Massstab für den gebührenden Unterhalt bildet vielmehr der eheliche Lebensstandard (Art. 125 Abs. 2 Ziff. 3 ZGB). Dieser Anknüpfungspunkt gilt jedoch regelmässig nur für langjährige Ehen, welche "lebensprägend" waren (vgl. Thomas Gabathuler, Scheidungsrecht: Der Einfluss auf den Unterhalt, in: plädoyer 6/99 S. 27 f. und 31; Heinz Hausheer, Der Scheidungsunterhalt und die Familienwohnung, in: Vom alten zum neuen Scheidungsrecht [Hrsg.: Heinz Hausheer], Bern 1999, N 3.54). Rechtsgrund für den nachehelichen Unterhalt ist der Ausgleich ehebedingter Nachteile (Ingeborg Schwenzer, Praxiskomm. Scheidungsrecht, Basel 2000, N 7 zu Vorbem. zu Art. 125-132 ZGB; Gabathuler, a.a.O., S. 27).