Zürich 1998, S. 173 ff.) die Frage aufgeworfen (und zum Teil bejaht) wird, ob der Gläubiger im Rahmen des Art. 109 Abs. 2 OR nicht auch das positive Interesse geltend machen könne (ferner Weber, Berner Komm., N 84 zu Art. 109 OR, der aber bei einer solchen Auslegung offenbar [wie Glättli, a.a.O., S. 172] von einer unechten, d.h. rechtspolitischen Lücke in Art. 109 Abs. 2 OR ausgeht). Mit der wohl herrschenden Lehre und Rechtsprechung (vgl. z.B. Gauch/Schluep/Rey, Obligationenrecht, Allg.Teil, Bd. II, 8. Aufl., Zürich 2003, Nr. 3126; BGE 123 III 22 E. 4b) ist davon auszugehen, dass Art. 109 Abs. 2 OR das negative Vertragsinteresse anspricht.