Unter Berücksichtigung des Alters des Kindes, den Voreinstellungen der Mutter, dem Vorliegen eines ausgeprägten negativen Stereotyps sowie den suggestiven Befragungstechniken im Rahmen der zweiten Untersuchung durch den KJPD müsse mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von suggestiven Einwirkungen ausgegangen werden. Aus diesem Grund sei ein positiver Befund in Bezug auf die Glaubhaftigkeit auf In-haltsebene überhaupt nicht mehr möglich, selbst wenn die Aussage die Grundvoraussetzun-gen für die Anwendung der kriterienorientierten Inhaltsanalyse erfüllen würde.