Aus Sicht eines klinisch-neurowissenschaftlichen Experten entstehe der Eindruck, dass in den vorgutachterlichen Ausführungen immer wieder neurowissenschaftliche Allgemeinplätze bemüht würden, denen es aber, bei genauer Betrachtung, einer fundierten wissenschaftlichen Basis mangle. Der Neuropsychologe betonte ferner, dass eine negative Antwortverzerrung auch Folge von Störungen mit Krankheitswert sein könne. Dasselbe gelte für Inkonsistenzen zwischen beobachteten und erwarteten Leistungen. Entsprechend seien mögliche Komorbiditäten in Erwägung zu ziehen und kritisch zu diskutieren.