O., S. 49 f.). Die Aussagen wurden weitgehend konstant reproduziert und es sind keine wesentlichen Strukturbrüche erkennbar. Insgesamt indiziert die hohe Aussagequalität, dass die Schilderungen nicht gelogen im Sinne von subjektiv unwahr sind. Daraus folgt jedoch nicht, dass sie objektiv zutreffen. Dies ist nur der Fall, wenn sicher ausgeschlossen werden kann, dass keine suggestiven Einflüsse wirksam waren. Denn sowohl erlebnisbasierte als auch suggerierte Aussagen können eine hohe Qualität aufweisen. Aus diesem Grunde ist neben der Analyse der Qualität der Aussagen stets das Vorliegen allfälliger suggestiver Bedingungen zu prüfen (sog. Suggestionshypothese; LUDEWIG/BAUMER/TAVOR, a.a.