{"Signatur": "LU_OG_003", "Spider": "LU_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2003-02-11", "HTML": {"Datei": "LU_Gerichte/LU_OG_003_SK-03-15_2003-02-11.html", "URL": "https://gerichte.lu.ch/recht_sprechung/lgve/Ajax?EnId=1312", "Checksum": "7a1cbbcb49cef3fc2ff6c16bdebede28"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["SK 03 15", "2003 I Nr. 52"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Luzern Obergericht Schuldbetreibungs- und Konkurskommission 11.02.2003 SK 03 15 (2003 I Nr. 52)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Luzern Obergericht Schuldbetreibungs- und Konkurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Lucerne  Schuldbetreibungs- und Konkurskommission"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Lucerna  Schuldbetreibungs- und Konkurskommission"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Art. 80 ff. SchKG; Art. 131 Abs. 1 ZGB; § 44 Abs. 2 SHG (Sozialhilfegesetz, SRL Nr. 892); § 46 Abs. 2 ZPO; § 6 AnwG (Anwaltsgesetz, SRL Nr. 280). Zwischen rechtskräftig geschuldeten Kinder- und nachehelichen Ehegattenalimenten besteht betreffend das Alimenteninkasso (inkl. Vollstreckungsverfahren) kein Unterschied. Art. 131 Abs. 1 ZGB bietet eine ausreichende gesetzliche Grundlage dafür, dass die Alimenten-Inkassostellen im Kanton Luzern gestützt auf § 44 Abs. 2 SHG berechtigt sind, Ehegatten bei der Vollstreckung ihrer persönlichen Unterhaltsbeiträge, somit auch im Rechtsöffnungsverfahren, zu vertreten. Das Anwaltsmonopol wird insoweit durchbrochen | Schuldbetreibungs- und Konkursrecht"}], "ScrapyJob": "446973/63/2392", "Zeit UTC": "18.02.2026 03:15:29", "Checksum": "d421c3082dce9ee743bdd640e47c7ca5", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Luzern Obergericht Schuldbetreibungs- und Konkurskommission 11.02.2003 SK 03 15 (2003 I Nr. 52)\nRegeste:\nArt. 80 ff. SchKG; Art. 131 Abs. 1 ZGB; § 44 Abs. 2 SHG (Sozialhilfegesetz, SRL Nr. 892); § 46 Abs. 2 ZPO; § 6 AnwG (Anwaltsgesetz, SRL Nr. 280). Zwischen rechtskräftig geschuldeten Kinder- und nachehelichen Ehegattenalimenten besteht betreffend das Alimenteninkasso (inkl. Vollstreckungsverfahren) kein Unterschied. Art. 131 Abs. 1 ZGB bietet eine ausreichende gesetzliche Grundlage dafür, dass die Alimenten-Inkassostellen im Kanton Luzern gestützt auf § 44 Abs. 2 SHG berechtigt sind, Ehegatten bei der Vollstreckung ihrer persönlichen Unterhaltsbeiträge, somit auch im Rechtsöffnungsverfahren, zu vertreten. Das Anwaltsmonopol wird insoweit durchbrochen | Schuldbetreibungs- und Konkursrecht\n\n auch ein solches der Finanzen sei (BGE 122 I 207). Wohl stände es der Klägerin zu, ein von der Alimenten-Inkassostelle im Rahmen ihrer gesetzlichen Inkassohilfe ausgearbeitetes Rechtsöffnungsge-such persönlich zu unterschreiben. Angesichts der bei solchen Verfahren häufig auftreten-den zwischenmenschlichen Spannungen, unter denen nicht zuletzt auch vorhandene Kinder zu leiden haben, ist die Vertretung durch eine staatliche Behörde wünschenswert. 4.4. Zusammenfassend ergibt sich nach dem Gesagten, dass - entgegen den Ausfüh-rungen des Beklagten - betreffend das Alimenteninkasso (inkl. Vollstreckungsverfahren) zwi-schen rechtskräftig geschuldeten Kinder- und nachehelichen Ehegattenalimenten kein Unter-schied besteht. Art. 131 Abs. 1 ZGB bietet somit eine ausreichende gesetzliche Grundlage dafür, dass die Alimenten-Inkassostellen im Kanton Luzern gestützt auf § 44 Abs. 2 Sozial-hilfegesetz berechtigt sind, Ehegatten beim Geltendmachen ihrer Unterhaltsbeiträge in Voll-streckungsverfahren, und dazu gehört insbesondere das Rechtsöffnungsverfahren, zu ver-treten. Schuldbetreibungs- und Konkurskommission, 11. Februar 2003 (SK 03 15) |"}