Dagegen ergab sich bei der dritten Befragung durch den KJPD im April 2004, dass B. bereits über einen ausgeprägten negativen Stereotyp seines Vaters verfüge. Zwar liessen sich aus den Aussagen von Frau A. keine Hinweise auf eine bewusste Motiva-tion für die Induktion einer Falschaussage ableiten. Sie scheint jedoch das negativ besetzte Bild, das sie von ihrem Mann hatte, den Kindern bewusst oder unbewusst induziert zu ha-ben, worauf die zunehmend negativ gefärbten Schilderungen über den Vater hindeuten (vgl. die Aussagen von B. bei der Videobefragung vom 21.4.2004).