{"Signatur": "NW_OG_001", "Spider": "NW_Gerichte", "Datum": "2019-04-02", "PDF": {"Datei": "NW_Gerichte/NW_OG_001_20128_2019-04-02.pdf", "URL": "https://www.nw.ch/_rte/publikation/20128", "Checksum": "5ab9ff0a4790b5bca03e1e66c75bc9bd"}, "Scrapedate": "2026-02-20", "Num": ["20128"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Nidwalden Gerichte 02.04.2019 20128"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Nidwald Gerichte 02.04.2019 20128"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Nidvaldo Gerichte 02.04.2019 20128"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Nidwalden Gerichte "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Nidwald Gerichte "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Nidvaldo Gerichte "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Ausschluss Stockwerkeigentümergemeinschaft"}], "ScrapyJob": "446973/58/2373", "Zeit UTC": "20.02.2026 03:04:36", "Checksum": "fc33f507b07d735c23265ce2ca35f9a5", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Nidwalden Gerichte 02.04.2019 20128\nRegeste:\nAusschluss Stockwerkeigentümergemeinschaft\n\n GERICHTE OBERGERICHT Marktgasse 4, 6371 Stans, 041 618 79 70, www.nw.ch\n\nUrteil des Bundesgerichts 5A_735/2019 vom 3. März 2020/Abweisung\nZA 16 13\nP 16 15 / P 17 28\n\nEntscheid vom 2. April 2019\nZivilabteilung\n\nBesetzung Obergerichtsvizepräsidentin Barbara Brodmann, Vorsitz,\nOberrichter Armin Murer,\nOberrichter Rolf Gabriel,\nOberrichter Franz Odermatt,\nOberrichterin Franziska Ledergerber,\nGerichtsschreiberin Carmen Meier.\n\nVerfahrensbeteiligte A.__,\n\nBerufungskläger,\n\ngegen\n\nStockwerkeigentümergemeinschaft B.__ (Parzelle Nr. X),\nmit Ausnahme A.__, bestehend aus C1 ‒ C13.\nalle vertreten durch Rechtsanwalt Manuel Bucher, Gabriel &\nBucher AG - Anwälte und Notare, Bahnhofplatz 5, Postfach 1357, 6061 Sarnen 1,\n\nBerufungsbeklagte.\n\nGegenstand Ausschluss aus der Stockwerkeigentümergemeinschaft\nBerufung gegen das Urteil des Kantonsgerichts Nidwalden,\nZivilabteilung/Kollegialgericht, vom 8. April 2016 (ZK 15 14).\nSachverhalt:\n\nA.\nDie Parteien bilden zusammen die Stockwerkeigentümergemeinschaft B.__ in Y. Sie sind zerstritten und den Gerichten Nidwalden aus diversen Prozessverfahren aller Art (Betreibungsrecht, Zivilrecht, Strafrecht) bekannt. Mit Klage vom 23. April 2015 stellte die Stockwerkeigentümergemeinschaft (ohne A.__) den Antrag, A.__ sei aus der Gemeinschaft auszuschliessen.\n\nB.\nMit Urteil des Kantonsgerichts Nidwalden Zivilabteilung/Kollegialgericht vom 8. April 2016\nwurde die Klage gutgeheissen und A.__ (nachfolgend Berufungskläger) aus der Stockwerkeigentümergemeinschaft B.__ (Parzelle Nr. X), ausgeschlossen (Dispositivziffer 1). Dem Berufungskläger wurde eine Veräusserungsfrist von 60 Tagen angesetzt (Dispositivziffer 2), unter\nAndrohung einer öffentlichen Versteigerung bei ungenutztem Fristablauf (Dispositivziffer 3).\nDie Gerichtskosten von Fr. 15'000.‒ wurden dem Berufungskläger auferlegt (Dispositivziffer\n4) und er wurde zugleich zur Zahlung einer Parteientschädigung verpflichtet (Dispositivziffer\n5).\n\nC.\nDagegen erhob der Berufungskläger mit Eingabe vom 14. September 2016 Berufung mit folgenden Anträgen:\n\n« 1. Der Berufungsführer sei nicht aus der Stockwerkeigentümergemeinschaft B.__ (Parzelle Nr. X.) auszuschliessen.\n2. Dem Berufungsführer sei ab Rechtskraft dieses Urteils nicht eine Frist von 60 Tagen anzusetzen, um\nseinen Anteil, d.h. seine 4 ½ Zimmer-Wohnung im 4. Obergeschoss Nord (Stockwerkeigentum Nr.__),\nan Nr. X., Grundbuch Y., zu veräussern.\n3. Veräussert der Berufungsführer seinen Anteil nicht binnen der angesetzten Frist, sei das Gericht nicht\nlegitimiert, eine öffentliche Versteigerung nach den Vorschriften über die Zwangsversteigerung von\nGrundstücken anzuordnen.\n4. Die Gerichtskosten für das begründete Urteil betragen gemäss Art. 2 Abs. 1, Art. 7 Abs. 1 und Art. 29\nPKoG nicht Fr. 15'000.— (inkl. Auslagen).\nDer Berufungsführer sei nicht zu verpflichten, den Berufungsgegnern intern und direkt Fr. 15'000.-- zu\nbezahlen.\n5. Der Berufungsführer hat den Berufungsgegnern nicht eine Parteientschädigung in der Höhe von\nFr. 14'168.95 zu bezahlen (Honorar Fr. 12'557.50, Gebühr Schlichtungsverhandlung Fr. 200.--, Auslagen Fr. 376.70 und Mehrwertsteuer Fr. 1'034.75.\n6. Das Verhandlungsprotokoll vom 08. April 2016, datiert vom 25. Mai 2016, sei zufolge formeller und\nmateriellen Fehlern als rechtsunwirksam zu bezeichnen.\n7. Das Verhandlungsprotokoll vom 08. April 2016, datiert vom 25. Mai 2016, sei zufolge formellen und\nmateriellen Mängeln aus den Akten zu weisen.\n8. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Kläger. »\n\nD.\nMit Berufungsantwort vom 11. Mai 2017 beantragte die Berufungsbeklagte die kostenfällige\nAbweisung der Berufung. Mit Nachtrag vom 29. Juni 2017 übermittelte die Berufungsbeklagte\nden gegen den Berufungskläger ergangenen Strafbefehl vom 12. Juni 2017.\n\nE.\nMit Entscheid vom 24. April 2017 (P 16 15) wies die Prozessleitung das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mangels Bedürftigkeit ab und forderte den Berufungskläger auf, einen Gerichtskostenvorschuss im Betrage von Fr. 10'000.‒ zu leisten. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Bundesgericht mit Urteil 5A_417/2017 vom 25. Oktober 2017 gut und wies\ndas Gesuch zur weiteren Prüfung zurück.\n\nMit Entscheid vom 29. Dezember 2017 (P 17 28) wies die Prozessleitung das Gesuch um\nunentgeltliche Rechtspflege erneut zufolge Aussichtslosigkeit ab und forderte den Berufungskläger wiederum auf einen Gerichtskostenvorschuss von Fr. 10'000.‒ zu leisten. Dagegen gelangte der Berufungskläger erneut ans Bundesgericht, welches die Beschwerde mit Urteil\n5A_184/2018 vom 4. Mai 2018 abwies, soweit es darauf eintrat, und dem Berufungskläger\nFrist zur Bezahlung des vom Obergericht festgelegten Kostenvorschusses ansetzte.\n\n"}