{"Signatur": "NW_OG_001", "Spider": "NW_Gerichte", "Datum": "2021-06-02", "PDF": {"Datei": "NW_Gerichte/NW_OG_001_24398_2021-06-02.pdf", "URL": "https://www.nw.ch/_rte/publikation/24398", "Checksum": "cede1aeb739afeca571d9b724e3d43b7"}, "Scrapedate": "2026-02-20", "Num": ["24398"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Nidwalden Gerichte 02.06.2021 24398"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Nidwald Gerichte 02.06.2021 24398"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Nidvaldo Gerichte 02.06.2021 24398"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Nidwalden Gerichte "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Nidwald Gerichte "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Nidvaldo Gerichte "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Unfallversicherung (SV 20 2)"}], "ScrapyJob": "446973/58/2373", "Zeit UTC": "20.02.2026 03:05:28", "Checksum": "d3386c706197490e48a745f4eab94622", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Nidwalden Gerichte 02.06.2021 24398\nRegeste:\nUnfallversicherung (SV 20 2)\n\n GERICHTE VERWALTUNGSGERICHT Marktgasse 4, 6371 Stans, 041 618 79 70, www.nw.ch\n\nSV 20 2 Beschwerde beim Bundesgericht hängig\n\nEntscheid vom 29. Juni 2020\nSozialversicherungsabteilung\n\nBesetzung Vizepräsidentin Barbara Brodmann, Vorsitz,\nVerwaltungsrichter Heinz Metz,\nVerwaltungsrichterin Dr. med. Carole Bodenmüller,\nGerichtsschreiberin Carmen Meier.\n\nVerfahrensbeteiligte A.__,\n\nvertreten durch lic. iur. Claude Béboux, Rechtsanwalt,\nZimmerli & Béboux Rechtsanwälte AG, Eichwaldstrasse 5,\nPostfach, 6005 Luzern,\n\nBeschwerdeführerin,\n\ngegen\n\nAllianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG,\nRichtiplatz 1, 8304 Wallisellen,\nZustelladresse: Zentralinkasso, Postfach, 8010 Zürich,\n\nBeschwerdegegnerin.\n\nGegenstand Leistungen UVG\n\nBeschwerde gegen den Einspracheentscheid der Allianz vom\n15. November 2019.\n.\n2\n\nSachverhalt:\n\nA.\na.\nDie 1981 geborene A.__ (Versicherte und Beschwerdeführerin) war seit dem 2. August 2001\nbei der B.__ tätig und damit bei der Allianz Suisse Versicherungsgesellschaft AG (Allianz)\nobligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert, als sie im\nOktober 2002 mit dem Fahrrad verunfallte und sich ein Schädelhirntrauma mit multiplen\nintracerebralen Blutungen sowie eine Claviculafraktur rechts zuzog.\n\nDie Versicherte konnte in Zusammenarbeit mit dem Case Management der Allianz sowie der\nInvalidenversicherung die Handelsschule abschliessen und zur Informations- und\nDokumentations-Assistentin mit Abschluss im August 2009 umgeschult werden. Mit Verfügung\nvom 19. Juli 2011 (bg.Bel. 393) schloss die Allianz den Fall ab und sprach der Versicherten\neine Invalidenrente entsprechend einem Invaliditätsgrad von 46% ab 1. Januar 2011 sowie\neine Integritätsentschädigung von 50% zu. Die Rentenverfügung blieb unangefochten.\n\nb.\nDie Invalidenversicherung sprach der Versicherten mit Verfügung vom 24. Oktober 2011 eine\nInvalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 42% ab 1. Januar 2011 zu (IV-act. 325).\nAufgrund des von der Versicherten im September 2013 eingeleiteten Revisionsverfahrens\nverfügte die Invalidenversicherung am 5. November 2014 eine Erhöhung der Invalidenrente\nab 1. Oktober 2013 bei einem Invaliditätsgrad von 55% (IV-act. 383).\n\nc.\nIm Januar 2015 orientierte die Versicherte die Allianz über die Rentenanpassung der\nInvalidenversicherung (bg.Bel. 436). Im Rahmen des daraufhin eröffneten\nRevisionsverfahrens wurde beim Zentrum für Medizinische Begutachtungen (ZMB) das\nVerlaufsgutachten vom 27. Oktober 2015 eingeholt (bg.Bel. 456). Mit Verfügung vom 11. April\n2016 errechnete die Allianz einen Invaliditätsgrad von 58% (bg.Bel. 472). Dagegen erhob die\nVersicherte am 9. Mai 2016 Einsprache (bg.Bel. 475). Am 10. September 2019 stellte die\nAllianz der Versicherten eine drohende reformatio in peius in Aussicht, worauf sich die\nVersicherte am 10. Oktober 2019 vernehmen liess (bg.Bel. 532 und 536).\n3\n\nMit Entscheid vom 15. November 2019 wies die Allianz die Einsprache ab, hob die Verfügung\nvom 11. April 2016 auf und bestätigte die Weiterausrichtung der Rente gemäss Verfügung\nvom 19. Juli 2011 (bg.Bel. 538). Einer allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende\nWirkung entzogen.\n\nB.\nGegen den Einspracheentscheid liess die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 3. Januar\n2020 beim Verwaltungsgericht Nidwalden Beschwerde mit folgenden Anträge stellen:\n\n«1. Der Einsprache-Entscheid vom 15. November 2019 sei aufzuheben.\n2. Die Einsprache vom 9. Mai 2016 sei vollumfänglich gutzuheissen.\n3. Eventualiter sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 11. April 2016 zu\nbestätigen.\n4. Die Beschwerdeführerin habe der Beschwerdegegnerin vorbezahlte CHF 4'700.00\ninfolge bewilligter Therapiesitzungen zurück zu erstatten.\n5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.»\n\nC.\nDie Allianz schloss mit Beschwerdeantwort vom 3. Februar 2020 auf Abweisung der\nBeschwerde, soweit darauf einzutreten sei.\n\nD.\nAm 12. Februar 2020 verfügte die Verfahrensleitung den Beizug der Akten der\nInvalidenversicherung.\n\nE.\nMit Replik vom 16. März 2020 und Duplik vom 14. April 2020 erneuerten die Parteien ihre\nRechtsbegehren. Damit war der Rechtsschriftenwechsel abgeschlossen.\n\nF.\nDie Sozialversicherungsabteilung des Verwaltungsgerichts Nidwalden hat die vorliegende\nStreitsache an ihrer Sitzung vom 29. Juni 2020 abschliessend beraten und beurteilt. Auf die\nAusführungen der Parteien in den Rechtsschriften und in den Akten wird – soweit für die\nEntscheidfindung erforderlich – in den Erwägungen eingegangen.\n4\n\nErwägungen:\n\n"}