b) Das Verschulden wird bei vertraglichen Haftungstatbeständen vermutet (Art. 97 Abs. 1 OR; BGE 120 II 248 E. 2c S. 249). Der Verschuldensbegriff ist zudem objektiviert (BGE 124 III 155 neues Fenster E. 3b S. 164). Diese Verobjektivierung des Fahrlässigkeitmassstabes hat dazu geführt, dass der vom Gläubiger erfolgreich geführte Beweis eines Verstosses gegen (objektive) Sorgfaltspflichten bei Dienstleistungsverträgen oder im Zusammenhang mit Nebenpflichtverletzungen regelmässig den Exkulpationsbeweis scheitern lässt (Thier in: Honsell [Hrsg.], a.a.O., Art. 97 N 20; Wiegand, Basler Kommentar, a.a.O., Art. 97 N 43).