{"Signatur": "LU_OG_002", "Spider": "LU_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2003-04-08", "HTML": {"Datei": "LU_Gerichte/LU_OG_002_21-02-293_2003-04-08.html", "URL": "https://gerichte.lu.ch/recht_sprechung/lgve/Ajax?EnId=1423", "Checksum": "8e0ade8b7088633d41928cd06efc7779"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["21 02 293", "2003 I Nr. 69"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Luzern Obergericht II. Kammer 08.04.2003 21 02 293 (2003 I Nr. 69)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Luzern Obergericht II. Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Lucerne  II. Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Lucerna  II. Kammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "§§ 48septies und 235 StPO; Art. 8 Abs. 1 lit. c OHG. Soweit die rechtliche Subsumtion eines Sachverhalts unter einen bestimmten Tatbestand die Zivilforderungen des Opfers zu beeinflussen vermag, ist dieses legitimiert, den Schuldbefund im Rechtsmittelverfahren anzufechten, selbst wenn der Angeklagte erstinstanzlich der Erfüllung eines anderen Tatbestandes schuldig befunden wurde. Die Staatsanwaltschaft ist legitimiert, auf die Appellation der Privatklägerschaft hin Anschlussappellation zu erklären. | Strafprozessrecht"}], "ScrapyJob": "446973/63/2390", "Zeit UTC": "16.02.2026 03:09:39", "Checksum": "b0eb6414900ce79632c3beab038b23d6", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Luzern Obergericht II. Kammer 08.04.2003 21 02 293 (2003 I Nr. 69)\nRegeste:\n§§ 48septies und 235 StPO; Art. 8 Abs. 1 lit. c OHG. Soweit die rechtliche Subsumtion eines Sachverhalts unter einen bestimmten Tatbestand die Zivilforderungen des Opfers zu beeinflussen vermag, ist dieses legitimiert, den Schuldbefund im Rechtsmittelverfahren anzufechten, selbst wenn der Angeklagte erstinstanzlich der Erfüllung eines anderen Tatbestandes schuldig befunden wurde. Die Staatsanwaltschaft ist legitimiert, auf die Appellation der Privatklägerschaft hin Anschlussappellation zu erklären. | Strafprozessrecht\n\n Aufl., Basel/Genf/München 2002, § 96 N 19). Die obergerichtliche Praxis gemäss Max. XII Nr. 398 wird auch in der Literatur als richtig bezeichnet, denn für eine Einschränkung der Anschluss-appellation bestehe kein sachlicher Grund, wenn ein Fall aufgrund der Appellation einer Par-tei ohnehin von der oberen Instanz zu beurteilen sei (Rolf Bründler, Die Appellation im Rechtsmittelsystem des Luzerner Strafverfahrens, Diss. Zürich 1990, S. 55; Marc Kaeslin, Appellation im luzernischen Strafprozess, Diss. Zürich 1993, S. 96). Auf die Anschluss-appellation der Staatsanwaltschaft ist somit einzutreten. II. Kammer, 8. April 2003 (21 02 293) |"}