Dieser Mechanismus funktioniert reflektorisch und schützt auch die Bänder vor Dehnung und Verletzung. Langsame Überdehnungen werden bereits von der Muskulatur aufgefangen, doch wenn bei brüsken Unfällen die reflektorische Muskelaktion zu spät einsetzt, trifft die ganze Wucht der äusseren Kraft unmittelbar die Bänder. Normaler sportlicher Beanspruchung sind die Bänder mechanisch auch durchaus gewachsen, und es kommt nur selten zu schweren Verletzungen. Ist die einwirkende äussere Kraft jedoch zu gross und wirkt sie zu plötzlich, kommt es zur Distorsion, zu Zerrungen, zum Bandriss und schliesslich zur Luxation (A. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, Bern 2002, S. 1090).