{"Signatur": "LU_OG_001", "Spider": "LU_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2003-05-16", "HTML": {"Datei": "LU_Gerichte/LU_OG_001_11-03-2_2003-05-16.html", "URL": "https://gerichte.lu.ch/recht_sprechung/lgve/Ajax?EnId=1420", "Checksum": "41140fa92cd4030231a23a112ed2188c"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["11 03 2", "2003 I Nr. 33"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Luzern Obergericht I. Kammer 16.05.2003 11 03 2 (2003 I Nr. 33)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Lucerne Obergericht I. Kammer 16.05.2003 11 03 2 (2003 I Nr. 33)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Lucerna Obergericht I. Kammer 16.05.2003 11 03 2 (2003 I Nr. 33)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Luzern Obergericht I. Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Lucerne Obergericht I. Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Lucerna Obergericht I. Kammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "§ 98 ZPO. Zulässigkeit der Klageänderung und der Änderung der Rechtsbegehren. | Zivilprozessrecht"}], "ScrapyJob": "446973/63/2392", "Zeit UTC": "18.02.2026 03:15:23", "Checksum": "deb979b047d1227d654cbd7c8dcb04c2", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Luzern Obergericht I. Kammer 16.05.2003 11 03 2 (2003 I Nr. 33)\nRegeste:\n§ 98 ZPO. Zulässigkeit der Klageänderung und der Änderung der Rechtsbegehren. | Zivilprozessrecht\n\n| Instanz: | Obergericht |\n|---|---|\n| Abteilung: | I. Kammer |\n| Rechtsgebiet: | Zivilprozessrecht |\n| Entscheiddatum: | 16.05.2003 |\n| Fallnummer: | 11 03 2 |\n| LGVE: | 2003 I Nr. 33 |\n| Leitsatz: | § 98 ZPO. Zulässigkeit der Klageänderung und der Änderung der Rechtsbegehren. |\n| Rechtskraft: | Diese Entscheidung ist rechtskräftig. |\n| Entscheid: | § 98 ZPO. Zulässigkeit der Klageänderung und der Änderung der Rechtsbegehren. ====================================================================== Eine Klageänderung im eigentlichen Sinne liegt vor, wenn der Kläger neue Rechtsbe-gehren stellt, die nicht auf dem gleichen Klagegrund (Klagefundament), das heisst nicht auf dem ursprünglich vorgetragenen Sachverhalt beruhen. Eine solche Klageänderung ist nie zulässig (Studer/Rüegg/Eiholzer, Der Luzerner Zivilprozess, Kriens 1994, N 2 zu § 98 ZPO; LGVE 1987 I Nr. 6; Botschaft des Regierungsrates vom 8.5.1992 zum Entwurf der ZPO, S. 24 § 97). Dagegen ist eine Änderung oder Ergänzung der Rechtsbegehren (im Sinne eines Mehr oder eines Anderen) innerhalb des Klagefundaments erstinstanzlich bis zum Parteivor-trag an der Hauptverhandlung gestattet, wenn der gleiche Richter zuständig sowie die gleiche Verfahrensart vorgesehen ist (§ 98 Abs. 1 ZPO). Die ZPO bezeichnet diese Änderung der Rechtsbegehren ebenfalls als \"Klageänderung\" (Überschrift von § 98 ZPO). § 98 Abs. 2 ZPO schliesst eine \"Klageänderung\" vor zweiter Instanz aus. Da eine eigentliche Klageänderung nie möglich ist und Absatz 2 im Gegensatz zu Absatz 1 steht, verbietet § 98 Abs. 2 ZPO zweitinstanzlich jegliche Änderung der Rechtsbegehren (Bühlmann/Rüegg/Eiholzer, Ergän-zungen zum Luzerner Zivilprozess, Kriens 2002, N 1 zu § 247 ZPO). Jederzeit und in erster wie in zweiter Instanz möglich ist indessen eine Einschränkung der Rechtsbegehren (§ 98 Abs. 3 ZPO). I. Kammer, 16. Mai 2003 (11 03 2) |"}