Hierunter fallen namentlich unzutreffende Rechtsmittelbelehrungen gegenüber rechtsunkundigen Parteien, irrtümliche Zeugenvorladungen oder Rechtsmittelverfahren gegen Entscheide, die allein durch fehlerhaftes Vorgehen der unteren Instanz verursacht worden sind. Hierbei muss eine regelrechte «Justizpanne» (Urteil des Bundesgerichts 5A_104/2012 vom 11. Mai 2012 E. 4.4) bzw. «une erreur procédurale particulièrement grave» (Urteil des Bundesgerichts 5A_278/2019 vom 23. Mai 2019 E. 4) vorliegen (RÜEGG/RÜEGG, a.a.O., N 11 zu Art. 107 ZPO).