{"Signatur": "NW_OG_001", "Spider": "NW_Gerichte", "Datum": "2021-04-26", "PDF": {"Datei": "NW_Gerichte/NW_OG_001_24020_2021-04-26.pdf", "URL": "https://www.nw.ch/_rte/publikation/24020", "Checksum": "7eafd78cc8f982e328053c8220759b4d"}, "Scrapedate": "2026-02-20", "Num": ["24020"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Nidwalden Gerichte 26.04.2021 24020"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Nidwald Gerichte 26.04.2021 24020"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Nidvaldo Gerichte 26.04.2021 24020"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Nidwalden Gerichte "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Nidwald Gerichte "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Nidvaldo Gerichte "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Widerhandlung SVG (SA 20 18)"}], "ScrapyJob": "446973/58/2373", "Zeit UTC": "20.02.2026 03:04:50", "Checksum": "385ca28d34157b9077a404ed10235aad", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Nidwalden Gerichte 26.04.2021 24020\nRegeste:\nWiderhandlung SVG (SA 20 18)\n\n GERICHTE OBERGERICHT Marktgasse 4, 6371 Stans, 041 618 79 70, www.nw.ch\n\nSA 20 18 Beschwerde beim Bundesgericht hängig\n\nUrteil vom 2. Februar 2021\nStrafabteilung\n\nBesetzung Vizepräsidentin Barbara Brodmann, Vorsitz,\nOberrichter Paul Achermann,\nOberrichter Armin Murer,\nGerichtsschreiber Silvan Zwyssig.\n\nVerfahrensbeteiligte A.__,\nvertreten durch lic. iur. Reto Ineichen, Rechtsanwalt,\nAdvokatur Ineichen AG, Weggisgasse 29, 6004 Luzern,\n\nBeschuldigter/Berufungskläger,\n\ngegen\n\nStaatsanwaltschaft Nidwalden,\nKreuzstrasse 2, Postfach 1242, 6371 Stans,\n\nAnklägerin/Berufungsbeklagte.\n\nGegenstand Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung (Art. 90 Abs. 2 SVG)\nNeubeurteilung nach Rückweisung (Urteil des Bundesgerichts 6B_992/2020 vom 30. November 2020).\nSachverhalt:\n\nA.\nMit Strafbefehl STA-Nr. A1 18 800 vom 28. Februar 2018 sprach die Staatsanwaltschaft\nNidwalden A.__ («Beschuldigter»/«Berufungskläger») der vorsätzlichen groben Verkehrsregelverletzung durch Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit schuldig, bestrafte\nihn – unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren – mit einer aufgeschobenen Geldstrafe\nvon 50 Tagessätzen zu je Fr. 160.‒, einer Busse von Fr. 1'500.‒, bei schuldhaftem Nichtbezahlen ersatzweise zu vollziehen durch eine Freiheitsstrafe von 10 Tagen und auferlegte ihm\ndie Verfahrenskosten von Fr. 500.‒. Konkret wurde ihm vorgeworfen als Fahrzeuglenker des\nPersonenwagens der Marke VW mit den Kontrollschildern NW __, am Donnerstag, 18. Januar\n2018, um 12:03 Uhr, innerorts auf der Kantonsstrasse in Oberdorf, Höhe Kaserne, in Fahrtrichtung Engelberg bei einer Geschwindigkeitskontrolle mit 88 km/h gemessen worden zu sein.\nNach Abzug der Toleranz von 5 km/h sei bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von\n50 km/h eine Überschreitung von 33 km/h verblieben. Der Strafbefehl wurde am 1. März 2018\nder damaligen Rechtsvertreterin des Berufungsklägers zugestellt. Mit Schreiben vom 12. März\n2018 (Eingang bei der Staatsanwaltschaft am 13. März 2018) liess der Berufungskläger formund fristgerecht Einsprache gegen den Strafbefehl vom 28. Februar 2018 erheben. In der\nFolge überwies die Staatsanwaltschaft Nidwalden den Strafbefehl als Anklage an das Kantonsgericht Nidwalden.\n\nB.\nMit Urteil SE 18 33 vom 16. April 2019 («Urteil SE 18 33») erkannte das Kantonsgericht, Strafabteilung/Einzelgericht:\n\n«1. Der [Berufungskläger] wird der vorsätzlichen groben Verkehrsregelverletzung durch\nÜberschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit innerorts im Sinne von Art. 90 Abs.\n2 SVG in Verbindung mit Art. 32 Abs. 2 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. a VRV schuldig gesprochen.\n2. Der [Berufungskläger] wird hierfür in Anwendung von Art. 34 StGB, Art. 42 Abs. 1 und 4\nStGB, Art. 44 Abs. 1 StGB, Art. 47 StGB, Art. 106 StGB und Art. 90 Abs. 2 SVG\n− mit einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je Fr. 140.00, bedingt vollziehbar unter\nAnsetzung einer Probezeit von 2 Jahren, sowie\n− mit einer Busse von Fr. 1'400.00, bei schuldhaftem Nichtbezahlen ersatzweise zu\nvollziehen durch eine Freiheitsstrafe von 10 Tagen,\nbestraft.\n3. Die Verfahrenskosten setzen sich nach Massgabe von Art. 422 StPO sowie Art. 1, Art. 2,\nArt. 4 Abs. 3, Art. 9 Ziff. 2 und Art. 10 Ziff. 2 PKoG (Prozesskostengesetz, NG 261.2) wie\nfolgt zusammen:\nErmittlungs- und Untersuchungskosten\n(Gebühren und Auslagen) Fr. 700.00\nGerichtsgebühr (inkl. Auslagen) Fr. 3'321.20\nTotal Verfahrenskosten Fr. 4'021.20\nDer [Berufungskläger] hat die Verfahrenskosten vollumfänglich zu tragen (Art. 426 Abs. 1\nStPO).\nIn der Gerichtsgebühr enthalten sind die Mehrkosten von Fr. 400.00 für die vom [Berufungskläger] verlangte Ausfertigung des begründeten Urteils, welche der [Berufungskläger] gemäss Art. 4 Abs. 3 Satz 3 PKoG zu tragen hat.\nDer [Berufungskläger] hat demnach mit beiliegendem Einzahlungsschein Fr. 5'421.20\n(Busse Fr. 1'400.00 und Total Verfahrenskosten Fr. 4'021.20) zu bezahlen.\n[4. Zustellung dieses Urteils erfolgt an: …]»\n\nFür den übrigen Verfahrensverlauf bis zum vorinstanzlichen Urteil wird vollumfänglich auf dasselbe verwiesen (dortige lit. A ff. S. 2 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO [SR 312.0]).\n\nC.\nDer Berufungskläger liess, nunmehr vertreten durch Rechtsanwalt Reto Ineichen, fristgerecht\nBerufung anmelden. Das begründete Urteil wurde diesem am 15. Juli 2019 zugestellt. Mit Berufungserklärung vom 19. Juli 2019 beantragte der Berufungskläger:\n«1. Das Urteil des Kantonsgerichts Nidwalden vom 16. April 2019 sei aufzuheben.\n2. A.__ sei vom Vorwurf der groben Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung freizusprechen.\n3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates.»\n\nIm Weiteren beantragte der Berufungskläger die Edition der Unfallstatistik der Nidwaldner Kantonspolizei für die gerade Strecke ab der Verzweigung «Chlitableten» in Richtung Engelberg.\n\n"}