{"Signatur": "LU_OG_002", "Spider": "LU_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2005-02-22", "HTML": {"Datei": "LU_Gerichte/LU_OG_002_21-04-192_2005-02-22.html", "URL": "https://gerichte.lu.ch/recht_sprechung/lgve/Ajax?EnId=2469", "Checksum": "c93f10e02864a9c58ce831e6168a63b0"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["21 04 192", "2005 I Nr. 55"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Luzern Obergericht II. Kammer 22.02.2005 21 04 192 (2005 I Nr. 55)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Luzern Obergericht II. Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Lucerne  II. Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Lucerna  II. Kammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Art. 173 StGB. Ehrverletzungen durch Äusserungen an Gerichtsverhandlungen sind nur sehr zurückhaltend zu bejahen; der Adressatenkreis der Äusserungen ist zu berücksichtigen. Wer bewusst und gewollt Anstoss erregt, darf selber nicht empfindlich sein. | Strafrecht"}], "ScrapyJob": "446973/63/2390", "Zeit UTC": "16.02.2026 03:09:56", "Checksum": "42f953950bc8aed195dade76fa9ebb91", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Luzern Obergericht II. Kammer 22.02.2005 21 04 192 (2005 I Nr. 55)\nRegeste:\nArt. 173 StGB. Ehrverletzungen durch Äusserungen an Gerichtsverhandlungen sind nur sehr zurückhaltend zu bejahen; der Adressatenkreis der Äusserungen ist zu berücksichtigen. Wer bewusst und gewollt Anstoss erregt, darf selber nicht empfindlich sein. | Strafrecht\n\n von satirischen Werken, in: Ackermann [Hrsg.], Strafrecht als Herausforderung, Zur Emeritierung von Prof. Niklaus Schmid, Analysen und Perspektiven von Assistierenden des Rechtswissenschaftlichen Instituts der Universität Zürich, Zürich 1999, S. 85). Angesichts der generellen Zurückhaltung bei der Annahme von Ehrverletzungstatbeständen an Gerichtsverhandlungen und in Anbetracht der konkreten Umstände, insbesondere des vorgängigen aggressiven Verhaltens des Privatklägers, ist der Vorwurf einer strafrechtlich relevanten Ehrverletzung durch die inkriminierte Äusserung des Angeklagten objektiv nicht begründet. II. Kammer, 22. Februar 2005 (21 04 192) |"}