Weiter führte Dr. G aus, im Rahmen der dissoziativen Störung sei es bei der Beschwerdeführerin zu einer Persönlichkeitsveränderung im Sinne einer Regression gekommen, nicht aber zu einem totalen Verlust der sozialen Integration. Wohl habe sie persönliche Interessen verloren, aber es sei nicht zu einem sozialen Rückzug auf allen Ebenen gekommen. Nach wie vor sei sie auch in der Lage, soziale Kontakte ausserhalb der Familie zu pflegen. Bei ihr bestehe ein hoher primärer Krankheitsgewinn. Als kranke Frau erhalte sie von den Familienangehörigen, die sich sehr um sie kümmern, die Gefühle von Sicherheit und Geborgenheit, für sie wichtige Werte zur Stabilisation des psychischen Gleichgewichts.