": "19.07.2025 14:53:31", "Checksum": "b0abca6c449f8e02156e83ee2ab767e9", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Handelsgericht 03.07.2006 HG.2006.1\nRegeste:\nArt. 24 Abs. 2, Art. 33 BEHG (SR 954.1). Eine nach Ablauf der (öffentlichen) Angebotsfrist beschlossene Kapitalerhöhung, die beim Anbieter zu einer Kapitalverwässerung führt, muss ausgeglichen werden. Die Aktionäre der Zielgesellschaft sind so zu stellen, wie wenn sie an der Kapitalerhöhung hätten teilnehmen können (Handelsgericht, 3. Juli 2006, HG.2006.1).\n\nVom Wert der B-Aktie ohne Kapitalerhöhung (W OKE) ist der Wert der Aktien ohne Ausgleichszahlung (W OAZ) abzuziehen, mithin der Wert der B-Aktie, der sich ergäbe, wenn trotz Kapitalerhöhung keine Ausgleichszahlung für die Kapitalerhöhung bezahlt würde. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Aktienkurs der B-Aktie der Klägerin die Information, dass eine Ausgleichszahlung an die Aktionäre der Beklagten bezahlt worden ist, beinhaltet. Somit erscheint es\nsachgerecht, diesem Aktienkurs (P [= SEK 289]) der als Ausgleichszahlung geleistete Betrag\npro Aktie (Z) hinzurechnen. Dabei ist von der gesamten Anzahl der Aktien, d.h. nach Kapitalerhöhung durch Bezugsrechtsausgabe und nach Ausgabe von Aktien für das Kraftloserklärungsverfahren auszugehen (A + B + C), nachdem diese Anzahl Aktien vom Markt bereits\nantizipiert worden ist. Dies ergibt folgende Formel:\n\nZxB\nWOAZ  P \nA BC\n\nWerden in diese Formel die Werte eingesetzt, die im Zeitpunkt der Klageänderung bekannt\nwaren, lautet sie wie folgt:\n\nZ 198 '635\nWOAZ  P \n70'098 '746  C\n\nDie Differenz zwischen dem Wert der B-Aktien ohne Kapitalerhöhung (W OKE) und dem Wert der\nB-Aktien ohne Ausgleichszahlung, aber mit Kapitalerhöhung (W OAZ), mithin der pro B-Aktie der\nKlägerin für den Verwässerungseffekt zu bezahlende Betrag, kann mit folgender Formel dargestellt werden (vgl. Ziff. 1 lit. a.i des Rechtsbegehrens gemäss Klageänderung):\n\nC  70'098 '746  C 2\nZ  (P  SEK 155 )\nC  69'900 '111  4'913'834' 190'772'52 0\n\nWerden nun die Werte P = SEK 289 und C = 17'475'027 in die oben stehende Formel\neingesetzt, so ergibt sich ein Betrag von Z = SEK 33.4239. Dieser berechnet sich wie folgt:\n\nP = SEK 289\nC = 17'475'027\n\n00152881.doc\n- 12 -\n\nZ = (P - SEK 155) C x 70'098'746 + C² = 1'530'354'047'666'870\nC x 69'900'111 + 4'913'834'190'772'520 = 6'135'340'517'800'520\n\n=1'530'354'047'666'870 : 6'135'349'516'800'520 0.249432618\n= 134 x 0.249432618 33.42397081\n\n=C 17'475'027\n= C² 305'376'568'650'729\n= C x 70'098'746 1'224'977'479'016'140\n= C x 70'098'746 + C² 1'530'354'047'666'870\n\n= C x 69'900'111 1'221'506'327'028'000\n= C x 69'900'111 + 4'913'834'190'772'520 6'135'340'517'800'520\n\nSEK 289 - 155 = SEK 134\n\nDabei ist der Betrag von SEK 33.4239 in Schweizer Franken umzurechnen, nachdem auch der\nBarbetrag (CHF 440) in Schweizer Franken bezahlt wird. Es erscheint sachgerecht, auf den\nWechselkurs vom 19. April 2006 abzustellen, der auch für die Bestimmung des Aktienkurses\nrelevant ist. Für die Bestimmung des relevanten Wechselkurses ist auf das arithmetische Mittel\ndes um 12.00 Uhr auf dem System Reuters rapportierten Wechselkurses SEK/CHF mit dem\nSymbol SEKCHF=R abzustellen, welcher am 19. April 2006 0.1682 betrug (Beilage 3 zur\nEingabe vom 23.06.2006). Der Betrag von SEK 33.4239 beträgt damit umgerechnet\nCHF 5.6252. Nachdem die zusätzliche Zahlung durch die Klägerin für jede neu ausgegebene\nAktie der Beklagten das Fünffache des vorliegend berechneten Betrages von CHF 5.6252\nbetragen soll, beträgt damit die zusätzliche Zahlung CHF 28.11 (5 x CHF 5.6252). Die\nMultiplikation mit Fünf ist dadurch begründet, dass für jede Aktie der Beklagten fünf B-Aktien\nder Klägerin gegeben werden. Insgesamt erscheint die von der Klägerin vorgenommene\nBerechnung der Ausgleichszahlung angemessen und zweckmässig, was auch in einer\nBeurteilung durch Ernst & Young AG vom 10. April 2006 bestätigt wird (Beilage 8 zur\nKlageänderung).\n\n6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Ziff. 1a des Rechtsbegehrens gemäss\nKlageänderung zu schützen ist.\n\n00152881.doc\n"}