{"Signatur": "SG_HG_001", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2005-03-23", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_HG_001_HG-2003-42_2005-03-23.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=4426&type=1563347022&cHash=95b68d6e1f199d244e58ea26e6673a52", "Checksum": "7f89a5e1ac8315397ccd3839cceba23b"}, "Scrapedate": "2025-07-19", "Num": ["HG.2003.42"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Handelsgericht 23.03.2005 HG.2003.42"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Handelsgericht 23.03.2005 HG.2003.42"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Handelsgericht 23.03.2005 HG.2003.42"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Handelsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Handelsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Handelsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Art. 1, 3, 14, 17 f., 23, 25, 27, 32, 34 ff. des Übereinkommens über den Beförderungsvertrag im internationalen Strassenverkehr (Convention relative au Contrat de transport international de marchandises par route (CMR, SR 0.741.611). Zu entscheiden war im Wesentlichen über die Aktivlegitimation und Passivlegitimation der Parteien; insbesondere über die Frachtführerstellung der Beklagten und über die Gültigkeit einer Zession nach iranischem Recht (Handelsgericht, 23. März 2005, HG.2003.42)"}], "ScrapyJob": "446973/61/1836", "Zeit UTC": "19.07.2025 15:11:05", "Checksum": "693484f2b60df021ed31d548fbdaca17", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid St.Gallen Handelsgericht 23.03.2005 HG.2003.42\nRegeste:\nArt. 1, 3, 14, 17 f., 23, 25, 27, 32, 34 ff. des Übereinkommens über den Beförderungsvertrag im internationalen Strassenverkehr (Convention relative au Contrat de transport international de marchandises par route (CMR, SR 0.741.611). Zu entscheiden war im Wesentlichen über die Aktivlegitimation und Passivlegitimation der Parteien; insbesondere über die Frachtführerstellung der Beklagten und über die Gültigkeit einer Zession nach iranischem Recht (Handelsgericht, 23. März 2005, HG.2003.42)\n\n\"Based on the above findings at the Consignee's factory incorporating the present-day\nsituation and the unsuccessful repairs carried out by the Consignees and taking into\nconsideration the original sound values of the items in question as well as the repair\ncost estimate submitted by the Vendor's per their telefax dated January 25th, 2002 the\nclaim on the three damaged machines and the eight electric motors can be\nsummarised as follows: (...). The constructive total loss [of the three pieces of\nmachinery: Weight & Feed Hopper Assembly: Automatic Scale Granex MWBS-300-400\nand MEAF Control System; Crushing Mill DOZH-4; Flaking Roller Mill DOQB] is based\non the fact that the repair cost estimate exceeds the original sound value of the items\nin question. Additional freight and insurance costs for a transport from the Consignee's\nplant to Manufacturer’s plant in Switzerland and back have also been referred to in the\ncost estimate which would even more emphasise this procedure as unjustified. (...).\n\nThe salvage value for the three pieces of machinery has been estimated at 30% of\noriginal values. The reason this percentage has not been determined any higher is\nbecause the assumed imposition in the Consignee's taking over items, the requirement\nof which as spare parts for projected future usage as spare parts is not necessarily an\n\n© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/51\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nabsolute certainty, as well as the fact that the parts in question will be totally devoid of\nany warranties.\n\nAs regards the eight electric motors which have also been included in the Vendor's\nestimated repair cost projection at USD 12.590,00 (versus a total original cost of USD\n10.700,00) normally the same criteria would apply here, however as the originally\nsurveyed damages on these items do not justify a total loss under any circumstances\nand conventional repairs and/or replacement of parts would absolutely be possible\nlocally, we consider the loss on these items at 25% of original values. (....).\" (kläg. act.\n38, S. 3 f.).\n\nDamit kam der Experte des Irano-German Insurance Services in seinem Survey Report\nzum Schluss, dass die Reparatur der drei Maschinen nicht erfolgreich war und der\nSchaden immer noch im Bereich eines Constructiv Total Loss liege, allenfalls ein\n\"Salvage value\" (= Schrottwert / Restwert) von 30% für die Maschinen und von 75%\nfür die Motoren anzurechnen sei (kläg. act. 38, S. 4).\n\n5. Nachdem die von der Käuferin verpflichtete Transportversicherung E. (nachfolgend\nKlägerin) mit der Beklagten Kontakt aufgenommen hatte und ihr anzeigte, sie werde\nvon ihrer Kundin (Käuferin) bezüglich des Transportschadens in Anspruch genommen\nund fordere ihrerseits von der Beklagten Ersatz (kläg. act. 22 - 24), stellte sich die\nBeklagte gegenüber der Klägerin auf den Standpunkt, sie habe im massgeblichen\nGeschäft nur als Vermittlerin gemäss den Schweizerischen Spediteurbedingungen\n(nachfolgend AGB-SSV) fungiert, weshalb die Klägerin gebeten werde, direkt mit der B.\nbeziehungsweise deren Unterfrachtführerin Kontakt aufzunehmen (kläg. act. 26).\nDaraufhin schrieb die Klägerin auch die B. mit der Absichtsbekanntgabe an, auf B. im\nvorliegenden Transportschadensfall Regress nehmen zu wollen (kläg. act. 27).\n\n6. Mit Klageschrift vom 2. Mai 2003 erhob die Klägerin gegen die Beklagte Klage mit\nvorstehendem Rechtsbegehren. Sie macht geltend, der vorliegend verursachte\nSchaden sei durch das mindestens fahrlässige Verhalten eines Chauffeurs einer\nUnterfrachtführerin in Bulgarien verursacht worden. Für jede Beschädigung während\nder Ausführung des Beförderungsvertrages zwischen dem Zeitpunkt der Abfahrt und\nder Ablieferung im Iran hafte die Beklagte nach Art. 34 CMR solidarisch. Ein\n\n© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/51\nPublikationsplattform\nSt.Galler Gerichte\n\nEntlastungsbeweis nach Art. 17 Ziff. 1 CMR erscheine von Vornherein als sinnlos,\nmüsse sich doch die Beklagte das Verhalten aller Hilfspersonen anrechnen lassen und\nkönne sich nicht auf Mängel am Fahrzeug oder auf ein Fehlverhalten von betrauten\nDrittpersonen berufen.\n\nDie Beklagte begehrt in ihrer Klageantwort die kostenfällige Abweisung der Klage. Sie\nbestreitet insbesondere sowohl die Aktivlegitimation der Klägerin, als auch ihre Passivlegitimation. Insofern sowohl die Aktiv- wie die Passivlegitimation bejaht werden sollte,\nbestreitet sie zudem die von der Klägerin geltend gemachte Schadenshöhe.\n\n7. Mit Schreiben vom 11. Juni 2003 wurde vorliegender Prozess von der Präsidentin\ndes Kreisgerichts Werdenberg-Sargans auf Antrag der Klägerin und gestützt auf Art. 77\nZPO (sGS 961.2) an das Handelsgericht überwiesen (HG. Verf. act. 1).\n\n8. Die Klägerin hat der B. mit Schreiben vom 30. September 2002 und 8. Oktober 2002\nden Streit verkündet (kläg. act. 32-35, 42). Mit Schreiben vom 28. August 2003\nverzichtete die B. vorerst auf eine Teilnahme am Verfahren (HG. Verf. act. 12).\n\n"}