{"Signatur": "NW_OG_001", "Spider": "NW_Gerichte", "Datum": "2021-05-28", "PDF": {"Datei": "NW_Gerichte/NW_OG_001_24347_2021-05-28.pdf", "URL": "https://www.nw.ch/_rte/publikation/24347", "Checksum": "f9c8ad4df641a848582c90d721d2281d"}, "Scrapedate": "2026-02-20", "Num": ["24347"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Nidwalden Gerichte 28.05.2021 24347"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Nidwald Gerichte 28.05.2021 24347"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Nidvaldo Gerichte 28.05.2021 24347"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Nidwalden Gerichte "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Nidwald Gerichte "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Nidvaldo Gerichte "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Unfallversicherung (SV 20 16)"}], "ScrapyJob": "446973/58/2373", "Zeit UTC": "20.02.2026 03:04:34", "Checksum": "99f08ed491c7dc83670375a58f3c7da6", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Nidwalden Gerichte 28.05.2021 24347\nRegeste:\nUnfallversicherung (SV 20 16)\n\n4.5\nDr. med. E.__, Spezialist für Fusschirurgie, hielt in seinem Konsultationsbericht vom 22. Oktober 2019 als Verdachtsdiagnose «Läsion des Ligamentum bifurcatum mit Instabilität der\nChopartschen Gelenkslinie links» fest (Suva-act. 15).\n\nDas veranlasste MRT Mittel- und Rückfuss nativ vom 23. Oktober 2019 (Suva-act. 16) ergab\nden Befund: «Normales Signalverhalten der ossären Strukturen ohne Überlastungszeichen\noder Ödemzonen. Processus anterior des Calcaneus [Fersenbein] etwas verlängert, spitz zulaufend und in sehr nahem Kontakt zum Os naviculare [Kahnbein]. Unteres und oberes\nSprunggelenk normal. Kein Erguss. Lig. bifurcatum normal abgrenzbar und intakt. Tibiospring-\nLigament eher schmal kalibrig aber durchgehend sichtbar. Deltabandkomplex und laterale\n9 │ 17\n\nBänder unauffällig. Sehr kräftiges calcaneofibuläres Ligament. Die Peroneus-, Tibialis ante-\nrior- und posterior Sehnen sowie Flexor- und Extensorsehnen normal. Achillessehne und\nPlantaraponeurose unauffällig». Der Radiologe Dr. med. F.__ beurteilte den Befund wie folgt:\n\n− Normale Darstellung des Lig. bifucartum\n− Als Nebenbefund Verdacht auf fibröse calcaneonaviculare Coalition links.\n\n4.6\nIn seinem Konsultationsbericht vom 31. Oktober 2019 hält der Fusschirurg E.__ fest, der Radiologe schliesse eine Verletzung des Ligament bifurcatum aus, habe jedoch eine fibröse cal-\ncaneo-naviculare Coalitio links festgestellt, welche hervorragend zur Klinik passe. Eine symptomatische Coalitio bessere sich nicht auf konservativem Wege, sodass sich aufgrund des\nLeidensdrucks des Patienten eine Operation anbiete. Technisch dränge sich eine\nArthrodese des Sprunggelenks auf (Suva-act. 27).\n\n4.7\nDer am 6. November 2019 konsultierte Fusschirurg Dr. med. D.__, Directeur médical der Clinique Y.__ in Lausanne, notierte in seinem französisch verfassten Konsultationsbericht vom\n7. November 2019 die Diagnosen (Suva-act. 23):\n\n− Subjektive und objektive posttraumatische chronische Instabilität des linken Knöchels\n− Status nach schwerer Verstauchung des linken Knöchels im März 2019\n− Status nach plastischer Operation oder Bandrekonstruktion des rechten Sprunggelenks im Jahr 1998\n\nDer Patient klage über ein subjektives Instabilitätsgefühl im linken Knöchel, insbesondere bei\nlängeren Anstrengungen in den Bergen auf unwegsamem Gelände. Der Patient habe keine\nSchmerzen im linken Knöchel und kein Gefühl der Instabilität im Alltag. Diese Instabilität habe\nsich nach einer schweren Knöchelverstauchung im März 2019 entwickelt. Die Verstauchung\nsei konservativ mit Softcase und temporärer Stockentlastung behandelt worden. Trotz adäquater krankengymnastischer Behandlung sei das Instabilitätsgefühl bestehen geblieben und\nfür den Patienten zunehmend unangenehm geworden. Eine MRT-Untersuchung zeige eine\nrelativ große Menge an Narbengewebe im ligament péronéo-calcanéen (Lig. calcaneo-fibu-\nlare), aber auch eine partielle calcaneonaviculare Coalition. Es sei zu beachten, dass der Patient auf dieser Seite völlig asymptomatisch gewesen sei. Auch auf dem MRT-Scan gab es\nkeine Anzeichen für eine Reizung dieser Coalitio.\n\nIn der klinischen Untersuchung habe sich u.a. eine laterale Bandinstabilität aufgrund einer\npéronéo-calcanealen (calcaneo-fibulare) Bandinsuffizienz mit einer Zunahme des lateralen\n10 │ 17\n\nOffsets und einer Zunahme der antero-posterioren Schublade, auch aufgrund einer Insuffizienz des vorderen ligament péronéo-astragalien (Lig. fibulotalare anterius) gezeigt (…).\n\nUnter dem Titel Beurteilung und Behandlungsvorschläge hält der Chirurg fest, der Patient präsentiere eine subjektive und objektive posttraumatische chronische Instabilität bei einer Insuffizienz des ligament péronéo-calcanéen (Lig. calcaneo-fibulare) und ligament péronéo-ast-\nragalien (Lig. fibulotalare anterius) des linken Knöchels als Folge einer schweren Verstauchung des linken Knöchels im März 2019. Bei intensiveren Aktivitäten in den Bergen sei der\nPatient trotz des Tragens von hohen Bergstiefeln meist eingeschränkt. Man habe noch einmal\ndie verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten diskutiert. Grundsätzlich sollte aufgrund der anhaltenden Schmerzen und des Instabilitätsgefühls bei einem Seitenbanddefekt eine neue Rekonstruktion des Seitenbandsystems vorgeschlagen werden. Im Prinzip sei der Patient mit\ndiesem Vorschlag einverstanden und werde direkt an unser Sekretariat verwiesen, um einen\nTermin für die Operation festzulegen, wahrscheinlich im Jahr 2020. In der Zwischenzeit empfehle er dem Patienten, mit den Übungen fortzufahren und die Belastungen an den Alltag anzupassen.\n\n4.8\nDer Kreisarzt Dr. med. G.__, Facharzt für Chirurgie, hielt in seiner ärztlichen Beurteilung vom\n15. November 2019 fest, das Ereignis vom 31. März 2019 habe überwiegend wahrscheinlich\nzu keinen zusätzlichen strukturellen Läsionen geführt, die objektivierbar wären. Im MRI seien\nkeine neuen Bandläsionen zu erkennen. Der Befund der Coalitio calcaneonavicularis sei angeboren und eindeutig nicht unfallkausal. Unter Berücksichtigung der Vorschädigung und des\nangeborenen Befundes der Coalitio würden die Unfallfolgen nach der Distorsion nach etwa\nacht Wochen überwiegend wahrscheinlich keine Rolle mehr spielen (Suva-act. 30).\n\n4.9\nDer am 29. November 2019 konsultierte Prof. Dr. med. Dr. phil. H.__, Leiter der Orthopädischen Chirurgie und Traumatologie der Z.__ AG, meldete in seinem Sprechstundenbericht\nvom 5. Dezember 2019 die Diagnosen (Suva-act. 43):\n11 │ 17\n\n"}